Visuelles Gedächtnis

Das Fotomuseum in Winterthur veranstaltet eine Tagung zum Thema Visuelles Gedächtnis:


Für die individuelle wie für die kollektive Erinnerung spielen fotografische Bilder eine zentrale Rolle. Unsere Sammlungen, Archive, Familienalben und Datenbanken sind jedoch alles andere als ein wahrheitsgetreuer Spiegel der Welt. Vielmehr sind sie Interpretationen und Konstruktionen von Wirklichkeit: Sie schaffen, die gestalten Erinnerung.

Das Symposium untersucht das „visuelle Gedächtnis“ aus kulturphilosophischer, historischer, bildwissenschaftlicher- und memopolitischer Sicht. Was genau ist unter dem Begriff „visuelle Gedächtnis“ zu verstehen und wozu brauchen wir das? Welche Bedeutung haben Fotoarchive und -sammlungen für das visuelle Gedächtnis? Wie ist der Zusammenhang zwischen den Bildern in unseren Köpfen und der Logik eines Archivs? Können wir durch bewusste Selektion die Überlieferung steuern? Welche Rolle spielen unbewusste Vorgänge zu Zufälle? Wie umfassend und spezifisch muss das visuelle Gedächtnis eines Landes sein? Verlangen die neuen digitalen Speichermedien und -kapazitäten nach neuen Archivformen und Selektionskriterien?

Die Veranstaltung richtet sich an Fachleute sowie ein breites Publikum mit Interesse an Fotografie und Kunst, Kulturgeschichte, Bild- und Medienwissenschaften, Museologie, Archivwesen, Information und Dokumentation, Bildagenturen, Fotojournalismus.

Montag, 26. Juni 2006
Zentrum für Fotografie
Grüzenstrasse 44+ 45
CH-8400 Winterthur

Veranstalter:
Fotostiftung Schweiz
Fotomuseum Winterthur
Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich, ICS/ith

Programm und Anmeldung (PDF)