Konstitution der Associazione per lo studio della fotografia italiana – ASFI

Gründungssitzung des ASFI – des Vereins zum Studium der italienischen Fotografie auf Initiative des Historikers Luigi Tommassini am 21.06.06 in der Sala Ercole des Gabinetto Vissieux in Florenz – ein Bericht von Tamara Hufschmidt, Florenz

Die Idee zur Gründung des Vereins geht auf eine Tagung der italienischen Fotoarchive im Juni 2002 in Ravenna zurück, die den Problemi e pratiche della digitalizzazione del patrimonio fotografico storico gewidmet war.

Der Verein zum Studium der italienischen Fotografie versteht sich als Serviceeinrichtung auf hohem Niveau, bei dem die Betreuung durch einen wissenschaftlichen Rat an erster Stelle steht, unterstützt von Kongressen, Tagungen, Buchbesprechungen, Ausstellungen, Webangeboten, Datenbanken, didaktischen Einrichtungen in Museen und an Universitäten, Fotografenadressen und Beratung zum Urheber- und Verwertungsrecht.

Als Kontaktplattform dienst vorerst die S-fotografie-Liste des Archivio Fotografico Toscano, bevor der Verein mit einem eigenen Webauftritt online gehen will.

Es soll ein öffentlicher Verein sein mit professionellen Statuten, unter Mitarbeit von Forschern, Fachkräften, Fotografen und Restauratoren.

Der Zugang zur Fotografie kann ganz unterschiedlicher Natur sein, entweder durch kulturelle Studien oder aber durch Fächer wie Soziologie, Anthropologie, Geografie, Politik und anderen interdisziplinären Fragestellungen, die sich mit Formen des visuellen Gedächtnisses befassen. Entsprechend breit gefächert sind die fotografischen Archive.

Nach Tommassinis einleitenden Worten kamen einige Redner und Rednerinnen zu Wort, die als anerkannte Fachleute selbst intensiv mit der Verwaltung und Wertschätzung von Fotografie betraut sind: das waren Francesca Bonetti (Centro Internazionale di Fotografia Scavi Scaligeri, Verona), Marina Miraglia (Istituto Superiore di Sanità, Rom), Giuseppina Benassati (IBC-Regione Emilia-Romagna), Cesare Colombo (Fotograf und Ausstellungskurator), Silvia Paoli (Civico Archivio Fotografico, Mailand), Tiziana Serena (Universität Florenz) und Avv. Mezzetti (Bologna und Mailand).

Visuelles Gedächtnis

Das Fotomuseum in Winterthur veranstaltet eine Tagung zum Thema Visuelles Gedächtnis:


Für die individuelle wie für die kollektive Erinnerung spielen fotografische Bilder eine zentrale Rolle. Unsere Sammlungen, Archive, Familienalben und Datenbanken sind jedoch alles andere als ein wahrheitsgetreuer Spiegel der Welt. Vielmehr sind sie Interpretationen und Konstruktionen von Wirklichkeit: Sie schaffen, die gestalten Erinnerung.

Das Symposium untersucht das „visuelle Gedächtnis“ aus kulturphilosophischer, historischer, bildwissenschaftlicher- und memopolitischer Sicht. Was genau ist unter dem Begriff „visuelle Gedächtnis“ zu verstehen und wozu brauchen wir das? Welche Bedeutung haben Fotoarchive und -sammlungen für das visuelle Gedächtnis? Wie ist der Zusammenhang zwischen den Bildern in unseren Köpfen und der Logik eines Archivs? Können wir durch bewusste Selektion die Überlieferung steuern? Welche Rolle spielen unbewusste Vorgänge zu Zufälle? Wie umfassend und spezifisch muss das visuelle Gedächtnis eines Landes sein? Verlangen die neuen digitalen Speichermedien und -kapazitäten nach neuen Archivformen und Selektionskriterien?

Die Veranstaltung richtet sich an Fachleute sowie ein breites Publikum mit Interesse an Fotografie und Kunst, Kulturgeschichte, Bild- und Medienwissenschaften, Museologie, Archivwesen, Information und Dokumentation, Bildagenturen, Fotojournalismus.

Montag, 26. Juni 2006
Zentrum für Fotografie
Grüzenstrasse 44+ 45
CH-8400 Winterthur

Veranstalter:
Fotostiftung Schweiz
Fotomuseum Winterthur
Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich, ICS/ith

Programm und Anmeldung (PDF)

Münsteraner Kriegschronik

Notizen zum Alltag der Kriegsjahre in Münster
Stadtarchiv stellt beim Themenabend Kriegschronik vor

Sie umfasst 8500 Fotografien und beschreibt in Tagesnotizen den Alltag der Jahre 1939 bis 1944: Beim Themenabend des Stadtarchivs am Montag, 22. Mai, 18 Uhr, stellt Anja Gussek-Revermann die „Kriegschronik“ vor. Sie spiegelt den von Not und Entbehrung geprägten Alltag der Münsteraner und ist die wohl aussagefähigste Quelle des Stadtarchivs aus jener Zeit.

Skizziert wird die Biographie des Chronisten Franz Wiemers, und es gibt Informationen zur ideologischen Einordnung der Chronik. Vor allem aber dürfen die Gäste des Themenabends in einigen der 52 Mappen blättern.

Dabei wird die große Bandbreite der Einträge deutlich. „Das war mein erster Fliegeralarm“, schließt der Verfasser seine Tagesaufzeichnungen am 4. September 1939. Ohne zu ahnen, dass viele weitere tausend folgen werden bis zur Aussage eines Bomberpiloten 1945: „Münster könnt ihr auf der Karte ausradieren“.

Ein unversehrtes Stadtbild, das Auftauchen erster Zwangsarbeiter, Bombenalarm, lästiges Anstehen vor Geschäften und dann eine Stadt, die allmählich in Schutt und Asche versinkt – die Kriegschronik gibt tiefen Einblick in den Alltag der Münsteraner. Der Themenabend ermuntert zugleich auch zum aktiven Forschen und Kennenlernen dieser authentischen Quelle in zwei Datenbanken.

Die Aufzeichnungen enden Mitte 1944. Anja Gussek-Revermann stellt dennoch auch das Kriegsende und erste Nachkriegsjahre anhand von Fotos, Plakaten und Akten vor.

Der Eintritt ist frei.

Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl bittet das Stadtarchiv,
An den Speichern 8, jedoch um Anmeldung unter
Telefon 4 92 – 47 01 oder als E-Mail archiv@stadt-muenster.de.

Fachtagung der Medienarchivare und Mediendokumentare 2006 in Bonn

Die Fachtagung der Medienarchivare und -dokumentare 2006 in Bonn hat einige interessante Beiträge aus dem Bildarchivbereich:

  • Thomas Mäder (Corbis Deutschland)
    Corbis-Projekte zur Erhaltung von fotografischen Erben am Beispiel des Bettmann-Sygma Archivs
  • Bernd Weise (BVPA – Bundesverband der Pressebild-Agenturen und Bilderdienste)
    Moderation Workshop 2: Digitaler Bildermarkt
  • Max Kohr (PPW – Fotoagentur und Produktion)
    Imagia2 – ein Programm für Fotografen und Agenturen als Softwarebasis für das neue Bildportal des DJV
  • RA Lothar J. Mielke (Hamburg)
    Aktuelle Rechtsprechung zum Fotorecht
  • Dr. Reinhard Horn (Bildarchiv der Bayerischen Staatsbibliothek)
    Dokumentation von Fotografien – Bildarchiv der Bayerischen Staatsbibliothek
  • 24.-26. April 2006
    Haus der Geschichte in Bonn

    via Archivalia

Symposium und Filmretrospektive: Fotofilme

Eine Reihe prominenter filmender Fotografen und fotografierender Filmmacher haben sich der ästhetischen Form des „Fotofilms“ bedient wie Chris Marker, Alain Resnais, Agnès Varda, Leonore Mau und Hubert Fichte, Elfi Mikesch, Hartmut Bitomsky oder Raul Ruiz. Dabei standen und stehen Experimente mit dem Fragmentarischen, mit der Montage zwischen Text/Ton und Bild, mit der Reflexion des filmischen Bildes im Vordergrund. In dem Symposium wird die Schnittstelle zwischen Fotografie und Film erforscht, zwischen Bewegung und Still, dem Moment und der Organisation von Zeit. Dabei verstehen wir unter Fotofilmen die Filme, die im Wesentlichen auf Fotos basieren.

Veranstalter: Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW und Kunsthochschule
für Medien Köln
Kunsthochschule für Medien Köln
28. – 30. April 2006

via H-Museum
Programm als PDF

Nachbilder – Photographie in der DDR

Für die Tagung Nachbilder Photographie in der DDR in Dresden vom 23. bis zum 24. Juni 2006, liegt jetzt das Programm vor:

Fünfzehn Jahre nach dem Ende der Deutschen Demokratischen Republik ist das Erbe dieser Gesellschaft nach wie vor gegenwärtig: in den Erinnerungen und den Polemiken, in den sozialen Verwerfungen, in den Aufgaben des „Aufbaus Ost“, den privaten wie den öffentlichen Sammlungen. Innere und äußere Bilder begleiten und formen diese kulturelle Lage. Der gesellschaftliche Diskurs und die wissenschaftliche Auseinandersetzung hat auch auf dem Sektor Photographie, als einer der zentralen Projektionsflächen für die Ausprägung von öffentlichen und privaten Leitbildern, unmittelbar nach 1989 begonnen.

23./24. Juni 2006
Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
(SLUB), Vortragssaal, Zellescher Weg 18, 01069 Dresden

Programm (via Demuseum)

Digitale Medien und Wissenschaftskulturen

Ende März veranstalten historicum.net und prometheus die Tagung Digitale Medien und Wissenschaftskulturen.

Themen der Veranstaltung sind die aus dem Medieneinsatz resultierenden Wandlungsprozesse in den Geisteswissenschaften wie etwa veränderte Wissenschafts- und Publikationskulturen.

Veranstalter:
Prof. Dr. Gudrun Gersmann, Sabine Büttner (historicum.net)
Dr. Holger Simon, (prometheus – Das verteilte digitale Bildarchiv für Forschung & Lehre e.V.)

Donnerstag, 30.03.2006
Neuer Senatssaal, Universität zu Köln

Vortragsreihe am Deutschen Forum für Kunstgeschichte

Am Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris gibt es in den kommenden Wochen eine bildwissenschaftliche und fotohistorische Vortragsreihe:

  • 13. Februar 2006, 15.oo – Michel Frizot (Paris), „Vers une théorie de la photographie“
  • 28. Februar 2006, 19.00 – Bernhard-Johannes & Anna Blume (Köln/Hamburg), „Dialog Analog Digital. Gedanken zu fotografischen Bildproblemen“
  • 14. März 2006, 19.00 – Eric de Chassey (Tours), „Bernd et Hilla Becher“
  • 21. März 2006, 19.00 – André Gunthert (Paris), „Photographier l’invisible. Gustave Le Bon et la nouvelle physique, 1896-1906“
  • 29 März 2006, 17.00 – Sabine Slanina (Berlin), „Transformation des Flüchtigen. Zum Verhältnis von photographischem und zeichnerischem Gestus im Werk von Eugène Delacroix“
  • via lhivic

Forschung und Lehre im Informationszeitalter

Das Institut für Medienrecht und Kommunkationsrecht veranstaltet mit dem Lehrstuhl Geschichte der Frühen Neuzeit und dem Seminar für Medienmanegement der Universität zu Köln die Tagung Forschung und Lehre im Informationszeitalter – zwischen Zugangsfreiheit und Privatisierungsanreiz. Dazu heisst es in der Ankündigung:

Die Digitalisierung von Texten, Bildern und Tönen hat die Speicherung von und den Zugriff auf Informationen stark erweitert, aber auch grundlegend verändert. Die Möglichkeit zur elektronischen Übertragung digitalisierter Daten in individualisierten Kommunikationsnetzen (Internet, Kabeltechnologie, WLAN) ermöglicht die Entwicklung neuer, vermischter Lernformen („blended learning“) durch die Kombination von Präsenzveranstaltungen mit elektronischen Plattformen. In Fächern der angewandten Wissenschaft werden Simulationen, Berechnungen und virtuelle Campusmodelle möglich. Wissenschaftler haben grundsätzlich erleichterten und spezialisierten Zugriff auf Publikationen in elektronischen Datenbanken. Durch elektronische Suchmechanismen und -werkzeuge wird die Bewältigung der Informationsflut erleichtert. Im Bereich von Bildung und Wissenschaft gibt es auf Bundes- und Landesebene eine Reihe von Initiativen mit dem Ziel, den Wissenstransfer in Unternehmen und Bildungseinrichtungen zu fördern.

Mit den Rahmenbedingen für den Einsatz von Bildern in wissenschaftlichen Angeboten befassen sich die Vorträge von Holger Simon zu prometheus und von Anke Schierholz zu Rechteverwaltung und Lizenssystemen. Die Frage von Open Access wird mit Beiträgen wie dem von Rainer Kuhlen über Kooperation, Teilhabe und Zugangsfreiheit – Freiheit statt Eigentum als Anreiz zur Produktion und Vermittlung von Wissen auch ganz oben auf dem Tapet liegen.

21.04.2006
Universität zu Köln
Hörsaal C, Neues Hörsaalgebäude,
Albertus-Magnus-Platz

via H-Soz-u-Kult / vollständiges Progamm

Preservation and Conservation Issues Related to Digital Printing

Im April findet eine Fachtagung in London statt:

Preservation and Conservation Issues Related to Digital Printing and Digital
Photography

Institute of Physics, London
24. bis 25. April 2006

Die zweitägige Veranstaltung befasst sich dem aktuellen technischen Stand der Drucktechnologie, Tinten und Trägermaterialien für digital erstellte Fotografien und ihrer archivgerechten Aufbewahrung. Zielgruppe sind Verantwortliche, die im Bereich Konservierung digital erstellter Kunstwerke tätig sind.

Vorläufiges Programm

Monday 24 April 2006

09:00-09:50 Registration and Coffee

09:50 Welcome and Introduction

Session 1: Digital Processes and Materials
Session Chair: Andrew Manning (MATAR Research Centre, University of the Arts
London)

10:00 Longevity Issues associated with Photo-realistic Ink Jet Images
Algy Kazlauciunas (Department of Colour and Polymer Chemistry, University of
Leeds)

10:40 What happens to prints at the bottom of the pile? To evaluate the
whiteness of artists‘ enhanced inkjet papers and changes in relation to
fading of ink
Carinna Parraman and Qiang Wang (Centre for Fine Print Research, University
of West England)

11:10 Coffee

11:30 Stability of Digital Prints in Comparison with Traditional Printing
and Artistic Techniques
Marzenna Ciechanska (Academy of Fine Arts, Warsaw, Poland) and Philip Zerek
(National Library, Warsaw, Poland)

12:00 Panel Discussion

12:30 Lunch

Session 2: Standards and file management
Session Chair: Alan Hodgson (Alan Hodgson Consulting, Macclesfield)

13:30 International Standards on Permanence of Digital Information
Peter Adelstein (Image Permanence Institute, Rochester Institute of
Technology, USA)

14:00 Keeping Stuff Safe: Using Guidelines and Standards for Digital
Preservation
Veronica Davis-Perkins, Richard Butterworth, Paul Curzon and Bob Fields
(School of Computing Science, Middlesex University)

14:30 Conservation and Digitisation of Vesta Tilley Scrapbooks
Moira Buick (Paper Conservator, Bristol)

15:00 Panel Discussion

15:30 Tea

15:50 Tutorial: Understanding, Measuring and Predicting Print Life
Joseph LaBarca , Douglas Bugner and Jon Kapecki (Eastman Kodak Company,
Rochester, New York, USA)

19:45 Wine Reception

Tuesday 25 April 2006

Session 3: Conservation and Preservation: Paper-based Media
Session Chair: Joyce Townsend (Tate Gallery, London)

09:00 Production of Archivally Stable Fine Art Prints: The Role of the
Master Printer in the Digital Age
Paul Thirkell and Paul Laidler (Centre for Fine Art Print Research,
University of The West of England)

09:30 Further Issues with the Fading of Digital Prints
Alan Hodgson (Alan Hodgson Consulting, Macclesfield)

10:00 Water Damage Recovery of Digital and Traditional Prints
Peter Adelstein (Image Permanence Institute, Rochester Institute of
Technology, USA)

10:30 Coffee

11:00 From Bash Street to Duchamp: Case Studies of Paper-Based
Reconstructions of Contemporary Artworks
Stephen Hoskins (Centre for Fine Print Research, University of West
England), Sophia Fairclough and Caroline Harrison (Bristol)

11:30 High Value-Added Products Through Jet Printing – textiles
Long Lin (Department of Colour and Polymer Chemistry, University of Leeds)

12:00 Panel Discussion

12:30 Lunch and Poster Session

Session 4: Conservation and Preservation: Photographic Images
Session Chair: Bob Thompson (MATAR Research Centre, University of the Arts,
London)

14:00 Image Storage and Permanence Considerations in the Long Term
Preservation of Photographic Images
Joseph LaBarca (Eastman Kodak Company, Rochester, New York, USA)

14:30 Perceptual Colour Film Restoration
Alessandro Rizzi (Dipartimento di Tecnologie dell’Informazione, University
of Milan, Italy)

15:00 A Closer Look at the Effects of Temperature and Humidity on Ink Jet
Photographic Prints
Douglas E. Bugner and Brian L. Lindstrom (Eastman Kodak Company, Rochester,
New York, USA)

15:30 Panel Discussion

16:00 Tea

16:30 Conclusion and Summing Up

17:00 Close of Meeting

via H-MUSEUM – Registrierung

Nachbilder – Photographie in der DDR

Call for Papers

Fünfzehn Jahre nach dem Ende der Deutschen Demokratischen Republik ist das
Erbe dieser Gesellschaft nach wie vor gegenwärtig: in den Aufgaben des
„Aufbaus Ost“, in den sozialen Verwerfungen, in den Erinnerungen und den
Polemiken, den privaten wie den öffentlichen Sammlungen. Innere und äußere
Bilder begleiten und formen diese kulturelle Lage. Der gesellschaftliche
Diskurs und die wissenschaftliche Auseinandersetzung hat auch auf dem
Sektor Photographie, als einer der zentralen Matrizen für die Ausprägung
von öffentlichen und privaten Leitbildern, unmittelbar nach 1989 begonnen.
Um eine rationale Auseinandersetzung über die Vergangenheit und Gegenwart
der Bildwelten der DDR zu befördern, wird am 23. und 24. Juni 2006 in
Dresden eine Tagung durchgeführt werden: „Nachbilder. Photographie in der
DDR“. Sie wird von Wolfgang Hesse und Dr. Andreas Krase konzipiert.
Das Gemeinschaftsprojekt begleitet die Ausstellung „Mensch! Photographien
aus Dresdner Sammlungen“ des Kupferstich-Kabinetts (17. Juni bis 27.
August), die insbesondere auch wichtige Arbeiten ostdeutscher Photographie
präsentiert.

Symposium, Dresden 23./24. Juni 2006
Veranstalter:
Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Museen der Stadt Dresden. Technische Sammlungen
Neue Photographische Gesellschaft in Sachsen e.V. (NPhG)
Sektion Geschichte und Archive der Deutschen Gesellschaft für Photographie
e.V. (DGPh)

Via Demuseum

Einführung in die Langzeitarchivierung digitaler Objekte

Für Kurzentschlossene, noch wenige Plätze frei:

Unter dem Titel Einführung in die Langzeitarchivierung digitaler Objekte veranstaltet das Kompetenznetzwerk Langzeitarchivierung am 29.11.2005 eine Tagung an der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB)

Vorläufiges Programm
11:00 – 11:30 Einführung in die Langzeitarchivierung digitaler Objekte
Heike Neuroth
11:30 – 11:45 Diskussion
11:45 – 12:15 Was ist ein Digitales Archiv?
Olaf Brandt
12:15 – 12:30 Diskussion
12:30 – 13:00 Was ist ein Vertrauenswürdiges Archiv?
Susanne Dobratz
13:00 – 13:15 Diskussion
13:15 – 14:15 Mittagspause
14:15 – 14:45 Bestandserhaltung im Digitalen Archiv: Migration und
Emulation
Stefan Funk
14:45 – 15:00 Diskussion
15:00 – 15:30 nestor Informationsangebote
Stefan Strathmann
15:30 – 16:00 Diskussion und Abschlußdiskussion

Anmeldung auf der nestor – Informationsplattform

Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB),
Platz der Göttinger Sieben 1, Seminarraum im 1. OG
29. 11. 2005, 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Deutsch-Polnische Geschichte 1939 –1945 im Spiegel der Fotografie

Jan Brüning berichtet auf der Seite H-Soz-u-Kult über eine von deutschen und polnischen Einrichtungen organisierte Tagung zum Thema Deutsch-Polnische Geschichte 1939 –1945 im Spiegel der Fotografie.

Veranstalter:
Deutsch-Polnische Akademische Gesellschaft e.V.
in Zusammenarbeit mit:
der Polnischen Akademie der Wissenschaften,
der Polsko-Niemieckie Towarzystwo Akademickie Krakau und
der Deutschen Gesellschaft für Photographie e.V.

Sammeln, Bewahren und Vermitteln

Unter das Motto Sammeln, Bewahren und Vermitteln: Fotosammlungen in Bibliotheken / Digitale Bildarchive hatte der Arbeitskreis der Kunst- und Museumsbibliotheken seine diesjährige Veranstaltung am 10. und 11. November in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbilbiothek (SLUB) gestellt.

Ziel der Tagung war es, die überwiegend bibliothekarisch ausgebildeten Mitglieder für den richtigen Umgang mit (in Bibliotheken durchaus vorhandenen) Bildsammlungen zu sensibilisieren.

Da es mir an Zeit fehlt einen ausführlichen Tagungsbericht zu verfassen, will ich hier nur einige Anmerkungen zu den aus meiner Sicht interessantesten Punkten (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) geben.

Bei den großen Archiven wie der Deutschen Fotothek und dem Bildarchiv Foto Marburg ist klar die Tendenz feststellbar, Bilder möglichst schnell und in möglichst großer Zahl im Web zur Verfügung zu stellen, auch wenn im ersten Schritt mit einer zunächst einfachen Erschließung Vorlieb genommen werden muss.
Im Webangebot der Deutschen Fotothek werden dem Nutzer möglichst frühzeitig Bestandspräsentationen als erste Information angeboten.

Henrik Ahlers von der Dresdener Sammlung machte darüber hinaus in seinem Vortrag deutlich, das für Nutzer bei Bildbestellungen die Schnelligkeit der Lieferung an oberster Stelle steht. Arbeitsorganisatorisch bedeutet das intern: die einzelnen Schritte eines jeden Bestellvorgangs werden nachgehalten und diese Information kann bei Rückfragen auch von allen Mitarbeitern eingesehen werden.

Nachlässe können auf sehr unterschiedliche Weise in den eigenen Bestand integriert werden. War man in der Deutschen Fotothek in der Vergangenheit so vorgegangen, dass die Bilder zunächst in der sog. „Reserve“ grob nach Orten sortiert Aufstellung fanden, so ist man nun dazu übergegangen, auf eine Vorordnung zu verzichten, damit aber die bestehenden Zusammenhänge innerhalb eines Nachlasses zu erhalten.

Tipps der Fotorestauratorin: Mit einer Software namens Preservation Calculator lässt sich die verbleibende „Lebensdauer“ von Fotomaterial unter bestimmten Lagerbedingungen abschätzen.
Der Storage Guide für Acetat Negative erläuterte noch ausführlicher, welche Auswirkungen Temperatur und Feuchtigkeit auf Filmmaterial haben.
In der Umwelt vorhandene Schadstoffe lassen sich mittels einer Schadstoffprüffolie (erhältlich bei Monochrom) ermitteln.

Die umfängliche Materie der mit Fotografien verbundenen Rechte fasste Astrid Auer-Reinsdorff zusammen. Wesentlichen Feinheiten: die Unterscheidung zwischen Lichtbildern und Lichtbildwerken (unterschiedliche Laufzeit des damit verbundenen Urheberrechts!). Und: Museen, die Werke verwalten, deren Urheberrecht abgelaufen ist, können wohl die Kosten für Reproduktionen in Rechnung stellen, dürfen aber für den wissenschaftlichen Gebrauch keine Lizenzen kassieren. In diesem Punkt wird in der Praxis wohl sehr häufig gegen Recht verstoßen, aber eben von Seiten der vermeintlichen Rechteinhaber. Mehr zum Urheberrecht unter www.urheberrecht.org.

Internetquellen stärker auf ihre Qualität zu prüfen ist der Ansatz der UB Heidelberg beim Aufbau eines Fachinformationsführers Kunstgeschichte. Webangebote werden katalogisiert, mit Abstracts und Schlagworten versehen und so durchsuchbar gemacht.

Neue Maßstäbe hat auch das Bildarchiv Foto Marburg angekündigt: die neue Programmversion Hida 4 (im wesentlichen in Dresden mitentwickelt) läuft gerade vom Stapel, das Datenmodell von Midas soll verschlankt werden, für 2006 ist auch eine Verknüpfung mit der SWD geplant.

Das innerhalb weniger Monate realisierte Projekt HeidICON, eine virtuelle Diathek an der Universität Heidelberg, besticht durch das Modell einer zentral von der UB administrierten Datenbank, an die alle mit Bildern arbeitenden Institute angeschlossen sind. Zugang ermöglicht der normale Userlogin bei der UB.
Die Datenbank verwaltet nicht nur die Bildbestände, sondern dient darüber hinaus als Präsentationswerkzeug, mit dem Bilder in Mappen zusammengestellt werden können. Die Verschlagwortung beruht auf dem bibliotheksrelevanten Normvokabular. Mit den Bildern ist auch ein Rechtemanagement verbunden. Teilbestände können Forschungsprojekten vorbehalten sein und sind damit nur für wenige Benutzer mit entsprechenden Berechtigungen sichtbar.

Fachvorträge: Gelatine in fotografischen Materialien und Langzeitstabilität von Inkjetausdrucken

Zwei Vorträge in Berlin beschäftigen sich mit Gelatine in fotografischen Materialien sowie der Qualität und Langzeitstabilität von ausgedruckten digitalen Bildern:

Montag 17. Oktober 2005, 17.15 Uhr
Verwendung von Gelatine in fotografischen Materialien
Teil 1: Silberhalogenidfotografie
Dr. Dirk Kisters, GELITA Europe

Dienstag, 18. Oktober 2005, 17.15 Uhr
Teil 2: Digitale Medien
Dr. Berthold Köhler, GELITA AG

Fachhochschule für Technik und Wirtschaft
Berlin

weitere Informationen bei Demuseum

Printing … Professional Photos

Die Tagung des Arbeitskreis digitale Fotografie (adf) am 11. November 2005 setzt einen Schwerpunkt auf das Drucken von digitalen Bildern. Für Archive wichtig die Frage der Haltbarkeit: dazu gibt es eine Vortrag von Henry Wilhelm.

Wer keine Zeit für die Tagung hat, kann sich auf der Website von Wilhelm Imaging Research informieren.

Programm der Tagung
Wilhelm Imaging Research

Sammeln, Bewahren und Vermitteln

Die Sächsische Landesbibliothek Dresden veranstaltet vom 10. bis zum 11. November eine Tagung unter dem Titel:
SAMMELN; BEWAHREN UND VERMITTELN: FOTOSAMMLUNGEN IN BIBLIOTHEKEN / DIGITALE ARCHIVE

Auf dem Programm stehen:

  • Fotografie als Kulturgut – Janos Frecot, ehem. Leiter der Photographischen Sammlung der Berlinischen Galerie, Belzig
  • Die Deutsche Fotothek – Dr. Jens Bove, Deutsche Fotothek, Dresden
  • Zwischen Bit und Baryt: Kundenwünsche – Henrik Ahlers, Deutsche Fotothek, Dresden
  • Vom Umgang mit Fotografennachlässen – Dr. Anne Spitzer, Deutsche Fotothek, Dresden
  • Archivierung – Konservierung – Restaurierung – Ulrike Müller, Fotorestauratorin, Radeberg
  • Das Bildarchiv – analog und digital. Rechtliche Rahmenbedingungen – Sabine Lieberknecht, Bundesarbeitsgericht, Erfurt
  • Bildarchive im Internet – Dr. Maria Effinger, Universitätsbibliothek Heidelberg
  • Der „Bildindex der Kunst und Architektur“ des Bildarchivs Foto Marburg – Dr. Christian Bracht, Bildarchiv Foto Marburg
  • Prometheus – Das verteilte digitale Bildarchiv für Forschung & Lehre – Dr. Holger Simon, Kunsthistorisches Institut der Universität zu Köln
  • Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften, Görlitz – Matthias Wenzel, Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften, Görlitz
  • Universitätsbibliothek Heidelberg – M. Effinger
  • Grassimuseum Leipzig – Eberhard Patzig, Museum für Kunsthandwerk, Grassimuseum, Leipzig
  • Florenz, Kunsthistorisches Institut – Dr. Ute Dercks/Werner Schweibenz, Kunsthistorisches Institut in Florenz

Programm und Informationen zur Anmeldung bei Historicum.net

Was wird aus meinen Fotos?

Das Industrie- und Filmmuseum Wolfen kündigt eine interessante Veranstaltung an:

„Was wird aus meinen Fotos (Dias, Negative, Kontakte…) nach meinem Tod?“

Die Veranstaltung richtet sind an alle Fotografierenden: Profis, Semiprofis, Amateurfotografen, Familien- und Gelegenheitsfotografen.

Die Frage nach dem „Wohin mt den Bildern“ ist allerdings keineswegs nur Privatsache. Vielmehr entscheidet sich an diesem Punkt, was schließlich in die Archive gelangt. Angefragt ist auch eine Vertreterin des Bundesarchivs.

08. Oktober 2005, 11-16 Uhr
Industrie- und Filmmuseum Wolfen
Bunsenstrasse 4
06766 Wolfen

Programm bei DMuseum