Missing Links & Forschungslücken

… unter dem Titel veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) vom 6. bis 8. März ein Symposium in der Berlinischen Galerie.

www.dgph.de/startseite/deutsche-gesellschaft-fuer-photographie-veranstaltet-internationale-tagung-zum-175

Zum 175-jährigen Jubiläum der Photographie werden verschiedene Fragen aufgeworfen:
Wo liegen die weißen Flecken auf der Landkarte der Photographiegeschichte? Welches sind die einerseits heute dringend erscheinenden Desiderate und andererseits geeignete neue Ansätze, um der Photographieforschung neue Richtungen zu eröffnen? Welche Wendepunkte gab es in der 175-jährigen Geschichte der Photographie wirklich? Und wie ist der als so tiefgreifend empfundene Wandel des Mediums seit der Digitalisierung aus historischer Perspektive einzuordnen und zu bewerten? Wo gab und gibt es in der Geschichte des Mediums Photographie „Missing Links“, die Neuorientierungen, aber auch Sackgassen und „Fehlentwicklungen“ aufzeigen und erklären können?

Programm

Donnerstag, 6. März, ab 18:30 Uhr

Begrüßungen: Ulrich Domröse (Berlinische Galerie), Ditmar Schädel und Angela Matyssek (DGPh)

Freitag, 7. März, ab 9:30 Uhr

Begrüßung
Claude W. Sui, Internationales Forum für Fotografie, ReissEngelhorn-Museen, Mannheim:
Pioniere der Photogeschichte. Helmut und Alison Gernsheim

Klaus Honnef, freier Kurator, Bonn, Kulturpreisträger der DGPh 2011:
Deutsche Photographie – der vertriebene (und vergessene) Teil

Urs Stahel, freier Kurator, Zürich:
2D in 3D. Über das Ausstellen von Photographien

Michael Biedowicz, Magazin der Wochenzeitung Die Zeit, Berlin:
Die Wa(h)re Photographie – über die Arbeit mit Bildern im Journalismus

Mogens S. Koch, Konservatorskolen Kopenhagen, Kulturpreisträger
der DGPh 2003:
Vom Handwerk zur Wissenschaft. Entwicklung der Konservierung-Restaurierung von photographischen Materialien

Podiumsdiskussion
Photographie als Handels- und Sammelgut:
Ulrich Domröse (Berlinische Galerie), Robert Morat (Robert Morat Galerie, Hamburg/ Berlin), Simone Klein (Sotheby’s, Paris), Wilhelm Schürmann (Sammler, Herzogenrath) Moderation: Christiane Stahl (DGPh)

Verleihung des Kulturpreises 2014 der DGPh an Gottfried Jäger
Laudatio: Bernd Stiegler, Universität Konstanz

Samstag, 8. März, ab 9:30 Uhr

Begrüßung
Harun Badakhshi, Charité und Humboldt-Universität zu Berlin:
Der Körper und seine Bilder. Photographie als Wissensproduktion in der klinischen Medizin

Guido Hofmeyer, Felix Schoeller Group, Osnabrück:
tba

Kai-Uwe Wärner, Deutsche Presse Agentur, Frankfurt am Main:
Dixel’n statt Printen. Der Anfang vom Ende der analogen Photographie

Florian Kaps, Impossible, Berlin:
Das unmögliche Sofortbild

Tagungsende ca. 13:30 Uhr

Tagungsgebühren
Studenten komplett frei (bitte Nachweis erbringen)
1 Tag: 25 € für Mitglieder, 40 € für Gäste
2 Tage: 45 € für Mitglieder, 75 € für Gäste
Donnerstagabend frei
Kulturpreisverleihung am Freitagabend frei
Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle der DGPh bis Freitag, den 28. Februar
2014 online oder unter dgph@dgph.de (Mail) oder 0221 / 92 32 069 (Tel.)
entgegen.

via Pressemitteilung
Anmeldung hier

Getty Publications

Ein Hinweis aus der Liste photohist:
Das Getty Institute hat eine Reihe seiner älteren Publikationen online, darunter einige zum Thema Fotografie:
www.getty.edu/publications/virtuallibrary

u.a.

Antiquity and Photography: Early Views of Ancient Mediterranean Sites
Claire L. Lyons, John K. Papadopoulos, Lindsey S. Stewart, and Andrew Szegedy-Maszak, 2005

Cellulose Nitrate in Conservation
Charles Selwitz, 1988

Introduction to Imaging
Howard Besser. Revision edited by Sally Hubbard with Deborah Lenert, 2003

Roger Fenton: Pasha and Bayadère
Gordon Baldwin, 1996

Duesseldorf Photo Weekend 2014

Vom 31. Januar bis zum 2. Februar findet zum dritten Mal das große Wochenende der Fotografie in Düsseldorf statt:

www.duesseldorfphotoweekend.de

Es gibt Ausstellungen und Veranstaltungen in mehr als 24 Galerien, Museen und Institutionen. Das Wochenende wird am 30. Januar mit der Ausstellung “Heimat” im NRW-Forum eröffnet, der Film “The Man Who Invented Himself” über Duane Michals ist am Samstag zu sehen. Freitag Abend ab 22 Uhr wird DJ Rusty Egans von der Band The Rich Kids auflegen.

Altes Handwerk

Ein Buch zu alten Handwerksberufen hat jetzt das Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz vorgelegt.
Das Archiv verwaltet über 12 Millionen Aufnahmen. Die publizierten Aufnahmen stammen vielfach aus den 1920er und 1930er Jahren aus den Nachlässen von Willy Römer und Friedrich Seidenstücker.

Altes Handwerk – Vom Verschwinden der Arbeit
Michaela Vieser (Hrsg.)
Edition Braus, 2013
150 Abbildungen in Duotone, 160 Seiten, Hardcover, 39,95 EUR, ISBN 9783862280728

via Spiegel online
Fotos

Fotografien in Robert Scott’s Hütte entdeckt

Im Scotts Terra-Nova-Hütte am Kap Evans sind über einhundert Jahre alte Fotografien aufgetaucht, die der New Zealand’s Antarctic Heritage Trust nun konserviert hat.
Die 22 Aufnahmen wurden in Herbert Pontings Dunkelkammer gefunden – dem unter Scott tätigen Fotografen. Die Aufnahmen stammen von Ernest Shackletons sog. Ross Sea Party, die die Hütte später nutzte.

Infos zu den Bildern:
Antarctic Heritage Trust

via British photographic history

Weitere Infos:
Wikipedia: Herbert Poiting
Wikipedia: Ernest Shackelton
Wikipedia: Ross Sea Party
Antarctic Heritage Trust: Robert Falcon Scott’s Hut, Cape Evans

1839-2014: 175 Years of Photography

Den 175. Geburtstag zu feiern hat sich eine Gruppe auf Facebook vorgenommen:
The Birth of Photography

via British photographic history

Käthe Augstein in Berlin

Der Pressefotografin Käthe Augstein ist eine Ausstellung in Berlin gewidemt, die noch zum bis zum 9. Februar 2014 in Berlin-Charlottenburg zu besuchen ist:
www.dasverborgenemuseum.de

Die gebürtige Bonnerin Käthe Augenstein gehört heute zu den wenigen erfolgreichen Pressefotografinnen der Weimarer Republik. Am Lette-Verein in Berlin schloss sie eine Fotografie-Ausbildung ab, woraufhin Sie 1929 eine Anstellung in der kreativen und für eine kooperative Atmosphäre bekannten Berliner Agentur “Dephot” antrat. Kultur- und Sozialthemen gehörten zu Ihrem Spezialgebiet, Atelierbesuche und Porträts von Künstlerinnen und Künstlern – u.a. von Max Liebermann, Renée Sintenis, Milly Steger, Otto Dix – waren deshalb häufige Auftragsarbeiten. Abgedruckt wurden diese in zeitgenössischen Magazinen und Tageszeitungen, wie z.B. der Berliner Illustrierten Zeitung (BIZ).

Nach der insolvenzbedingten Schließung der “Dephot” im Jahr 1933 hielt sich Käthe Augenstein mit diversen Auftragsarbeiten über Wasser, bis sie 1937 im “Deutschen Verlag”, dem enteigneten und “arisierten” Ullstein-Verlag, eine Anstellung im Fotoatelier unter Elsbeth Heddenhausen erhielt. Neben der Ateliertätigkeit gehörten Fotoreisen und die Entwicklung von Farbnegativen zu ihren Aufgaben. In den letzten Kriegstagen 1945 brannte ihre Berliner Atelierwohnung aus. Die gesamte Kameraausrüstung sowie ein Großteil ihrer Fotografien gingen unwiederbringlich verloren.

Mit dem Kriegsende stand für Käthe Augenstein der Entschluss fest, in die Bonner Heimat zurückzukehren. Sie eröffnete ein eigenes Fotoatelier und war insbesondere als Chronistin und Porträtistin der rheinländischen Kunst- und Kulturszene gefragt.

1981 starb Käthe Augenstein, 15 Jahre später hat das Stadtarchiv Bonn ihre Fotografien erworben. Seit Oktober vergangenen Jahres sind diese nun das erste Mal in einer Berliner Ausstellung zu sehen. In Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Bonn zeigt Das Verborgene Museum ca. 70 Vintage-Prints.

Rundbrief Fotografie Vol. 20, No. 4 / N.F. 80, Dezember 2013

Die Dezember-Ausgabe 2013 des “Rundbrief Fotografie” ist erschienen.
Unter www.rundbrief-fotografie.de/nf80.htm sind der Index, die Abstracts und Links online eingestellt.

EDITORIAL
Wolfgang Jaworek: Des Verlegers Dank und Wünsche

EIN BILD
Tim Otto Roth, Richard Hook, Alison Doane: Das Mißtrauen gegenüber der Farbe im Bild – Zur späten Ankunft der Farbenfotografie in der Astronomie

EIN GANZ BESONDERES BILD
Wolfgang Hesse, Klaus Pollmeier, Wolfgang Seidel: Blick zurück nach vorn

MEDIENGESCHICHTE
Dorothea Peters: „… der erste Vertreter eines neuen Typs …” – Zur Bild- und Buchproduktion des Bruckmann-Verlags in München 1858-1945 – Teil II: 1918-1945

KONSERVIERUNG & RESTAURIERUNG
Andreas Weisser: Digitale Speicher – Langzeitarchivierung audiovisueller Inhalte. Ein Überblick

FOTORECHT
Initiative: „Medium Film nutzen”

ARCHIVE & SAMMLUNGEN
Jürg Schneider, Rosario Mazuela Coll: Pressefotografie in Kamerun – Erschließung, Digitalisierung und Konservierung des staatlichen Fotoarchivs7

FOTORECHT
Thomas Dreier: Kurzgutachten: Zitatrecht

LITERATUR
Rezensionen

Hesse, Wolfgang: Körper und Zeichen. Arbeiterfotografien aus Dohna, Heidenau und Johanngeorgenstadt 1932/33. Dresden: Thelem, 2012 (Bausteine aus dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, Bd. 24). ISBN 978-3-942411-70-7. (Wolfgang Jaworek)

Buschmann, Renate; und Caianiello, Tiziana (Hg.): Medienkunst Installationen. Erhaltung und Präsentation. Konkretionen des Flüchtigen. – Media Art Installations. Preservation and Presentation. Materializing the Ephemeral. Berlin: Dietrich Reimer, 2013. ISBN 9- 783496-014638. (Rolf Sachsse)

Mathys, Nora; Leimgruber, Walter; und Voellmin, Andrea (Hg.): Über den Wert der Fotografie. Zu wissenschaftlichen Kriterien für die Bewahrung von Fotosammlungen. Baden/Schweiz: hier + jetzt, 2013. ISBN 978-3-03919-277-9. (Kurt Deggeller)

Stumpp, Gerhard: Die Ansichtskartenherstellung in der Kunstanstalt Carl Garte Leipzig. Leipzig: Passage-Verlag, 2012. ISBN 978-3-95415-000-7. (Stephan Sagurna)

Terminkalender: www.rundbrief-fotografie.de/kal02.htm

www.rundbrief-fotografie.de

Papers of W H F Talbot

Die Notizbücher des Pioniers der Fotografie sind jetzt im Katalog der British Libary recherchierbar.
Die Navigation im System der British Library ist etwas gewöhnungsbedürftig, entscheidend ist die Navigation rechts mit dem “see contents”-Link.

The Papers of William Fox Talbot (1800-1877)

Die Papiere Talbots sind bibliothekarisch detailliert erschlossen, einen Volltext oder Digitalisate gibt es nicht.
via
British photographic history
http://britishphotohistory.ning.com/profiles/blogs/british-library-s-papers-of-william-henry-fox-talbot-now

In diesem Zusammenhang sei noch auf das Projekt der University of Glasgow verwiesen, das die transkribierten Briefe Talbots umfasst:
The Correspondence of William Henry Fox Talbot

Hermann Landshoff

Das Münchner Stadtmuseum hat im Frühjahr 2012 den vollständige Nachlass des deutsch-amerikanischen Fotografen Hermann Landshoff (1905-1986) mit 3.600 Originalabzügen aus dem Zeitraum von 1927 bis 1970 übernommen.

Das Museum hat dem Fotografen nur eine Retrospektive gewidment:

Hermann Landshoff – Eine Retrospektive
Photographien 1930-1970
29. November 2013 – 21. April 2014
>>> Ausstellungsseite

Visual History

Das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, das Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig, das Herder-Institut in Marburg und das Deutschen Museums in München unterhalten die Plattform

Visual History
Online-Nachschlagewerk für die historische Bildforschung

Zeitschrift Fotogeschichte Heft 130, Jg. 33: Der Weltkrieg der Bilder 1914-1918

Das neue Heft der Fotogeschichte befasst sich mit dem Ersten Weltkrieg:

DER WELTKRIEG DER BILDER

Fotoreportage und Kriegspropaganda in der illustrierten Presse 1914-11918

Die illustrierte Presse war zwischen 1914 und 1918 – neben dem Film, dem Plakat, der Karikatur etc. – das bei weitem wichtigste Bildmassenmedium, das auch in der Kriegspropaganda eine zentrale Rolle spielte. Die bisherige Fotoforschung hat sich erstaunlicherweise kaum mit dem Thema beschäftigt.

Der international renommierte Fotohistoriker Ulrich Keller hat in jahrelanger Recherchearbeit die Geschichte, Produktion und Funktionsweise der medialen Bildberichterstattung im Ersten Weltkrieg analysiert. In diesem umfangreichen Themenheft (112 Seiten) stellt er erstmals die Quintessenz seiner Forschungen vor.

BEITRÄGE

Ulrich Keller: Der Weltkrieg der Bilder. Organisation, Zensur und Ästhetik der Bildreportage 1914–1918

Ulrich Keller: Verdun, 1916. Die Schlacht der Bildreportagen

Debatte

Detlef Zille: Heinrich Zille und die Fotografie. Die zweifelhafte Zuschreibung von Fotografien

Pay Matthis Karstens: „[…] trotzdem ich das Haus photogr. wollte […]“. Unbekannte und unbeachtete Belege der fotografischen Tätigkeit Heinrich Zilles

REZENSIONEN

Lucia Halder: Gerhard Paul: BilderMACHT. Studien zur Visual History des 20. und 21. Jahrhunderts, Göttingen: Wallstein, 2013

Anton Holzer: Maren Gröning, Ulrike Matzer (Hg.): Josef Maria Eder: Photographie als Wissenschaft. Positionen um 1900; Reihe Photogramme, hg. von Bernd Stiegler, München: Wilhelm Fink Verlag, 2013

FORSCHUNG

Isa Wortelkamp, Tessa Jahn, Eike Wittrock: Bilder von Bewegung – Tanzfotografie 1900–1920

Benedikt Burkart: Wissenschaft und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Ausstellungsprojekt im historischen museum frankfurt

Fotogeschichte
Beiträge zur Geschichte und Ästhetik der Fotografie
www.fotogeschichte.info

Media Art Histories Conference

die nächse MEDIA ART HISTORIES Conference wird im November 2015 in Montreal stattfinden:

http://www.mediaarthistory.org/

British Library stellt über eine Million gemeinfreie Bilder in Netz

Heise online hat gestern über dieses Projekt bereichtet:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/British-Library-stellt-ueber-eine-Million-gemeinfreie-Bilder-in-Netz-2066464.html

Die Bilder stellt die Bibliothek über Flickr zur Verfügung:
http://www.flickr.com/photos/britishlibrary

Die Bilder stammen aus der Digitalisierung von Büchern des 17., 18. und 19. Jahrhunderts, die Microsoft für die Bibliothek digitalisiert hat.

Mir gefällt die Bereitstellung großer Mengen Material unter CC-Lizenzen und ohne Restriktionen. Allerdings sind die Suchmöglichkeiten in Flickr doch eher gewöhnungsbedürftig.

Der Bildbestand scheint nicht identisch mit dem Material zu sein, das die Bibliothek über ihre Bildsuche zur Verfügung stellt:
https://imagesonline.bl.uk/?service=page&action=show_home_page&language=en
Jedenfalls habe ich zwei Stichproben gemacht und das Flickr-Material dort nicht gefunden.

Wir würde es besser gefallen man hätte eine ordentliche Suche unter eigenem Dach, hälte die verschiedenen Lizenzen in der eigenen Datenbank nach, bzw. erlaubt dem Nutzer gezielte Recherchen nach freien Lizenzen.

Ob die Crowd wie geplant eine sinnvolle Klassifizierung zu den Bildern liefert, bleibt noch abzuwarten.

weiter:
Mitteilung der Bibliothek

Bilddokumentation und Bildermarkt

Der Verein für Medieninformation und Mediendokumentation hat einen Hinweis auf das aktuelle Veranstaltungsprogramm geschickt.

http://www.vfm-online.de/seminare/termine.shtml

Für den Bildbereich interesannt:
Voll im Bild – Bilddokumentation und Bildermarkt
11. – 13.03.2014
Haus der Geschichte in Bonn
http://www.vfm-online.de/seminare/2014/bilddokumentation_konzept.shtml

journal of visual culture: The Archives Issue

Dem Thema Archive widmet sich die aktuelle Dezember-Ausgabe des journal of visual culture. Leider allerdings hinter einer Paywall.

http://vcu.sagepub.com/content/12/3.toc

gefunden bei s-fotografie

Missing Links & Forschungslücken

… lautet der Titel einer Tagung der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh).

Missing Links & Forschungslücken
Internationale interdisziplinäre Tagung zum 175-jährigen Jubiläum der Photographie
6. bis 8. März 2014
Auditorium der Berlinischen Galerie

Pressetext:

Wo liegen die weißen Flecken auf der Landkarte der Photographiegeschichte? Welches sind die einerseits heute dringend erscheinenden Desiderate und andererseits geeignete neue Ansätze, um der Photographieforschung neue Richtungen zu eröffnen? Welche Wendepunkte gab es in der 175-jährigen Geschichte der Photographie wirklich? Und wie ist der als so tiefgreifend empfundene Wandel des Mediums seit der Digitalisierung aus historischer Perspektive einzuordnen und zu bewerten? Wo gab und gibt es in der Geschichte des Mediums Photographie „Missing Links“, die Neuorientierungen, aber auch Sackgassen und „Fehlentwicklungen“ aufzeigen und erklären können? Die DGPh nutzt das 175-jährige Jubiläum der Photographie im Jahr 2014 zu einer Annäherung an diese Fragen. Im Rahmen ihres dreitägigen, mit international hochkarätigen Referentinnen und Referenten besetzten Symposiums soll anhand von Fallbeispielen schlaglichtartig die ganze Bandbreite des Mediums aufgerufen werden.

Die DGPh mit ihren sechs ganz unterschiedlichen Schwerpunkten – organisiert in den Sektionen Bild, Bildung, Geschichte und Archive, Kunst – Markt – Recht, Medizin- und Wissenschaftsphotographie sowie Wissenschaft und Technik – ist dazu hervorragend aufgestellt. In die Betrachtung soll sowohl die Vergangenheitals auch die Gegenwart einbezogen werden, unter Umständen können sogar Prognosen für mögliche zukünftige Entwicklungen der Photographie entworfen werden.

Die Tagung versammelt in exemplarischen Fallstudien die ganze Bandbreite der Forschungen zur Photographie(geschichte) in Theorie und Anwendung, die heute zumeist in separate Felder aufgeteilt ist und deren Vertreterinnen und Vertreter kaum mehr im Austausch miteinander stehen. Aber gerade dieser Austausch, der hier angestrebt wird, ermöglicht neue Sichtweisen, das Erkennen neuer Forschungsfelder und die Möglichkeit, sich heute den als solchen wahrgenommenen Missing Links & Forschungslücken anzunähern. Die intensive Diskussion der Vorträge, die bedeutende Vertreter der unterschiedlichsten Bereiche zugesagt haben, steht im Zentrum der Tagung.

Die DGPh als zentraler Verein, der sich vorrangig für die kulturellen Belange der Photographie und verwandter Bildmedien einsetzt, ist dazu prädestiniert, einen solchen Austausch zur 175-jährigen Geschichte und zu künftigen Perspektivendes Mediums zu ermöglichen.

Anmeldung online

Stipendium zur Geschichte des deutschsprachigen Photobuchs

Die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) vergibt ein Stipendium, dass der Geschichte des deutschsprachigen Photobuchs gewidmet ist.

Durch das Stipendium möchte die Deutsche Gesellschaft für Photographie an neuere Ansätze zur photo-, technik-, kultur- und/oder wissenschaftshistorisch bzw. medien- und buchwissenschaftlich orientierten Aufarbeitung des gesamten Spektrums der Produktion, Distribution und Rezeption des photographisch illustrierten Buches anknüpfen und gezielt Forschungen auf diesem Gebiet anregen, unterstützen und öffentlich zugänglich machen. Hierzu sind Forscher aller Wissenschaftsdisziplinen aufgerufen.

Denkbar ist etwa die Bearbeitung folgender und verwandter Themenfelder:
· Geschichte photomechanischer Druckverfahren sowie der dazugehörigen Industrien (Druckereien/Graphische Kunstanstalten/Klischeefabriken, Papierhersteller, Druckmaschinenbauer) im späten 19. und 20. Jahrhundert
· Geschichte photographischer Verlage
· Der Photograph und „sein“ Buch – Zum Verhältnis von Photographen und Verlegern als Bilderlieferanten und Bilderverwertern
· Themen von Photobüchern, Bildbandreihen / thematische Analysen
· Einfluss der (gedruckten) Photographie auf die wissenschaftliche Methodik in Geistes- und Naturwissenschaften
· Das Bildarchiv des Autors / Das Bildarchiv von Verlagen als universeller Fundus von Photographien für Publikationen
· Bibliographische Studien

Die Forschungen sollten sich schwerpunktmäßig auf die Geschichte photographisch illustrierter Bücher in Deutschland im 20. Jahrhundert richten, beginnend etwa 1895 mit der Erfindung der Autotypie. Die besondere Position Deutschlands in der Entwicklung von Phototechnik, Film- und Photochemie, Drucktechnik, Druckpapieren, Verlagswesen und Buchhandel, Presseagenturen, Photoästhetik und berufsständischen Organisationen wäre an exemplarischen Ausschnitten herauszuarbeiten, um sie im internationalen Diskurs stärker sichtbar zu machen.

Das Stipendium ist mit 7.500 EUR dotiert. Hinzu kommt eine Förderung von 5.000 EUR für die Publikation der Forschungsergebnisse im Rahmen einer neuen Publikationsreihe bei der DGPh.

Initiative und Legat gehen auf Manfred Heiting (DGPh) zurück.

via www.dgph.de/presse_news/

Charles W. Cushman

Der Business Insider hat eine Bildgalerie mit Aufnahmen von Charles W. Cushman mit Farbfotografien aus dem New York der 1940er Jahre:
45 Vintage Photos Of Manhattan In The 1940s

Der Nachlass findet sich in den Indiana University Archives:
Charles W. Cushman Photograph Collection

Ara Güler in Hamburg

Anlässlich der Ausstellung der Galerie Hilaneh von Kories hat die Zeit dem Istanbuler Fotografen eine Bildgalerie gewidmet:
Das Auge Istanbuls