Fotothek – vergessene Privatfotografien

Ein Ladenlokal und Weblog der Medienkünstlerin Anke Heelemann sind der Privatfotografie gewidmet: Fotothek – Fachgeschäft für vergessene Privatfotografien.

Auf der Seite INFORMATION heisst es dazu:

Die Fotothek sieht sich als Auffangstelle für in Vergessenheit geratene Privatfotografien, die ihre individuelle Funktion und ihren Wert als Erinnerungsträger scheinbar verloren haben. Aus verschiedensten Gründen sind diese Bilder aus der Privatsphäre eines Lebens herausgefallen, vernachlässigt und weggeworfen worden. Als anonymer Betrachter steht man vor dem intimen Material, das einem für gewöhnlich nur im familiären Rahmen begegnet. Das Schicksal dieser Fotografien und die von ihnen ausgehende Präsenz des Privaten übt eine Faszination aus, die den Ausgang für eine eingehende Beschäftigung mit dem Medium bildet.

Die Fotothek betreibt Bilderrecycling, indem sie das Material aufarbeitet, archiviert und wieder verwendet, um dessen Potenzial herauszuarbeiten. Sie hinterfragt die unmittelbare ästhetische Dimension der Bilder und beschäftigt sich darüber hinaus mit unserer Bildkultur im Privaten.

Das Projekt ist weniger Geschäftsidee als vielmehr ein Beitrag zum Thema visuelle Erinnerung. Es sollte anfangs nur bis September betrieben werden, wird aber aufgrund der guten Resonanz noch verlängert. Mehr Informationen hat ein Podcast von DRadio.

freundlicher Hinweis von Andreas Klingebiel