Archive for the Internet Category

Bilddokumentation und Bildermarkt

Der Verein für Medieninformation und Mediendokumentation hat einen Hinweis auf das aktuelle Veranstaltungsprogramm geschickt.

http://www.vfm-online.de/seminare/termine.shtml

Für den Bildbereich interesannt:
Voll im Bild – Bilddokumentation und Bildermarkt
11. – 13.03.2014
Haus der Geschichte in Bonn
http://www.vfm-online.de/seminare/2014/bilddokumentation_konzept.shtml

Volontariat Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Bild-, Film- und Tonarchivs beim LWL

Beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ist im LWL-Medienzentrum für Westfalen in Münster zum 01.08.2011 eine Stelle als wissenschaftliche Volontärin/ wissenschaftlicher Volontär im Aufgabenfeld Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Bild-, Film- und Tonarchivs zu besetzen.

zum Stellenangebot

Metadatenmanifest des BVPA

Der Bundesverband der Pressebild-Agenturen und Bildarchive e.V. (BVPA) hat in seinem Manifest zum Erhalt digitaler Metadaten dazu aufgerufen die in den IPTC-Headern ungerbrachten Angaben zum Bild nicht zu löschen.

Ausgangpunkt waren Stichproben, die ergeben hatten, dass 70-80 % der auf deutschen Nachrichtenseiten veröffentlichten Bilder keine Metadaten mehr enthalten.

Gedruckt veröffentlich in “visuell”6- 2010 oder im Netz unter: BVPA Das Manifest liess offen, ob das Entfernen der Metadaten vorsätzlich oder unachtsam geschah.

Das Blog Journalismus und Recherche vermutet dagegen, dass die Metadaten nicht manuell entfernt wurden, das Fehlen also andere Ursachen habe müsse.

Dazu noch eine Beobachtung aus eigenen Projekten mit Content Management Systemen (CMS): Seitendokumente im Internet werden häufig nicht mehr aus Einzelobjekten zusammen gesetzt, sondern etwa als Office-Dokumente mit eingebettetten Bildern hochgeladen. Das CMS extrahiert die Bilder und transformiert den Text als HTML-Dokument. Wenn man sich dann die Bilder noch einmal herauslädt und auf Metadaten hin untersucht, sind die Header blank. Ich würde auch vermuten, dass die verwendeten Content Management Systeme der Nachrichtenseiten für den Informationsschwund verwantwortlich sind.

Der vom BVPA geforderte Umgang mit Metadaten ist sachlich gesehen korrekt, er scheitert aber an der technischen Realität, und da wird man das Rad in Zeiten schneller Nachrichtenproduktion nicht einfach zurück drehen können. Hier wäre es sicherlich interessant genaueres zu wissen, wie die Bilder in den einzelnen Nachrichtenseiten verarbeitet werden.

“Überallbilder” – Fotografie im Internet

Das Internet als Distributionsweg für Bilder ist das Thema eines Symposiums der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh): „Überallbilder“ – DGPh-Symposium zur Photographie in Internet

17-18. Oktober 2008
Hochschule Magdeburg-Stendal (FH)
Fachbereich Kommunikation und Medien
Bereich Journalistik/Medienmanagement
Programm via dgph.de

Google Street View jetzt auch in Europa

Google hat den gesamten Streckenverlauf de Tour de France in Panorama-Aufnahmen erfasst, die über den Dienst Street View zur Verfügung gestellt werden.

Inzwischen putzt Google seine Aufnahmen auch automatisch, d.h. Gesichter und Autokennzeichen werden automatisiert so bearbeitet, dass sie nicht mehr erkennbar sein sollen.

via Heise: Googles Street View zeigt Ansichten aus Europa

Open Access the Chinese Way: Socolar

Die Seite www.socolar.com hat reichlich Zeitschriften unter ihren Fittichen. Eine Suche mit “Fotografie” oder “Photography” liefert zahlreiche Treffer. Sehr interessant, was die Seite so durchsuchbar macht: Zeithistorische Forschungen, ArtForum, Architectural Review, Afterimage, Historisches Forum. Dann eine Reihe von Schriften aus Hochschulservern. Die Volltexte gibt es als PDF vom socolar-Server.

Aufmerksam gemacht hat mich ein Post bei Inetbib. So recht schlau werde ich aus der Seite noch nicht. Jedenfalls scheint man sehr an Content interessiert. Ein Formular “Suggest Journal” gibt es auch.

Bei Google trifft man mit “socolar” außer der Seite selbst noch nichts Rechtes.

ECPA macht dicht

Die ECPA (European Commission on Preservation and Access) wird nicht weiter gefördert. Ich habe regelmäßig den Bereich von SEPIA genutzt.

Schade, dass sich die besonders groß geförderten Projekte immer so schwer damit tun, ihr Arbeit zu verstetigen. Um Websites und Mailinglisten am Laufen zu halten braucht es etwas Technik und ein Häuflein engagierter Leute.

In der jetzt verbreiteten Mitteilung heisst es:

The websites of the ECPA will remain on air for some time, and all the information resources have been transferred to several other organizations, who will use them for their own activities. The mailing lists of the ECPA, EPIC-LST, Inkcorrosion-L, SEPIA-LST, and TAPE, will close at the end of July.

via Archivliste Marburg

Uptdate, 15.01.2011

Inzwischen sind überhaupt keine Inhalte mehr greifbar. Es wird alles auf www.knaw.nl umgeleitet, aber dort trifft die Suche gar nichts mehr. Die Google-Suche kennt zwar noch auf einige Unterseiten der Akademie, aber auch diese Links führen immer auf die Startseite.

Es ist eine Schande, wie klammheimlich solche Dinge begraben werden. Mal abgesehen vom Geld, warum können die damals beteiligten Institutionen die dort entstandenen Dokumente nicht weiter bereit stellen? Das wäre eigentlich ein Punkt für die EU-Vergabekriterien. Wer das nicht archiviert, zahlt einen Teil der Projektmittel zurück.

Suche mit FLesen

Tim Lilling hat eine Google-Suchmaschine zum Thema Fotografie eingerichtet:
www.flesen.de

Mehr zu FLesen auf www.dokufoto.de

Webseite der SISF (Società italiana per lo studio della fotografia)

Die Gründung der italienischen Gesellschaft erfolgte 2006 (vgl. meinen post). Inzwischen hat sich die Webseite (www.sisf.eu) zu einem sehr informativen Angebot entwickelt. Insbesondere der Bereich Osservatorio mit Blogbeiträgen zu Büchern, Ausstellungen und Tagungen lohnt einen regelmäßigen Blick: unter Libri gibt es dort schon einige Beiträge.

R. Polley: Rechtsfragen bei der Präsentation und Benutzung digitaler Publikationen im archivischen Kontext

Der lesenswerte Aufsatz von Polley in Archivpflege in Westfalen-Lippe 63, 2005 behandelt das Thema Urheberrecht von Archivgut und Quelleneditionen im Zusammehang der Bereitstellung im Internet.

Aufsatz als PDF über die Seite Archivpflege

Klaus Graf hat in Archivalia folgende kritische Anmerkung gemacht:

Ausatz Polley:
Zu bedenken ist aber, dass beispielsweise nach der Bundesarchiv-Kostenverordnung vom 29. September 1997 (BGBl. I S. 2380) in der Fassung vom 7. November 2000 (BGBl. I S. 1495) die Einblendung von Reproduktionen in Onlinedienste je Reproduktion nach deren Zeitspanne gebührenpflichtig ist und zwar bei einem Jahr im Betrag von 191,73 Euro (Anlage zu § 2 BArchKostV, Kostenverzeichnis, A. Gebühren, Nummer 4.35). Wenn der Benutzer mehrere Bilder Online-Diensten zuführt, vermehrt sich numerisch der Betrag, und ich verstehe die Regelung so, dass mehrjährige Zeiträume der Online-Setzung auch den Jahresbetrag multiplikatorisch erhöhen. Einen Hinweis darauf, dass nur eine mit Gewinnstreben verbundene gewerbliche Online-Setzung darunter zu verstehen ist, vermag ich der Regelung wörtlich nicht zu entnehmen. Auch die Legitimation zur Gebührenbefreiung bei wissenschaftlichen Zwecken erfasst nach § 4 Abs. 2 BArchKostV nicht diese Nummernregelung.

Dazu Graf:
Diese Gebührengestaltung erscheint mir nicht mit dem gebührenrechtlichen Äquivalenzprinzip vereinbar.

Tatschächlich muss jeder Mensch mit etwas Common Sense hier erst einmal zusammenzucken, wenn derart multipliziert wird.

Die Frage der Bildnutzungshonorare für Webseiten ist mir in Gebührenordnungen schon häufiger als recht kostspielig aufgestoßen. Immerhin gibt es Gebührenordnungen, die die Nutzungsdauer im Internet nicht befristen, vgl. (als willkürliches Beispiel) die Gebührenordnung des LWL (PDF) .

Die allermeisten Gebührenordnungen kranken aber an der Tatsache, dass das Internet (entgegen der vorhandenen technischen Möglichkeiten der Differenzierung) nur pauschal als weltweite Verbreitung gemessen wird, und eine Differenzierung wie Auflagenstärke bei Druckmedien einfach nicht stattfindet.

Pressebilder, die mir zur Verfügung gestellt werden, verwende ich in diesem Blog natürlich gern, Bilder nach Gebührenordnung einzukaufen ist dagegen absolut nicht drin.

Langfristig betrachtet, würde ich folgende These wagen: Öffentlicher Besitz, der nicht öffentlich greifbar ist, führt irgendwann zu einem Legitimationsproblem. Wie schon gelegentlich zu beobachten, gibt es immer weniger Geld für Projekte, deren Output nicht auch öffentlich zugänglich ist. Früher oder später wird es auch unabhängig von der Frage der finanziellen Förderung (wie schon bei den Bestimmungen zur Accessibility von Websites) eine (gesetzliche) Pflicht sein, dass Archive und Museen ihre Bestände im Web zugänglich machen, sonst droht die Institution als Ganze eingemottet zu werden. Damit sollte sich (in einigen Jahrzehnten oder früher) auch die Politik ändern, wie diese Werke in öffentlichem Besitz durch Dritte genutzt werden können.

Kinder Fragen, Politiker antworten

Der Beitrag der Kinderreporter zum Kenntnisstand der Politik in Sachen Internet ist absolut erhellend: Kinderrreporter fragen Poliktiker nach dem Internet.

Ganz besonders erhellend die Aussagen der Justizministerin. Da muss man sich eigentlich über das Zustandekommen der aktuellen Gesetzgebung keine Gedanken mehr machen. Das übernehmen gewiss freundliche Lobbyisten, unsere Entscheidungsträger mit einschlägiger Information zu versorgen.

Magnum Blog

Wie jetzt auf StockPhotoTalk zu lesen, betreibt Magnum Photos nun auch ein Blog.

zum Magnum Blog

Netvue Bildersuche

Netvue hat jetzt die Betaversion einer neuen Bildsuchmaschine zum Testen herausgebracht.

Auf der Netvue-Seite heisst es dazu:

Netvue allows users to search the internet for graphics, clipart, and photos. Netvue’s slide show presentation of results allows users to see the images in full size. While other image search sites restrict you to looking at a page of tiny thumbnails, Netvue simply retrieves the originating image itself. Other image search engines are fallable because they show thumbnails for content which may be inaccessable to you. Quite often, a user spends their time looking at “Page Not Found” errors and is forced to go ‘back’ and try their luck with clicking another thumbnail. Netvue is free of these hassles because it retrieves the full-sized image itself, skipping those that no longer exist.

Fragt sich, ob Netvue Probleme mit dem Urheberrecht bekommt. Die Suche ist schon jetzt nicht sehr performant.

via netbib.de

foto blog

Im Blog-Portal germanblogs.de gibt es seit Ende Juni ein foto blog .

“Wissenschaftler haben keine Zukunft im Urheberrecht”

Thomas Hoeren, Leiter des Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht an der Uni Münster, sieht mit der geplanten Stärkung der Verwerterrechte im Rahmen der umstrittenen zweiten Stufe der Urheberrechtsreform Forschung und Lehre massiv bedroht. Der Professor stellte am gestrigen Freitag auf der Tagung Shapes of Things to Come – Die Zukunft der Informationsgesellschaft in Berlin anhand einer Reihe von Thesen dar, wieso “Wissenschaftler keine Zukunft im Urheberrecht haben”.

mehr bei Heise

Online-Bookshop Fotografie

Der neue Online-Bookshop FOTO Bücher online macht das Suchen nach Fotopublikationen nun interessanter. Alle Titel werden durch eine Inhaltsbeschreibung ergänzt, so dass mit der Volltextsuche auch Begriffe aus der Beschreibung Treffer liefern. Auch wenn die Datenbank noch nicht sehr umfänglich zu sein scheint, eine gute Sache. Erworben werden die Bücher bei Amazon.

We’re not afraid

Ein Fotoblog zu den Anschlägen in London, kommentiert von Spiegel Online.
(Ggf. lohnt es sich später noch mal reinzuschauen, weil es die Seite momentan aus dem Netz geworfen hat.)

Historische Karten – Unibibliothek Amsterdam

Die Kartensammlung der Universitätsbibliothek von Amsterdam besticht durch die Qualität der digitalisierten Karten. Allerdings funktioniert die Navigation innerhalb einer Karte nicht sehr präzise und die Ladzeiten erfordern schon etwas Geduld.

Allen die sich für historische Karten im Web interessieren, möchte ich deshalb den Bildserver Diglilb empfehlen, der eben Präzision und Schnelligkeit liefert.
Ein Fresko Giottos im Vierungsgewölbe der Unterkirche von Assisi kann praktisch schon mit einer guten Gesamtansich so navigiert werden, dass alle gewünschten Ausschnitte aufgerufen werden können. Das funktioniert über den Button “zoom area”, der den Mauszeiger zum Werkzeug macht und mit dem der gewünschte Ausschnitt dann “gezogen” werden kann.

Digilib läuft einfach deshalb so schnell, weil an den Nutzer immer nur die tatsächlich benötigten Bilddaten geschickt werden, d.h. alle Gesamtansichten oder Ausschnitte werden on-the-fly als PNG aus dem 20 MB großen TIFF berechnet.

Das ganze beruht auf festen URLs, ist also als Resource zitierfähig, solange die Domain stabil bleibt. Referenziert wird in Digilb über den Button “reference”, der die entsprechende URL liefert, und das alles Open Source.

Einzige Macke: Digilib funktioniert in der von uns verwendeten Version mit Firefox und Microsoft IE, aber nicht mit Safari, aber das gilt auch für das oben genannte Angebot.

Virtuelle Museen der Fotografie

Der Artikel von Erkki Hutamo, Rundbrief Fotografie, 12, 2005, H. 1, S. 20-24 über “Virtuelle Museen der Fotografie” wirft mehr Fragen auf, als er beantwortet. Nicht nur, dass generell und allgemein über virtuelle Museen räsoniert wird und letztendlich die Museen der Fotografie aus dem Blick geraten. Bedauerlicher noch, dass nicht eine einzige Internetpräsenz genannt wird. Warum so viel Theorie, fragt sich der Leser, als ob das das virtuelle Museum noch erfunden werden müsste.

Dabei gibt es sie sehr wohl, und zumindest einige Beispiele wären gut gewesen, auch um zu klären, wo wir uns momentan befinden. Dies wäre eine zugegebenermaßen willkürliche Auswahl:

Lebendiges virtuelles Museum Online

The American Museum of Photography

Das Museum of Modern Art

Das Musée de la photographie de Charleroi

MuVi – Museo Virtuale della memoria collettiva di una regione: la Lombardia

UCR / California Museum of Photography

Vielleicht eine noch provozierendere Frage: Wird das virtuelle Museum der Zukunft ein Privileg der etablierten Kultureinrichtungen bleiben oder müssen wir nicht auch das Web als Museum akzeptieren? Auch wenn hier nicht der “Qualitätsfilter” der großen öffentlichen Einrichtungen greift: die Fotoblogger machen es uns vor.