United States Holocaust Memorial Museum (USHMM) – Photo-Archives

Elisabeth Angermair rezensiert in H-Soz-u-Kult das Webangebot mit der Bilddatenbank des United States Holocaust Memorial Museum:

„Der Hauptbestand umfasst derzeit etwa 80.000 historische Fotos, angefangen von Aufnahmen, die jüdisches Leben in Europa vor 1933 zeigen, bis zu Aufnahmen aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg, die sich mit dem Leben der Displaced Persons (DP), also der überlebenden Opfer, und mit der gerichtlichen Aufarbeitung der Verbrechen des Holocaust beschäftigen. Aus diesem Bestand sind 14.000 Fotos, also rund ein Sechstel, im Online-Katalog einsehbar. Eine weitere Bestandsgruppe erschließt Fotos vom Museum und seinem Programm (insgesamt 15.000, davon 700 online). Darüber hinaus stellt eine kleine Gruppe von Fotos in einer dritten Kategorie einzelne Sammlungsgegenstände vor.“

Vorbildcharakter hat in diesem Webabgebot meiner Meinung nach vor allem die Verbindung von Datenbank und redaktionellen Texten.

Das Diasec® Verfahren – Schäden, Stabilität, Konservierung und Restaurierung

Die als PDF vorliegende Arbeit von Sabine Zorn setzt sich mit dem patentierten Diasec® Verfahren sowie verwandten „Diasec“-Verfahren auseinander.

Beim Diasec® Verfahren werden großformatige (Farb-) Fotografien bzw. Inkjet Ausdrucke bildseitig dauerhaft mit einem transparenten Trägermaterial (Acrylglas u.a.) verbunden werden. Neber der Geschichte und die Technologie des Verfahrens, wird auf häufige Schäden an „Diasec“, auf deren Ursachen und auf das Lichtalterungs-verhalten bzw. die Langzeitstabilität des Verfahrens eingegangen. Des weiteren werden einige Möglichkeiten zur Behandlung von Schäden getestet und die wichtigen Punkte im Umgang mit „Diasec“ diskutiert.

Der anhaltenden Kritik an der Stabilität von Diasec® begegnet die Firma Grieger mit dem Hinweis auf ein neues Gutachem vom 13.05.2005.

weitere Informationen bei

Bilder. Ein (neues) Leitmedium?

Bilder haben Konjunktur: Technisch-apparative Erfindungen wie die Fotografie haben dazu beigetragen, dass Bilder in der westlichen Welt eine erstaunliche Erfolgsgeschichte aufweisen können und andere Medien wie die Schrift langsam zu verdrängen scheinen. Die aktuellen Visualisierungstendenzen werden jedoch nicht nur positiv aufgenommen, sondern lösen ebenso auch Besorgnis aus. Mit der Frage „Bilder. Ein (neues) Leitmedium?“ befasst sich eine Vorlesungsreihe an der Universität Göttingen, zu der das Zentrum für komparatistische Studien im Wintersemester 2005/2006 einlädt. Die Reihe wird am 20. Oktober 2005 eröffnet.

Vorlesungsreihe
Georg-August-Universität Göttingen
Zentrum für komparatistische Studien
Käte-Hamburger-Weg 3, 37073 Göttingen

gefunden in www.uni-protokolle.de

Münstersche Kriegschronik online

Das Stadtarchiv Münster hat jetzt einen Teil aus dem Bildbestand der Kriegschronik (1939-1945) online zugänglich gemacht. Die Bilder werden dem Benutzer thematisch strukturiert zur Verfügung gestellt. Die gesamt Chronik dieser Jahre ist ungewöhnlich umfangreich und umfasst über 8.500 Fotografien.

Ergänzend und erläuternd stehen Zitate aus der Kriegschronik neben den Bildern. Sehenswert, wenn auch leider nicht komplett online.

Kriegschronik – Münster im Zweiten Weltkrieg

nützlich – süß – museal. Das fotografierte Tier

Seit ihrer Erfindung haben Fotografen und Fotografinnen das Tier kontinuierlich beobachtet und abgebildet: als repräsentativen Besitz und Züchtungserfolg, als Trophäe erfolgreicher Expeditionen und Jagden, als ’treuen Freund’ und ’Arbeitsgerät’ des Menschen, als naturwissenschaftlichen Untersuchungsgegenstand und als Kunstobjekt.

Resüme dieser Geschichte ist die Ausstellung nützlich – süß – museal, die das Museum-Folkwang der Tierfotografie widment. Die Auswahl der mehr als 300 Exponate umfasst u. a Daguerreotypien und frühe fototechnische Versuche, das Tier in Bewegung zu zeigen, Aufnahmen von Großwildjagden und Fotosafaris, Amateurfotografien und zu wissenschaftlichen oder zu Zuchtzwecken hergestellte Bilder, außerdem Beispiele des Bildjournalismus und der Autorenfotografie sowie Installationen und Projektionen zeitgenössischer Künstler.

Neben Fotografien aus dem Bestand der Fotografischen Sammlung im Museum Folkwang versammelt die Ausstellung zahlreiche Leihgaben von Fotomuseen, öffentlichen und privaten Sammlungen, naturhistorischen Museen, Universitätsarchiven sowie den Archiven von Zoologischen Gärten in Deutschland, Europa und Nordamerika.

nützlich – süß – museal. Das fotografierte Tier
Museum Folkwang, Obere Galerie
22. Oktober 2005 – 15. Januar 2006

gefunden im Fotografie-Forum

Die Erinnerung an das Jahr 1945 – Pressebildarchive und kommerzielle Agenturen

Neben den staatlichen und öffentlichen Archiven sind es die alten Pressearchive, die Fotobestände zum Jahr 1945 besitzen. Der folgende Überblick (unvollständig) als Einstieg:

An erster Stelle ist natürlich an die großen, Getty und Corbis, zu denken, in deren Beständen zahlreiche Pressearchive aufgegangen sind.

In Deutschland ist das Archiv des Ullstein-Verlags zu nennen, das gut online zu durchsuchen ist, auch wenn hier wiederum nur ein Ausschnitt des Gesamtbestandes digital vorliegt. Weitere kleine Sammlungen: Interfoto, kpa photo archive.

Gute Recherchen kann man über Mirrorpix in den Pressebildarchiven von Daily Mirror, Sundy Mirror, The People, Racing Post, Daily Record und Sunday Mail machen.

Die Archive von Time und Life sind über die Seite Time & Life Pictures zu recherchieren.

Weitere kleinere Bestände bei IPNStock (Independent Photography Network), The Image Works, Retrofile, Picture-Alliance und Mary Evans Picture Library.

Auferstehung einer verlorenen Welt

… titelt die FAZ heute (06.10.05) in ihrer gedruckten Ausgabe. Dieter Bartetzko setzt sich kritisch mit den Möglichkeiten des sog. „Führererlass“, einer der größten Fotokampagnen der Geschichte, auseinander. Zwischen 1943 und 1945 waren die vom Krieg bedrohten Decken- und Wandbilder im damaligen Reichsgebiet auf Farbdiafilm dokumentiert worden.

Auf die Tagung zum „Führererlass“ am 21. und 22. Oktober in München hatte ich bereits hingewiesen. Dann wird der Bestand auch im Internet verfügbar sein.

Virtuelle Fotoausstellungen – die BNF

Als besonders moderne und interessante Fotoausstellungen im Web möchte ich die Seite der Bibliothèque nationale de France erwähnen (Galerie de photographie), auf der in den letzten Jahren mehrere Projekte erstellt wurden:

Schaulust. Sehmaschinen, optische Theater & andere Spektakel

Ab dem 26. Oktober wird im Altonaer Museum in Hamburg die Ausstellung Schaulust. Sehmaschinen, optische Theater & andere Spektakel zu sehen sein.

Gezeigt werden Objekte von der Camera Obscura über Guckkastenbilder, von Panoramen über Daumenkinos bis hin zu trickreichen Vexierbildern und modernen Sehmaschinen aus der Sammlung Werner Nekes.

Altonaer Museum in Hamburg
– Norddeutsches Landesmuseum
Museumstraße 23
22765 Hamburg
26. Oktober 2005 – 01. April 2006

Reisefotografie vor der Fotografie: Dioramen aus Schlesien und Böhmen

Optische Effekte dienten zu Anfang des 19. Jahrhunderts als beliebter Zeitvertreib. Schon vor der Erfindung der Fotografie experimentierte man mit Licht und Schatten oder perspektivischen Tricks, um Motive besonders einprägsam darzustellen.

Eine Ausstellung des Oberschlesischen Landesmuseums in Ratingen zeigt jetzt Dioramen mit beliebten touristischen Reisezielen in Böhmen und Schlesien. Die Hersteller schufen diese Kastenbilder nicht als Naturabbilder, sondern wählten Grafiken als Vorbild.

Die miniaturhaften realitätsgetreuen Landschaften waren beliebte Mitbringsel vergangener Tage. Sie reflektieren das Interesse im 19. Jahrhundert an optischen Phänomenen, den aufkommenden Tourismus und das Vergnügen einer sentimentalen Erinnerungs- und Andenkenkultur der Biedermeierzeit.

Eine Ausstellung des Altonaer Museums in Hamburg
– Norddeutsches Landesmuseum
2. Oktober – 27. November 2005
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstr. 62
40883 Ratingen
Ausstellungsinfos

Robert Frank – Storylines

Die Fotostiftung Schweiz in Winterthur zeigt derzeit eine Ausstellung mit Arbeiten von Robert Frank.

Frank erhielt seine Ausbildung zum Fotografen in verschiedenen Schweizer Fotoateliers, 1947 emigrierte er nach New York. Mit sich nahm er sein erstes Fotobuch, das den Art Director von Harper’s Bazaar so beeindruckte, dass er ihm einen Job als Studiofotografen offerierte. Robert Frank bereiste anschliessend bis Mitte der 1950er Jahre Südamerika, Europa und die USA, und entwickelte dabei seinen eigenen, einzigartigen Stil, der die Sprache der Nachkriegsfotografie nachhaltig veränderte. 1951 porträtierte er die Stadt London in der grossen Spannung zwischen Armut und Reichtum nach dem 2. Weltkrieg. 1953 arbeitete er in Caerau in Wales, wo er eine Fotogeschichte über ein Bergwerksdorf, speziell über den Bergarbeiter Ben James und seine Familie entwarf.

Robert Frank – Storylines
Fotostiftung Schweiz, Winterthur
3. September bis 20. November 2005

Evelyn Richter – die Dokumentation des Alltags

Evelyn Richter gehörte zu den bedeutendsten sozialdokumentarischen Fotografinnen der DDR. Anlässlich ihres 75. Geburtstags zeigt das Museum der bildenden Künste in Leipzig unter dem Titel „Rückblick – Konzepte – Fragmente“ eine große Werkschau mit Fotografien aus fünf Jahrzehnten.

schreibt der MDR

EVELYN RICHTER
Rückblick, Konzepte, Fragmente
Museum der Bildenden Künste, Leipzig
18. September bis 20. November 2005

Barbara Klemm: Künstlerporträts

Ihr Archiv umfasst über eine Millionen Negative. Es sind Reportageaufnahmen darunter, Landschaftsstudien, Künstlerporträts. Barbara Klemm hat die großen Kulturereignisse der deutschen Geschichte festgehalten, aber auch den Alltag der Menschen in Mexiko oder Amerika, schreibt die Berliner Zeitung.

Jetzt sind eine Reihe von Künstlerporträts der Fotografin in Hamburg zu sehen.

Barbara Klemm: Künstlerportraits 1968 – 2004
21. September 2005 – 8. Januar 2006

Deichtorhallen Hamburg
Haus der Photographie
Aktuelle Kunst
Deichtorstr. 1-2
D-20095 Hamburg
Ausstellungsseite

gefunden im Fotografie-Forum