Über den Wert der Fotografie

Wissenschaftliche Kriterien für die Bewahrung von Fotosammlungen – eine internationale und interdisziplinäre Tagung veranstaltet vom Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie der Universität Basel, dem Ringier Bildarchiv und dem Staatsarchiv Aargau.

23. und 24. März 2012
Grossratsgebäude, Obere Vorstadt 10, 5001 Aarau, Schweiz

mehr Informationen und Programm unter www.wertderfotografie.ch

Fotostrecken: Leo Rosenthal und Sabine Weiss

Aktuell gibt es bei Zeit-online einige interessante historische Fotostrecken:

Edoardo Zavattari

Zu den Bildbeständen des italienischen Etnologen Edoardo Zavattari gab es aktuell einen Hinweis auf der Liste s-fotografie:

Doria hat eine Vielzahl völkerkundlicher Expeditionen unternommen.
Mehr dazu hat die italienische Wikipedia: Edoardo Zavattari – Wikipedia,
sowie ein Aufsatz zu einer Nordostafrika-Expedition: LA MISSIONE ZAVATTARI IN A.O.I.

Historische Bildsammlungen

Auf Spiegel online gibt es derzeit einiges zu historischen Bildbeständen:

Samurai in Sepia – Die Bildsammlung entstand um 1860 anlässlich der Reise einer deutschen Delegation unter Graf Friedrich Albert zu Eulenburg. Der Fotohistoriker Sebastian Dobson hat Fotos aufgespürt, die zum Teil seit 1861 nicht mehr ans Licht kamen.

Fotograf der Delegation war Carl Bismarck zusammen mit August Sachtler. Vor Ort unterstützte sie der US-Amerikaner John Wilson.

Dazu wird demänchst ein Bildband erscheinen:

Sebastian Dobson, Sven Saaler: „Unter den Augen des Preußen-Adlers: Lithographien, Zeichnungen und Photographien der Teilnehmer der Eulenburg-Mission in Japan 1860-1861“, ludicium-Verlag, März 2011, 400 Seiten.

Der Beitrag Das Kindermädchen mit der Kamera ist den Aufnahmen des Kindermädchens Vivian Maier gewidmet. Maier verstrab 2009 verarmt in Chicago, zuvor war ihre Lebenswerk zwangsversteigert worden. Der Immobilienmakler John Maloof kam so in den Besitz ihrer Aufnahmen.

Maier fotografierte die Menschen auf der Straße, den Geschäftsmann oder den Obdachlossen, daneben immer wieder Kinder, verwahrlost und zerzaust, aber auch die unbeschwert spielenden Kinder der Oberschicht.

Die erhaltene Sammlung beläuft sich auf über 100.000 Aufnahmen. Maloof postet zur Sammlung regelmäßig in seinem Blog VIVIAN MAIER – HER REDISCOVERED WORK.

Daguerreobase

Daguerreobase ist eine Seite auf der registrierte Mitglieder ihre Daguerreotypien erfassen können. Sie wurde vom Nederlands Fotomuseum entwickelt.

The Daguerreobase is an online application designed to contain detailed information about daguerreotypes. Members can view, edit and store records of individual daguerreotypes and establish relations to other records based on a wide range of characteristics. This includes collections, owners, creators, hallmarks, housing models, sizes, materials and free text descriptions.

Inhaltlich sind u.a. beteiligt: Prentenkabinet Leiden, Museum Joh. Enschedé, Fotomuseum Provincie Antwerpen, Rijksmuseum Amsterdam, Streekarchief Bommelerwaard, Huis Doorn, Dordrechts Museum und das Fries Museum.

Katalog der Kulturgüter in Südtirol

Unter der Adresse
http://www.provinz.bz.it/katalog-kulturgueter/default_de.aspx
wurde vor zwei Tagen der Katalog der Kulturgüter in Südtirol online gestellt.

Dem Projekt sind 18 Museen angeschlossen, die über das Portal 217.000 Objekte zugänglich machen. Wer in der erweiterten Suche unter „Technik“ mit „fotografiert“ sucht, kann sich die Fotobestände heraus filtern.

Die Bestände stammen größtenteils. aus dem dem Landesamt für AV-Medien und der Stiftung MUSEION. Museum für moderne und zeitgenössische Kunst Bozen.

Pressemitteilung via DEMUSEUM

14-18 immagini della grande guerre

Auf das italienische Angebot hat Archivalia aufmerksam gemacht: Italienische Fotos aus dem ersten Weltkrieg.

1418 – immagini della grande guerra

Die Datenbank bietet neben den gängigen Suchmöglichkeiten über Volltext und einzelne Indizes über den Reiter „Liste“ gute Möglichkeiten des Browsings, nach Orten, Personen, Themen und Jahren.

Das Angebot beinhaltet Einzelfotografien und Fotoalben, aber auch Kriegszeitschriften und -illustrierte.
Die Bildbestände gehören zu folgende Einrichtungen:

  • Fondo guerra BSMC – Biblioteca di Storia Moderna e Contemporanea
  • Fondo guerra MCRR – Museo Centrale del Risorgimento
  • Fondo BNCR – Biblioteca nazionale centrale di Roma
  • Fondo guerra BUA – Biblioteca Universitaria Alessandrina

Farbfotos aus den USA

Einestages – Zeitgeschichten auf Spiegel online – hat einen Beitrag von Eike Frenzel zum FSA-Projekt: Farbfotos aus den USA – Knipsen gegen die Krise

Anlass für die fotografische Dokumentation war die Krise der ländlichen Bevölkerung in den 1930er Jahren. Die im Auftrage der Landwirtschaftsversorgungsbehörde Farm Security Administration (FSA) arbeitenden Fotografen sollten auf das harte Leben der Landbevölkerung aufmerksam machen – allerdings weniger unter dem Blickwinkel der Krise als vielmehr im Sinne „guter Patrioten“.

Zwischen 1935 und 1942 entstanden etwa 270.000 Aufnahmen, darunter 1.600 in Farbe – alles recherchierbar über die Library of Congress:
America from the Great Depression to Word War II
Farm Security Administration/Office of War Imformation Collection

Die Eroberung des Südpols

Die Flo Peters Gallery in Hamburg präsentiert einen historischen Bildbestand – Aufnahmen von Herberg G. Ponting einer Expedition zum Südpol 1910. Ponting brachte 1912 über 1700 großformatige Platten von dieser Expedition mit, die heute beim Scott Polar Research Institut der Universität Cambridge aufbewahrt werden.

Flo Peters Gallery, Hamburg
www.flopetersgallery.com
noch bis zum 10. Mai 2010

mehr zum Schnuppern:

Nachtrag:

gefunden in: Photopresse 07-2010

Visual Documentations of Art Protection during the Second World War – European Picture Libraries in Dialogue / Visuelle Dokumentationen des Kunstschutzes im zweiten Weltkrieg – Europäische Bildarchive im Dialog

Zur Dokumentation des Kunstschutz in Bildarchiven gibt es in Kürze eine Tagung beim Bildarchiv Foto Marburg:

Visual Documentations of Art Protection during the Second World War – European Picture Libraries in Dialogue / Visuelle Dokumentationen des Kunstschutzes im zweiten Weltkrieg – Europäische Bildarchive im Dialog

21.01.2010 09:00 h – 22.01.2010 13:00 h
Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte
Bildarchiv Foto Marburg
www.fotomarburg.de/aktuelles/events/dokumentation

Donnerstag, 21. Januar 2010

I. Introduction

  • Hubert Locher (Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg) – Welcome
  • Christina Kott (Institut d’histoire du temps présent IHTP, Paris) – Keynote lecture: Photo archives and art protection in periods of war and occupation. Remarks on a barely explored field of research
  • [Intervention] Hubert Locher, Whose pictures? The Marburg Documents related to the after war negotiations about „restitution“

II. Archives in France and Belgium

  • Jean-Daniel Pariset (Médiathèque de l’architecture et du patrimoine, Archives photographiques, Paris) – The „Mediathèque de l’Architecture et du Patrimoine“ MAP
  • Christina Ceulemans (Institut royal du patrimoine artistique KIK-IRPA, Brüssel) – The department of documentation of the Royal Institute for Cultural Heritage
  • Marie-Christine Claes (Institut royal du patrimoine artistique KIK-IRPA, Brüssel) – The „Service de la documentation belge“ during WW II

III. Accross the Border: Photographs of Objects from France and Belgium in German Archives

  • Susanne Dörler (Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg) – “The photographic inventory of the artistic monuments in Belgium”. A photographic campaign of the German „Kunstschutz“ in 1941-1944
  • Daniel Parello (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland / Freiburg i. Br.) – „German stained-glass of historical significance“. The photographic documentation during WW II. The collection of the CVMA in Freiburg / Br.

IV. Italy

  • Marilena Tamassia (Soprintendenza Speciale per il Polo Museale Fiorentino, Florenz) – The photographic documentation of war damage in Florence (1940-1945)
  • Silvia Paoli (Conservatore Civico Archivio Fotografico Castello Sforzesco, Milano) – The photographic archive at Castello Sforzesco of Milan. Role and importance of photography for the protection and the knowledge of art between 1943 and 1944
  • Regine Schallert (Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte, Rom) – Photographs of the German „Kunstschutz“ in Italy: Two collections of the Bibliotheca Hertziana Rome (MPI)
  • [Intervention] Almut Goldhahn (Kunsthistorisches Institut – Max-Planck-Institut, Florenz) – Some war-time photographs by Hans Werner Schmidt found in the photo library of the Kunsthistorisches Institut in Florence
  • Ralf Peters (Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München) – The photo archives of the German Military “Kunstschutz” in Italy (1944-45). A partictular collection in the Zentralinstitut für Kunstgeschichte

V. Photographic Archives on the Web

  • Andreas Buchholz (Reconnaissance Collections, RCAHMS, Edinburgh) – The Aerial Reconnaissance Archives TARA in Edinburgh – An introduction to its collection and recently installed website
  • Angela Kailus (Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg) – Establishing a digital network of photo archives: The „Bildindex der Kunst und Architektur“. Present state and perspectives of project based development

  • Discussion: Perspectives and problems of developing a international network of photo archives
    Almut Goldhahn, The Florence Declaration. Recommendations for the preservation of analogue photo archives

Die Fotobestände des Vento

Zur Tagung I FONDI FOTOGRAFICI DEL VENETO, die vorgestern im F.A.S.T.-Foto Archivio Storico Trevigiano stattfand, gibt es eine Zusammenfassung auf der Liste s-fotografie: [S-fotografie] “I FONDI FOTOGRAFICI DEL VENETO“.

Vorgestellt wurden dort die Website zur den Bestände der Region, auf die ich hier schon einmal hingewiesen hatte: Guida ai Fondi fotografici storici del Veneto, die 2006 auch als gedruckte Übersicht erschienen sind.

Dann als Webangebot noch erwähnenswert die Seite des Photoclub la Gondola di Venezia Das sehr gepflegte Angebot beinhaltet neben den laufenden Aktivitäten auch das historische Archiv.

Neue Bilddatenbanken im Web: Bilder zur deutschen Geschichte und zum Ruhrgebiet

Im Clio-Digest via HSK waren einige Hinweise auf Bild- und Medienddatenbanken und auch über die Liste Geschichtskultur kam ein Link. Hie die neuen Angebote im Web:

Die Seite Wir waren so frei … Momentaufnahmen 1989/1990 (Deutschland) zeigt Filme und Fotos der Umbruchzeit 1989/1990. Betreiber der Seite sind die Bundeszentrale für politische Bildung und die Deutsche Kinemathek. Das Angebot lebt von den Bildern, die Nutzer hochladen. Neben knappen Bildunterschriften gibt es eine Verortung der Bilder über eine Google-Maps-Schnittstelle.

Das Fotoarchiv des RuhrMuseums macht die wichtigste Bildsammlung zum Ruhrgebiet online verfügbar. Die Datenbank erlaubt den Zugriff auf 730.000 Bilder. Das Archiv bewahrt geschlossene Negativbestände, wobei die kompletten Filmstreifen als Kontaktbögen ins Netz gestellt wurden. 4.000 Glasnegative und knapp 40.000 Kontaktbögen in die Datenbank eingebunden – das entspricht einer geschätzten Zahl von ca. 730.000 Einzelbildern der verschiedenen Formate. Über die erweiterte Recherche sind – ein wichtiges Plus des Webangebots – Indexlisten zu Themen, Schlagwort, Fotograf, Ort, Personen und einem Sachindex aufrufbar.

Faszination Orient – das Archiv zum Film

Die Zeit online weist auf eine interessante Filmdokumentation zum Archäologen Max von Oppenheim hin:
Max von Oppenheim und der Schatz der Aramäer.

Die Fotosammlung des Bankierssohn ist heute Teil des Hausarchiv des Bankhauses Sal. Oppenheim jr. & Cie. in Köln und über die archäologische Datenbank iDAI.images/Arachne zugänglich: Die Fotosammlung Max von Oppenheim. Um die Bilder in vernüftiger Auflösung betrachten zu können, bedarf es allerdings der Registrierung und Zulassung.

foto-ch

Unter der Adresse www.foto-ch.ch ist seit Frühjahr 2009 ein Onlinelexikon und Repertorium zur historischen Fotografie in der Schweiz online.

Das Projekt hat sich weniger die Dokumentation großer Fotografennamen, als vielmehr eine flächendeckende Dokumentation historischer Fotografie in der Schweiz zum Ziel gesetzt.

Das Projekt entwickelt das Angebot von fotoBE weiter. Das Lexikon von foto-ch weist derzeit 6.000 Schweizer Fotografen nach und soll in Zukunft auf 15.000 Personen anwachsen. Das Repertorium verzeichnet die öffentlich zugänglichen Fotobestände.

Einen ausführlichen Beitrag zum neuen Angebot hat der Rundbrief Fotografie (Vol. 16, 2009, Nr. 3, S. 22-26).

Kultur pool beta

Das neue österreichische Portal Kultur pool hat einiges an Fotobeständen. Insgesamt findet sie Suche „“ 18.942 Objekte.

Eine Übersicht über die beteiligten Institutionen findet man (etwas versteckt) unter „weitere Suchoptionen einblenden“. Allerdings war mir bei institutionenspezfischen Suchen wenig Erfolg beschieden…