Doppelte Ökonomien: Archiv Reinhard Mende (1967 – 1990)

Doppelte Ökonomien
Vom Lesen eines Fotoarchivs aus der DDR (1967 – 1990)

6. Mai – 1. Juli 2012
HALLE 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst, Leipziger Baumwollspinnerei

www.doubleboundeconomies.net

„Doppelte Ökonomien” beginnt mit einem Foto-Archiv aus der DDR. Der Fotograf des Archivs ist Reinhard Mende. Als Auftragsarbeiten realisiert, dokumentieren und inszenieren die Aufnahmen Produktionssituationen in Volkseigenen Betrieben (VEB) und die Internationale Leipziger Messe von 1967 bis 1990. Als ehemals wichtigster Handelsplatz zwischen Ost und West, markieren insbesondere die Fotografien der Leipziger Messe einen ökonomischen Raum, der doppelt gebunden ist: sozialistisch in seiner Produktion und kapitalistisch in seiner Präsentation.

Im Zentrum von „Doppelte Ökonomien“ steht eine kollektive Praxis als Methode der Aktualisierung sowohl in Bezug auf die Aufführung des Archivs als auch im Sinne eines kuratorischen Verfahrens. KünstlerInnen, TheoretikerInnen, WissenschaftlerInnen und ehemalige ProtagonistInnen wurden eingeladen, das Archiv zu sichten, zu kommentieren oder eine Auswahl zu treffen. In diesem kollektiven Arbeitsprozess entstand eine vielstimmige Aufführung des Archivs, das auch über eine non-lineare Auseinandersetzung mit der DDR berichtet.
„Doppelte Ökonomien“ wird von Estelle Blaschke, Armin Linke und Doreen Mende kuratorisch geleitet. Es besteht aus einer Ausstellungsreihe (Architektur: Kuehn Malvezzi), einer Publikation (Design: Werkplaats Typografie, Arnhem. Verlag: spector books, Leipzig) und einer Website, welches das Archiv öffentlich und langfristig nutzbar macht (www.doubleboundeconomies.net).

zur Publikation siehe:
http://www.philo-fine-arts.de/programm/cat/ilinx-2/buch/berliner-beitraege-zur-kulturwissenschaft-band-3.html