Aspekte der zeitgenössischen Fotografie

Das Wolfsberg Arts Forum veranstaltet im Herbst eine Tagung zum Thema Aspekte der zeitgenössichen Fotografie. Die Tagung richtet sich an Kunst- und Kulturinteressierte sowie Sammler.
Besonderes Augemerk gilt dabei auch der Zwitterrolle der Fotografie zwischen Information/Dokumentation und Kunst. Aus dem Bereich der Bildarchive spricht David Laidler von Getty Images, New York.

Wolfsberg Arts Forum
7.-8. November 2005

Programm als PDF

Ende einer Ära?

Die Beschaffung von Fotomaterialien für analoges Fotografieren dürfte in Zukunft nicht leichter werden:
Nachdem Agfa insolvent ist, hat nun auch Kodak angekündigt, kein s/w-Fotoapapier mehr herzustellen (Filme und Chemie wird es aber noch weiter geben). Immerhin gab es eine weitere positive Nachricht, dass Ilford – im August 2004 hatte das Unternehmen Insolvenz angemeldet – durch einen Management Buy Out gerettet werden konnte.

RAW als Windows-Standard

Microsoft will in seinem angekündigten Betriebssystem Longhorn auch RAW-Formate unterstützen und arbeitet dazu mit Canon, Nikon und Fuji, sowie dem Softwarhersteller Adobe zusammen. Letzterer hatte mit dem Format DNG versucht, im Tauziehen um das RAW-Format von Bildern einen Standard zu setzen. Einem Standard im Sinne von OPEN RAW, wird man mit der jüngsten Entwicklung vermutlich aber nicht näher kommen.

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Emulieren, Migrieren, Normieren

Ein Hinweis aus Demuseum, die Tagung zum Thema Langzeitarchivierung in Archiven, Bibliotheken und Museen. Der Ansatz, dieses Problem für Institutionen unterschiedlichen Charakters anzugehen, ist schon deshalb gewinnbringend, weil sich Langzeitarchivierung allzu häufig nur auf Ausschnitte der tatsächlich vorhandenen Daten erstreckt. Letztendlich sind nicht nur Bildfiles zu archivieren, sondern ebenso die Inhalte von Datenbanken und Textdokumenten.

Workshop des Bibliotheksservice-Zentrums Baden-Württemberg
Württembergisches Landesmuseum Stuttgart
4. Juli 2005
10.30 – 17.00 Uhr

Nochmal: Open Raw

Ein weiterer Artikel zur Frage eines offenen Standards für das Raw-Format von Bildern von Michael Reichmann und Jürgen Specht. Streckenweise durchaus scharf formuliert (zurecht). Aus der Perspektive der Bildarchive ist dies ein drängendes Problem.

1945 – im Blick der Fotografie

Anlässlich der deutschen Kapitulation vor 60 Jahren gibt es eine Reihe von Fotoausstellungen, die sich mit dem Jahr 1945 befassen.
Aus regionalem wie auch internationalem Blickwinkel ist die Ausstellung des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte in Münster interessant, die an diesem Samstag eröffnet wird.

Zu sehen sind 320 Fotografien aus regionalen (westfälischen) und überregionalen Archiven, den großen alliierten Bildarchiven, sowie aus Museumsbesitz, die im Verlauf des Jahres 1945 entstanden sind und dabei ganz unterschiedliche Blickweisen auf die epochalen Ereignisse dieses Zeitabschnittes bieten.

Die Fotografie hat wie keine andere Bildgattung die Wahrnehmung und die Erinnerung an die Zeit von den letzten Kriegsmonaten bis zur Befreiung und zum Neuanfang geprägt.
Es geht um offizielle Bilder des Krieges, der Kapitulation und der Befreiung, aber auch um Fotos, die privat von Zeitzeugen aufgenommen wurden.

Das Jahr 1945 bedeutete nicht in allen Ländern eine zeitgleiche Zäsur. Die Französische Fotografen, wie Henri Cartier Bresson, Robert Doisneau oder Brassaï, reflektieren mit ihren stimmungsvollen Aufnahmen alltäglicher Situationen in Paris bereits die Abwesenheit des Krieges und zeigen die mit der Befreiung von der deutschen Besatzung 1944/1945 zurückgekehrte „Joie de vivre“.

Demgegenüber halten zur gleichen Zeit in den nördlichen Niederlanden die Fotografen der sogenannten „Versteckten Kamera“, wie Cas Oorthuys oder Charles Breijer, einen Hungerwinter fest, unter dem die Bevölkerung schwer zu leiden hatte.

22. Mai bis 11. September 2005
Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
in Kooperation mit dem Westfälischen Landesmedienzentrum
Domplatz 10
49149 Münster
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