Open Source im kommerziellen Einsatz

Hier ein schönes Beispiel für den komerziellen Einsatz von Open Source Software, die es vor allem kleinen Firmen ermöglicht, teuer Lizenzen zu umgehen, und damit doch zu einer sehr skalierbaren Projektgröße zu gelangen.

Die Agentur istockphoto.com ging im Februar 2000 mit ihren Bildern online. Die Basis war ein einziger Server mit einer Access-Datenbank. Der Traffic auf der Seite war sehr gering. Um mehr Nutzer auf die Seite zu bringen setzte man mit einer LAMP-Infrastruktur (Linux, Apache, MySQL, PHP) auf eine skalierbarere Open-Source-Lösung. Kommerzielle Lösungen wie Oracle blieben aufgrund ihrer hohen Lizenzen ganz außen vor.

Heute betreibt istockphoto.com 12 Cluster mit jeweils acht CPUs. Jeden Tag verkauft und vertreibt die Firma 45 Gigabite an Bildern und setzt dabei mehr als 7 Millionen Dollar im Jahr um.

vgl. NewsForge | MySQL addresses istockphoto’s enterprise needs

Deutschsprachige Wikipedia startet Bilderwettbewerb

Am 1. Juni startet die deutschsprachige Wikipedia ihren ersten Bilderwettbewerb. Neben dem Spaß für alle Beteiligten soll die Aktion vor allem die Bilderqualität in der Wikipedia verbessern.

Bilder werden in verschiedenen Kategorien nominiert: Personen (Porträt, städtisches Leben, Akt), Natur (Pflanzen, Tiere, Landschaften), Technik (Gegenstände, Maschinen, Fahrzeuge), Architektur (markante und wichtige Bauwerke, Neubauten der letzten Zeit, Schlösser, Statuen), Grafik (Grafiken, Diagramme, Karten, auch in Verbindung mit Fotos, Animationen), Bildbearbeitung (Verfremdungen, Bildmontagen, Restaurierung und Retusche von PD-alt-Bildern) sowie für einen Sonderpreis (besonders innovative, enzyklopädisch wertvolle oder sonstwie hervorstechende Leistung). Außerdem wird ein Zuschauerpreis vergeben.

Teilnahmeberechtigt sind Bilder, die zwischen dem 1. Juni und 31. Juli 2006 in die Wikipedia hochgeladen werden, der eigentliche Wettbewerb startet am 1. Juli.

Die Wettbewerbsregeln finden sich auf:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Bilderwettbewerb

via Newsletter Fotografie

Vom Farbdiaarchiv zu Online-Datenbank – „Führerauftrag Monumentalmalerei“

Zum Online Angebot des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München, dem Farbdiaarchiv Mitteleuropäische Wand- und Deckenmalerei ist ein Artikel von Stephan Klingen in Aviso – Zeitschrift für Wissenschaft & Kunst in Bayern – erschienen.

Der Aufsatz beschreibt ausführlich Entstehung und Durchführung dieser ersten großen Fotodokumentation in Farbe. Von 1943 bis zur endgültigen Niederlage hielten Fotografen und Propagandaministerium an dieser Dokumentation fest und fotografierten bis die Bomben fielen, noch am 12. April 1945 gingen Bilder beim Ministerium ein.

Die Farbdias selbst wurden in den letzten Kriegstagen und -wochen in Sicherungsdepots verbracht und anschließend auf verschiedene Einrichtungen zerstreut, bevor sie im Webangebot wieder zusammengeführt werden konnten. Die Digitalisierung der Dias sichert die vom Farbverfall bedrohten Aufnahmen.

via Archivalia

Time and Again

Der Fotograf Peter Feldstein hat 1984 die Menschen im dem kleinen Ort Oxford in Iowa fotografiert. Er bat die Leute sich so zurecht zu machen, wie sie es für einen Samstag Nachmittag täten. Dann kam er im vergangenen Jahr zurück und fotografierte dieselben Personen noch einmal.

Das Projekt Time and Again ein eine fotografisch herausragende Sozialdokumentation der Menschen auf dem Lande.

World War One Color Photos

Die Seite World War One Color Photos hat eine Zusammenstellung von Farbfotografien des Ersten Weltkriegs, die aus der Sammlung der Bibliotèque nationale de France stammen, und die der Autor über Gallica zusammengetragen hat.

Das Autochrome Farbverfahren war 1903 von den Brüdern Lumière erfunden und 1907 zum Patent angemeldet worden.

ein Tipp von Ehrensenf

Leider sind die Bilder in der Datenbank der BnF nicht mehr zu finden. Nach längerem Recherchieren kommt mir der Verdacht, dass sie mit juristischen Argumenten gestrichen worden sind, jedenfalls heisst es auf der Seite FAQ:

Pourquoi ne trouve-t-on pas plus de documents d’auteurs du XXe siècle ?
La BnF se doit évidemment de respecter la législation en vigueur concernant la protection de la propriété intellectuelle. Il lui est donc impossible de proposer des documents non libres de droit, ce qui élimine schématiquement toute édition postérieure à la première guerre mondiale. Les quelques exceptions à cette règle de base concernent des documents ayant pu faire l’objet d’un accord spécifique entre l’ayant droit et la BnF.

Womit der Wissenschaft mal wieder ein echter Bärendiest erwiesen worden wäre. Und das alles für ein paar schlechte Popsongs.

Meine Fotos, deine Fotos, unsere Fotos….

Anja Martin berichtet im aktuellen Heft von foto MAGAZIN (Nr. 6, Mai 2006) über den boomenden Markt der Fotoportale und Fotoblogs.
Auch wenn die handwerkliche Qualität sich nicht immer mit den Profis messen kann, setzen Flickr und Co. doch zunehmend Trends. Allein auf www.photoblogs.org sind derzeit 17.000 Fotoblogs in über 100 Ländern verzeichnet.

Ihre Highlights:

Google Earthquake: Visualisierung des Bebens von 1906 ist online

Wie heise online gestern berichtete, hat die geologische Abteilung des US-Innenministeriums (U.S. Geological Survey, USGS) anlässlich des naherückenden 100. Jahrestags des Erdbebens in und um San Francisco eine aufwendige virtuelle Erdbebentour ins Web gestellt.

Die Präsentation bedient sich der Technik von Google Earth. Um die historischen Fotografien der Bancroft Library in ihrem geografischen Kontext navigieren zu können, muss auf dem Rechner Google Earth installiert sein.

Das Erdbeben von San Francisco

Das Erdbeben, das am 18. April 1906 die Stadt San Francisco heimsuchte, war eine der erste Naturkatastrophen, die fotografisch umfassend dokumentiert wurden.

Über 15.000 Aufnahmen, die die Zerstörungen verschiedener Erdbeben dokumentieren, befinden sich heute in der Karl V. Steinbrugge Collection des National Information Service for Earthquake Engineering (NISEE) an der University of California in Berkeley. Die Sammlung ist digitalisiert und online zugänglich.

Das dort recherchierbare Material zum Erdbeben von San Francisco ist zu einem guten Teil anonymes Material. Dokumentierte Fotografen sind: Arnold Genthe (vgl. die Sammlung Genthe bei der LoC), Doc Rogers, Walter L. Huber (vgl. die Huber Collection der University of Berkeley) und John Casper Branner.

via BAPLA News