In eigener Sache: Praktikum

Praktikum in den Bereichen Fotogeschichte – Fotoarchivierung – elektronisches Publizieren

Für verschiedene Aufgaben in den Bereichen Fotogeschichte, Fotoarchivierung und elektronisches Publizieren suchen wir Praktikanten aus den Fachbereichen Geschichte und Kunstgeschichte.

Mögliche Aufgaben

  • Mitarbeit an der inhaltlichen Aufarbeitung von Fotonachlässen
  • Mitarbeit bei der Digitalisierung historischer Bildbestände
  • Fachrecherchen zu fotohistorischen Themen
  • Mitarbeit an Webprojekten
  • Sekretariatsaufgaben bei der Ausarbeitung von Konzepten, Antragstellungen u.ä.

Wir bieten

  • Einführung in die Fotoarchivierung
  • Einführung in die datenbankgestützte Dokumentation von Fotografien
  • Einführung in das Arbeiten mit einem Redaktionssystem / Content Management System
  • Qualifiziertes Zeugnis und Aufwandsentschädigung

Praktikumsbeginn

laufend, fulltime für mind. 4 Woche, nach Absprache auch teilzeit

Kontakt rgoebel (at) fotostoria.de

Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie das Angebot von Fotostoria nutzen. In den letzten Wochen und Monaten sind über Google-Reader immer mehr Abonnenten hinzu gekommen, so dass gestern die Marke von 1000 Abonnenten überschritten wurde. Für Ihr reges Interesse bedanke ich mich herzlich.

Da so viele Leser um Webdesign konsequent einen Bogen machen und die Seite einfach über ihren RSS-Reader konsumieren, ist auch in Zukunft sichergestellt, dass Fotostoria für alle werbefrei bleiben wird!

Im Vordergrund sollen weiterhin die Inhalte stehen, d.h. Nachrichten aus dem Bereichen Fotogeschichte und Fotoarchivierung, Informationen über historische Bildbestände und wissenschaftliche Arbeiten zum Thema.

Denkmalpreis für “Führererlass”-Bildarchiv

Heute wurden die von Europanostra vergebenen europäischen Preise für Denkmalpflege und Kulturerbe bekannt. Prämiert wird im diesem Jahr das zwischen 1943 und 1945 auf Befehl Hitlers angelegte Bildarchiv zur Dokumentation gefährdeter immobiler Kunstwerke (sog. “Führererlass”) in der Kategorie 1c: Collections of Works of Art.

Das Farbdiaarchiv zur Wand und Deckenmalerei ist ein Projekt des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München und des Bildarchivs Foto Marburg .

Towards the end of the Second World War an important campaign to record the wall- and ceiling-paintings in buildings endangered by Allied air-raids was initiated by the Reich’s Ministry of Public Information and Propaganda. From 1943-45, using the innovative technology developed by Agfa, top photographers produced around 40.000 colour glass slides of some 480 buildings in Austria, Bohemia, Germany, Italy, Poland and Russia, many of which were damaged or even destroyed shortly afterwards.

The slides survived the war but were subsequently dispersed in various locations and remained generally unknown.

By the end of the 1990s the slides were severely threatened by the chemical-physical aging process and could no longer be left untreated. A cooperation project between the Bildarchiv Foto Marburg and the Zentralinstitut für Kunstgeschichte in Munich was launched to establish one uniform digital set of images and preserve the original slides, process the images in a database geared to the requirements of scientific research , render all image data and meta data accessible over the Internet, and integrate this data into existing databases. The database is now available for consultation free of charge on websites accessible to scholars and the general public alike. A special “digilib”-server was developed to enlarge the smallest details without diminishing the sharpness of the image, as well as to reference images or parts of them. The high resolution images therefore serve not only as an effective research tool, but have also laid a sound foundation for the restoration of the original interiors themselves.

Florenz 1966

Am 4. November wird in Florenz der Flut von 1966 gedacht, die nicht nur Gebäude und Infrastruktur, sondern vielmehr noch am reichen Kunst- und Kulturerbe der Stadt bleibende Schäden hinterließ. Das Kunsthistorische Institut in Florenz hat dazu eine Fotoausstellung online gestellt, die die Schäden an den Denkmälern und Kunstwerken der Stadt dokumentiert: Florenz. Die Flut. 1966.

Die Aufnahmen entstammen größtenteils der Sammlung Bazzechi, die 1975 vom Institut erworben wurde. Ivo Bazzechi – als Fotograf bereits in der Dokumentation von Kulturgut profiliert – hat die Tage nach der Flut im Bild festgehalten.

Vom Farbdiaarchiv zu Online-Datenbank – “Führerauftrag Monumentalmalerei”

Zum Online Angebot des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München, dem Farbdiaarchiv Mitteleuropäische Wand- und Deckenmalerei ist ein Artikel von Stephan Klingen in Aviso – Zeitschrift für Wissenschaft & Kunst in Bayern – erschienen.

Der Aufsatz beschreibt ausführlich Entstehung und Durchführung dieser ersten großen Fotodokumentation in Farbe. Von 1943 bis zur endgültigen Niederlage hielten Fotografen und Propagandaministerium an dieser Dokumentation fest und fotografierten bis die Bomben fielen, noch am 12. April 1945 gingen Bilder beim Ministerium ein.

Die Farbdias selbst wurden in den letzten Kriegstagen und -wochen in Sicherungsdepots verbracht und anschließend auf verschiedene Einrichtungen zerstreut, bevor sie im Webangebot wieder zusammengeführt werden konnten. Die Digitalisierung der Dias sichert die vom Farbverfall bedrohten Aufnahmen.

via Archivalia

Auferstehung einer verlorenen Welt

… titelt die FAZ heute (06.10.05) in ihrer gedruckten Ausgabe. Dieter Bartetzko setzt sich kritisch mit den Möglichkeiten des sog. “Führererlass”, einer der größten Fotokampagnen der Geschichte, auseinander. Zwischen 1943 und 1945 waren die vom Krieg bedrohten Decken- und Wandbilder im damaligen Reichsgebiet auf Farbdiafilm dokumentiert worden.

Auf die Tagung zum “Führererlass” am 21. und 22. Oktober in München hatte ich bereits hingewiesen. Dann wird der Bestand auch im Internet verfügbar sein.

1945 – im Blick der Fotografie

Anlässlich der deutschen Kapitulation vor 60 Jahren gibt es eine Reihe von Fotoausstellungen, die sich mit dem Jahr 1945 befassen.
Aus regionalem wie auch internationalem Blickwinkel ist die Ausstellung des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte in Münster interessant, die an diesem Samstag eröffnet wird.

Zu sehen sind 320 Fotografien aus regionalen (westfälischen) und überregionalen Archiven, den großen alliierten Bildarchiven, sowie aus Museumsbesitz, die im Verlauf des Jahres 1945 entstanden sind und dabei ganz unterschiedliche Blickweisen auf die epochalen Ereignisse dieses Zeitabschnittes bieten.

Die Fotografie hat wie keine andere Bildgattung die Wahrnehmung und die Erinnerung an die Zeit von den letzten Kriegsmonaten bis zur Befreiung und zum Neuanfang geprägt.
Es geht um offizielle Bilder des Krieges, der Kapitulation und der Befreiung, aber auch um Fotos, die privat von Zeitzeugen aufgenommen wurden.

Das Jahr 1945 bedeutete nicht in allen Ländern eine zeitgleiche Zäsur. Die Französische Fotografen, wie Henri Cartier Bresson, Robert Doisneau oder Brassaï, reflektieren mit ihren stimmungsvollen Aufnahmen alltäglicher Situationen in Paris bereits die Abwesenheit des Krieges und zeigen die mit der Befreiung von der deutschen Besatzung 1944/1945 zurückgekehrte “Joie de vivre”.

Demgegenüber halten zur gleichen Zeit in den nördlichen Niederlanden die Fotografen der sogenannten “Versteckten Kamera”, wie Cas Oorthuys oder Charles Breijer, einen Hungerwinter fest, unter dem die Bevölkerung schwer zu leiden hatte.

22. Mai bis 11. September 2005
Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
in Kooperation mit dem Westfälischen Landesmedienzentrum
Domplatz 10
49149 Münster
Abbildung01

Website: Digitale Photothek des Kunsthistorischen Instituts Florenz

Auftraggeber: Kunsthistorisches Institut in Florenz, MPI

Die analoge Studiensammlung des KHI umfasst über 500.000 Aufnahmen, vor allem zur Kunst Ober- und Mittelitaliens. Diese außergewöhnliche dichte Dokumentation ergänzt als Arbeitsinstrument der kunsthistorischen Forschung die Bibliothek des Instituts.

Die digitale Photothek des KHI umfasst wichtige historische Bestände zur italienischen Kunst, wie die Aufnahmen von Andrea Gaspare De Giovanni der Fresken von San Francesco in Assisi, oder die Kampagnen von Hilde Bauer-Lotz zur Florentiner Architektur und Stadttopografie vor dem Zweiten Weltkrieg.

In einem zweijährigen DFGgeförderten Projekt wurden 20.000 Negative in hoher Auflösung digitalisiert und stehen der Forschung mit Abschluss des Projekts als Resourcen zur Verfügung.

Technischer Rahmen:
Zugrundeliegende Dokumentation in Hida-Midas
Zope/Plone-basiertes CMS
Importschnittstelle zu einer objektorientierten Datenbank (Zope Object Database – ZODB)
Bildserver Digilib für das wissenschaftliche Arbeiten mit Bildern

Projektleitung: Ruth Goebel
Architektur und Umsetzung: Fafalter GmbH, Düsseldorf

Website: Historisches Farbdiaarchiv zur Decken- und Wandmalerei – 1943/1945

Auftraggeber: Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München

Auf persönlichen Erlass Adolf Hitlers wurden zwischen 1943 und 1945 die immobilen Kunstwerke im damaligen „Reichsgebiet“ kurz vor der drohenden Zerstörung durch die Alliierten fotografisch dokumentiert.
Die Kampagnen wurden in fünffachen Kopien an das Propagandaministerium geliefert. Dieser historische Fotobestand befindet sich heute auf verschiedene Institutionen verstreut. Wesentliche Teile liegen beim Bildarchiv Foto Marburg und beim Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München, deren Bestände in dieser Website zusammengeführt werden.

Technischer Rahmen:
zugrundeliegende Dokumentation mit Hida-Midas
Zope/Plone-basiertes CMS
Importschnittstelle zur einer objektorientierten Datenbank (Zope Object Database – ZODB)

Projektleitung: Ruth Goebel
Architektur und Umsetzung: Fafalter GmbH, Düsseldorf

Website: Ignaz Böckenhoff – Fotografie auf dem Lande

Auftraggeber: Gemeinde Raesfeld

Ignaz Böckenhoff war der Fotograf der kleinen Leute. In Raesfeld im Westmünsterland geboren, hatte der Sohn eines Großbauern keinen Beruf erlernt. An sozialem Aufstieg war ihm auch nicht gelegen, er verbrachte sein Leben eher unauffällig, als ein scharfer Beobachter seiner Zeit. Seine Sammlung von 80.000 Negativen ist ein außergewöhnliches Dokument für den politischen und sozialen Wandel vor und nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie befindet sich heute im Besitz der Gemeinde Raesfeld und wird im Westfälischen Landesmedienzentrum aufbewahrt.

Technischer Rahmen:
zugrundeliegende Dokumentation mit Apollo Mediamanager (Oracle)
Zope/Plone-basiertes CMS
Importschnittstelle zu einer Objektorientierten Datenbank

Projektleitung: Ruth Goebel
Architetktur und Umsetzung: Fafalter GmbH, Düsseldorf