Bildarchiv der ÖNB jetzt über APA PictureDesk

Wie im aktuellen Heft der Zeitschrift visuell (3/2008) zu lesen, ist das Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek (vgl. www.bildarchivaustria.at) jetzt auch über die Seite von APA PictureDesk www.picturedesk.com recherchierbar. Über den Link Austrian Heritage gelangt der PictureDesk-Nutzer zu einer Übersicht über verschiedene Bestände der ÖNB.

NASA-Bildarchiv

Wie der Spiegel heute berichtet, hat die NASA ihre digitalen Bildbestände jetzt zentral über eine neue Seite zur Verfügung gestellt: Spiegel: Nasa startet riesiges Fotoarchiv.

Über Nasaimages.org kann man über verschiedene Projekte und Kategorien Bilder ansteuern. Die Zeit-/Projektleiste reicht zwar nur bis „Explorer (1960)“ zurück. Allerdings sind über die Suche per Texteingabe auch ältere Aufnahmen zu finden (Jahreszahl eingeben), etwa Aufnahmen aus den 1930er Jahren, wie man sie bislang auch auf der Seite GRIN – Great Images in NASA finden konnte.

Brechungen. Willy Pragher. Rumänische Bildräume 1924–1944

Zum Sammelband der gleichnamigen Ausstellung mit Werken von Willy Pragher gibt es eine Rezenszion auf H-Soz-u-Kult von Dietmar Müller:

Hochstuhl, Kurt; Wolf, Josef (Bearb.)
Brechungen. Willy Pragher. Rumänische Bildräume 1924–1944
Ostfildern: Thorbecke 2007, ISBN 978-3-7995-0185-09, 320 S., € 24,90

vgl. dazu auch meinen älteren post

Carlo Naya fotografo a Venezia

Dem venezianischen Fotografen Carloy Naya ist ein Kolloquium an der Universität Padua gewidmet:

Carlo Naya fotografo a Venezia
Modi e forme della comunicazione fotografica in rapporto alla nascita del cinema
Universität Padua – Dipartimento di Discipline Linguistiche, Comunicative e dello Spettacolo
Montag, 23. Juni 2008, 9.30 – 13.30
Aula Magna der Fakultät für Lettere e Filosofia
via del Vescovado, 30 – Padova

Zum Hintergrund: Naya ist einer der herausragenden Reise- und Architekturfotografen des späten 19. Jahrhunderts. Er hatte sein Studio hinter dem Markuspalast an der Riva degli Schiavoni. Die Bildsammlung Naya wurde später vom Fotografen Osvaldo Böhm übernommen, heute Turio-Böhm.

Programma:
9.30 – Saluti del prof. Giorgio Tinazzi, Direttore del Dipartimento di Discipline Linguistiche, Comunicative e dello Spettacolo, e del prof. Carlo Alberto Zotti Minici, responsabile scientifico del progetto.

Gian Piero Brunetta (Università di Padova)
Cinema e Fotografia: l’ingresso di Venezia nella modernità

Michele Gottardi (Università di Venezia)
Dal Bacino alla città: la penetrazione dello sguardo tra pittura e fotografia

Alberto Prandi (Università di Venezia)
Carlo Naya: le prime indagini e la Storia della fotografia

Sara Filippin (Università di Padova)
Riscontri materiali dell’attività dello studio Carlo Naya

Maurizio Rippa Bonati (Università di Padova)
L’uovo o la gallina: l’iconografia anatomica tra scienza e arte

Marta Vimercati
Una lettura dell’opera di Carlo Naya: dal Souvenir de Venise alla cartolina

Francesco Turio
Il fondo Naya della ditta Turio-Böhm: un’eredità da gestire

Agata Keran
Carlo Naya: immagine e memoria (proiezione)

Carlo Alberto Zotti Minici (Università di Padova)
Luce dipinta e luce fotografata nella Venezia dell’Ottocento

Elena Roncaglia (Università di Padova)
Lo sguardo narrato: la letteratura racconta la fotografia del XIX secolo a Venezia

Carlo Montanaro (Accademia di Belle Arti di Venezia)
I Lumière al Teatro Minerva: le prime proiezioni cinematografiche a Venezia

via s-fotografie

La memoria fotografica della Grande Guerra

Die Seite des Ministriums für Kultur präsentiert einen kleinen Fotobestand des Gymnasiums „L. Galvani“ in Bologna mit Aufnahmen zum Ersten Weltkrieg: La memoria fotografica della Grande Guerra.

Neben Portraits gefallener Schüler gibt es eine Sammlung von Dias und Stereoskopien, sowie unter „Cartografie“ drei Hefte der „PANORAMI DELLA GUERRA dalle raccolte della sezione fotografica del comando supremo del Regio Esercito [italiano]”, Casa Editrice d’Arte Bestetti e Tumminelli, Mailand 1919-20.

Zum 100. Geburtstag von Claude Levi-Strauss

Das italienische Bildarchiv Scala, hat dem Enthnologen und Anthropologen zum 100. Geburtstag eine kleine Präsentation gewidmet: Collection: Claude Levi-Strauss.

Der gebürtige Franzose unterrichtete an der Universität von Sao Paolo, der School for Social Research in New York und der Ecole pratique des hautes études in Paris, er war Kulturberater der französischen Botschaft und unternahm veschiedene Expeditionen ins Amazonasgebiet.

Die bei Scala veröffentlichte Bildserie zeigt Aufnahmen des Enthnologen, die im Rahmen seiner Feldstudien entstanden. Die Bilder stamme aus der Sammlung des Musee du quai Branly in Paris.

via Scalaarchives Newsletter

Pioniertage der Farbfotografie

Im Jahr 1906 erschienen im Berliner Verlag C. A. Weller Fotodrucke in Frabe, die Stadt- und Landschaftsansichten zeigten und für ihre Zeit aufsehenerregend waren.

Beim eingesetzten additiven Farbverfahren wurden für jede Farbe einzelne Belichtungen gemacht, die dann zusammen das farbige Bild ergaben. Die Aufnahmen wurden mit eine Bermpohl Naturfarbenkamera gemacht.

Eine Bild-CD-Rom zum Bestand ist bei Directmedia erschienen:
„Deutschland in frühen Farbfotografien“. CD-Rom, Directmedia Publishing, ISBN 978-3-89853-619-6, www.directmedia.de

Beiträge zum Bildbestand:

Zur Fototechnik:

fotorevers.eu – Lexikon der Fotografen

Die sympathische Seite von Danuta Thiel-Melerski in deutscher und polnischer Sprache ist eine wichtige Ressource zu Fotoateliers. Die Seite dokumentiert Revers verschiedener Fotostudios: Lexikon der Fotografen.

Die Datenbank scheint im Kern die Ateliers aus der Seite genealogy.net zu haben: Historische Fotostudios und Fotografen, ist aber etwas umfangreicher.

www.fotorevers.eu

Unveröffentlichte Bildserie zur Zerstörung Hiroshimas

Sean L. Malloy von der Univiersity of California hat auf seiner Seite 10 bislang unveröffentlichte Aufnahmen gestellt, die ein unbekannter japanischer Fotograf kurz nach dem Abwurf der Bombe von Hiroshima gemacht hatte:
http://faculty.ucmerced.edu/smalloy/atomic_tragedy/photos.html

Die Aufnahmen sind Teil der Hoover Institution Archives und durften erst 2008 veröffentlicht werden. Ziel ist es nun, den Fotografen dieser Bilder ausfindig zu machen.

via Liste s-fotografie

Regionale Fotoüberlieferung in Italien

Über die Seite minimaphotographica.it gibt es einige schöne Beispiele für regionale Fotoüberlieferungen in Italien:

Sygma-Archiv gerettet

Corbis hat mit einer Ausstellung in London den Erhalt des Sygma-Archivs gefeiert.
2004 startete die „Sygma Preservaion Initiative“, welche sich zum Ziel setzte, die 50 Millionen Objekte der Sammlung (Dias, Negative, Abzüge, Kontaktbögen) zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Sammlung wird in Garnay (nahe Paris, Frankreich) untergebracht. Neben der Archivierung soll nun auch die Digitalisierung des Bestandes vorangetrieben werden. Mittlerweile sind 800 000 Bilder online unter www.corbis.com (Suche: „Sygma“) abrufbar.
Die Sammlungen des Archivs decken die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ab. Enthalten sind neben Fotos von unter anderem Universal Photo, Interpress, Spitzer, Reporter Associés, ab den 70er Jahren auch Nachrichtenbilder, Prominentenfotos und Portraitarbeiten der Sygma-Fotografen sowie Motive von TV- und Filmdreharbeiten der Agentur Kipa und Sportbilder von Tempsport. Mehr zur Sygma-Collection finden Sie auch unter www.slanted.de.

aus: Visuell 1_2008, S.8-9 und www.slanted.de

Frühste fotografische Arbeiten nun bei culture-images

Eine von der Société Française de la Photographie zusammen getragene Sammlung frühster fotografischer Arbeiten kann nun bei www.culture-images.de eingesehen werden.
Insgesamt kommen 25 000 Motive zu culture-images (Suche: „societe francaise“). Sie stammen überwiegend aus öffentlichem und privatem Besitz aus Frankreich. Ein anderer Teil stammt aus dem amerikanischen Oasis/Snark Archive (http://www.photo12.com/collections/) und gelangt über die französische Partneragentur photo12 zu culture images.
Inhaltlich befassen sich die Motive mit der Zeitgeschichte, den kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten Jahrhunderte (insbesondere der ersten beiden Weltkriege) und den großen sozialen Bewegungen in Europa.

aus: Visuell 1_2008, S.16-17

Getty Images und Popperfoto

Getty Images und Popperfoto sind nun Partner. Das 150 Jahre Fotografiegeschichte umfassende Archiv von Popperfoto mit seinen mehr als 14 Millionen Aufnahmen ist nun durch eine Partnerschaft an Getty Images gebunden. In zahllosen Büchern, Fernsehsendungen und Zeitschriften wurden die Bilder von Popperfoto genutzt. Der Bestand umfasst unter anderem die Kollektion Bob Thomas Sports Photography, welche vor allem für Motive aus dem internationalen Fußball-, Golf- und Leichtathletiksport bekannt ist.
Getty Images hat sein Angebot außerdem durch den Erwerb der Royal-Kollektion von Tim Graham erweitert, welche mehr als 200 000 Bilder der britischen Königsfamilie aus den letzten 30 Jahren umfasst.
Mehr dazu finden Sie in der aktuellen Visuell auf Seite 15 oder unter http://www.stockphototalk.com/.

aus: Visuell 1_2008, S.15

Norddeutscher Sammler verkauft historische Filmfotos an das Filmmuseum Potsdam

Für 35 000 Euro aus Landesmitteln konnte das Filmmuseum Potsdam nun eine Fotosammlung von einem norddeutschen Sammler erwerben. Bei der Sammlung handelt es sich um etwa 7 000 Originalfotos zu 800 Filmtiteln, die überwiegend aus der Zeit vor 1945 entstanden. Darunter sind Kino- und Aushangfotos und eine große Anzahl von Vintage-Prints, die als Druckvorlagen für die Presse genutzt wurden. Der Bestand, teilte das Museum mit, sei erstklassig erhalten.
Von besonderem Interesse sind die Fotos aus den 1920er- und 1930er-Jahren zu Filmen von Richard Oswald, Leni Riefenstahl, Harry Piel, Paul Fejos, G.W. Pabst und Josef Sternberg. Darunter befinden sich auch 49 Standfotos des als verschollen geltenden Films „Four Devils“ (1928) von Freidrich Wilhelm Murnau sowie original amerikanische Pressefotos zu Filmklassikern wie „Phantom of the Opera“ (1925), „Little Woman“ (1933) oder „Dead End“ (1937).
Die Fotosammlung spezialisiert sich auf die Geschichte des Medienstandortes Barbelsberg und enthält ca. 600 000 Positive und 140 000 Negative. Die Sammlung wird der Öffentlichkeit in dem Archiv des Museums im Stadtteil Bornstedt zugänglich sein.
Mehr zur Fotosammlung des Filmmuseums Potsdam unter http://www.filmmuseum-potsdam.de/de/403-0.htm.

aus: Visuell 1_2008, S.18 und http://www.filmmuseum-potsdam.de