RIBApix

Die Datenbank RIBApix des Royal Institute of British Architects hat einen sehr hochwertigen Bildbestand. Der Einstieg ist über eine Facettierung möglich.

Etwas schade, dass bei Fotografen nur mit Texteingabe gesucht werden kann. Alternativ gibt es leider auch keine Übersicht über die wesentlichen Teilbestände.

RIBApix

Historische Fotobestände bei Coding Da Vinci

In den Projekten von Coding Da Vinci arbeiten Institutionen aus dem Kulturbereich mit Entwicklern zusammen und neue Apps zu entwickeln.

Übersicht über die Projekte:
http://codingdavinci.de/projekte

Viele Projekte greifen auf historische Bildbestände zurück, u.a. aus dem Bildbestand Willy Pragher. Hier nur einige Beispiele:

Dieser thematisch fokussierte Zugang ist sicher gut, um die Sichtbarkeit der Bildbestände noch zu erhöhen!
Am 5. Juli 2015 wird die Preisverleihung sein.

British Library stellt über eine Million gemeinfreie Bilder in Netz

Heise online hat gestern über dieses Projekt bereichtet:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/British-Library-stellt-ueber-eine-Million-gemeinfreie-Bilder-in-Netz-2066464.html

Die Bilder stellt die Bibliothek über Flickr zur Verfügung:
http://www.flickr.com/photos/britishlibrary

Die Bilder stammen aus der Digitalisierung von Büchern des 17., 18. und 19. Jahrhunderts, die Microsoft für die Bibliothek digitalisiert hat.

Mir gefällt die Bereitstellung großer Mengen Material unter CC-Lizenzen und ohne Restriktionen. Allerdings sind die Suchmöglichkeiten in Flickr doch eher gewöhnungsbedürftig.

Der Bildbestand scheint nicht identisch mit dem Material zu sein, das die Bibliothek über ihre Bildsuche zur Verfügung stellt:
https://imagesonline.bl.uk/?service=page&action=show_home_page&language=en
Jedenfalls habe ich zwei Stichproben gemacht und das Flickr-Material dort nicht gefunden.

Wir würde es besser gefallen man hätte eine ordentliche Suche unter eigenem Dach, hälte die verschiedenen Lizenzen in der eigenen Datenbank nach, bzw. erlaubt dem Nutzer gezielte Recherchen nach freien Lizenzen.

Ob die Crowd wie geplant eine sinnvolle Klassifizierung zu den Bildern liefert, bleibt noch abzuwarten.

weiter:
Mitteilung der Bibliothek

New Yorker Stadtarchiv macht seine Bilder online zugänglich

Wie SPIEGEL online berichtet, bringt das News Yorker Stadtarchiv seine Bilder online:
New York stellt gigantisches Fotoarchiv online

Die Bilder sind Teil eines Projekts, in dem in den letzten Jahren rund 870.000 Bilder digitalisiert wurden. Allein 800.000 Aufnahmen wurden Mitte der 1980er Jahre angefertigt, um jedes New Yorker Haus zu dokumentieren. Des weiteren gibt es zahlreiche Fotos von Tatorten.

Eine Gruppe qualitativ hochwertige Aufnahmen stammt von Eugene de Salignac, der von 1906 bis 1934 als Fotograf bei der städtischen Baubehörde war.

NYC Municipal Archives Gallery

Weitere Pressestimmen
www.mercurynews.com
www.denverpost.com
www.seattlepi.com

Doppelte Ökonomien: Archiv Reinhard Mende (1967 – 1990)

Doppelte Ökonomien
Vom Lesen eines Fotoarchivs aus der DDR (1967 – 1990)

6. Mai – 1. Juli 2012
HALLE 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst, Leipziger Baumwollspinnerei

www.doubleboundeconomies.net

„Doppelte Ökonomien” beginnt mit einem Foto-Archiv aus der DDR. Der Fotograf des Archivs ist Reinhard Mende. Als Auftragsarbeiten realisiert, dokumentieren und inszenieren die Aufnahmen Produktionssituationen in Volkseigenen Betrieben (VEB) und die Internationale Leipziger Messe von 1967 bis 1990. Als ehemals wichtigster Handelsplatz zwischen Ost und West, markieren insbesondere die Fotografien der Leipziger Messe einen ökonomischen Raum, der doppelt gebunden ist: sozialistisch in seiner Produktion und kapitalistisch in seiner Präsentation.

Im Zentrum von „Doppelte Ökonomien“ steht eine kollektive Praxis als Methode der Aktualisierung sowohl in Bezug auf die Aufführung des Archivs als auch im Sinne eines kuratorischen Verfahrens. KünstlerInnen, TheoretikerInnen, WissenschaftlerInnen und ehemalige ProtagonistInnen wurden eingeladen, das Archiv zu sichten, zu kommentieren oder eine Auswahl zu treffen. In diesem kollektiven Arbeitsprozess entstand eine vielstimmige Aufführung des Archivs, das auch über eine non-lineare Auseinandersetzung mit der DDR berichtet.
„Doppelte Ökonomien“ wird von Estelle Blaschke, Armin Linke und Doreen Mende kuratorisch geleitet. Es besteht aus einer Ausstellungsreihe (Architektur: Kuehn Malvezzi), einer Publikation (Design: Werkplaats Typografie, Arnhem. Verlag: spector books, Leipzig) und einer Website, welches das Archiv öffentlich und langfristig nutzbar macht (www.doubleboundeconomies.net).

zur Publikation siehe:
http://www.philo-fine-arts.de/programm/cat/ilinx-2/buch/berliner-beitraege-zur-kulturwissenschaft-band-3.html

Historische Bildsammlungen

Auf Spiegel online gibt es derzeit einiges zu historischen Bildbeständen:

Samurai in Sepia – Die Bildsammlung entstand um 1860 anlässlich der Reise einer deutschen Delegation unter Graf Friedrich Albert zu Eulenburg. Der Fotohistoriker Sebastian Dobson hat Fotos aufgespürt, die zum Teil seit 1861 nicht mehr ans Licht kamen.

Fotograf der Delegation war Carl Bismarck zusammen mit August Sachtler. Vor Ort unterstützte sie der US-Amerikaner John Wilson.

Dazu wird demänchst ein Bildband erscheinen:

Sebastian Dobson, Sven Saaler: “Unter den Augen des Preußen-Adlers: Lithographien, Zeichnungen und Photographien der Teilnehmer der Eulenburg-Mission in Japan 1860-1861”, ludicium-Verlag, März 2011, 400 Seiten.

Der Beitrag Das Kindermädchen mit der Kamera ist den Aufnahmen des Kindermädchens Vivian Maier gewidmet. Maier verstrab 2009 verarmt in Chicago, zuvor war ihre Lebenswerk zwangsversteigert worden. Der Immobilienmakler John Maloof kam so in den Besitz ihrer Aufnahmen.

Maier fotografierte die Menschen auf der Straße, den Geschäftsmann oder den Obdachlossen, daneben immer wieder Kinder, verwahrlost und zerzaust, aber auch die unbeschwert spielenden Kinder der Oberschicht.

Die erhaltene Sammlung beläuft sich auf über 100.000 Aufnahmen. Maloof postet zur Sammlung regelmäßig in seinem Blog VIVIAN MAIER – HER REDISCOVERED WORK.

Metadatenmanifest des BVPA

Der Bundesverband der Pressebild-Agenturen und Bildarchive e.V. (BVPA) hat in seinem Manifest zum Erhalt digitaler Metadaten dazu aufgerufen die in den IPTC-Headern ungerbrachten Angaben zum Bild nicht zu löschen.

Ausgangpunkt waren Stichproben, die ergeben hatten, dass 70-80 % der auf deutschen Nachrichtenseiten veröffentlichten Bilder keine Metadaten mehr enthalten.

Gedruckt veröffentlich in “visuell”6- 2010 oder im Netz unter: BVPA Das Manifest liess offen, ob das Entfernen der Metadaten vorsätzlich oder unachtsam geschah.

Das Blog Journalismus und Recherche vermutet dagegen, dass die Metadaten nicht manuell entfernt wurden, das Fehlen also andere Ursachen habe müsse.

Dazu noch eine Beobachtung aus eigenen Projekten mit Content Management Systemen (CMS): Seitendokumente im Internet werden häufig nicht mehr aus Einzelobjekten zusammen gesetzt, sondern etwa als Office-Dokumente mit eingebettetten Bildern hochgeladen. Das CMS extrahiert die Bilder und transformiert den Text als HTML-Dokument. Wenn man sich dann die Bilder noch einmal herauslädt und auf Metadaten hin untersucht, sind die Header blank. Ich würde auch vermuten, dass die verwendeten Content Management Systeme der Nachrichtenseiten für den Informationsschwund verwantwortlich sind.

Der vom BVPA geforderte Umgang mit Metadaten ist sachlich gesehen korrekt, er scheitert aber an der technischen Realität, und da wird man das Rad in Zeiten schneller Nachrichtenproduktion nicht einfach zurück drehen können. Hier wäre es sicherlich interessant genaueres zu wissen, wie die Bilder in den einzelnen Nachrichtenseiten verarbeitet werden.

Daguerreobase

Daguerreobase ist eine Seite auf der registrierte Mitglieder ihre Daguerreotypien erfassen können. Sie wurde vom Nederlands Fotomuseum entwickelt.

The Daguerreobase is an online application designed to contain detailed information about daguerreotypes. Members can view, edit and store records of individual daguerreotypes and establish relations to other records based on a wide range of characteristics. This includes collections, owners, creators, hallmarks, housing models, sizes, materials and free text descriptions.

Inhaltlich sind u.a. beteiligt: Prentenkabinet Leiden, Museum Joh. Enschedé, Fotomuseum Provincie Antwerpen, Rijksmuseum Amsterdam, Streekarchief Bommelerwaard, Huis Doorn, Dordrechts Museum und das Fries Museum.

Katalog der Kulturgüter in Südtirol

Unter der Adresse
http://www.provinz.bz.it/katalog-kulturgueter/default_de.aspx
wurde vor zwei Tagen der Katalog der Kulturgüter in Südtirol online gestellt.

Dem Projekt sind 18 Museen angeschlossen, die über das Portal 217.000 Objekte zugänglich machen. Wer in der erweiterten Suche unter “Technik” mit “fotografiert” sucht, kann sich die Fotobestände heraus filtern.

Die Bestände stammen größtenteils. aus dem dem Landesamt für AV-Medien und der Stiftung MUSEION. Museum für moderne und zeitgenössische Kunst Bozen.

Pressemitteilung via DEMUSEUM

14-18 immagini della grande guerre

Auf das italienische Angebot hat Archivalia aufmerksam gemacht: Italienische Fotos aus dem ersten Weltkrieg.

1418 – immagini della grande guerra

Die Datenbank bietet neben den gängigen Suchmöglichkeiten über Volltext und einzelne Indizes über den Reiter “Liste” gute Möglichkeiten des Browsings, nach Orten, Personen, Themen und Jahren.

Das Angebot beinhaltet Einzelfotografien und Fotoalben, aber auch Kriegszeitschriften und -illustrierte.
Die Bildbestände gehören zu folgende Einrichtungen:

  • Fondo guerra BSMC – Biblioteca di Storia Moderna e Contemporanea
  • Fondo guerra MCRR – Museo Centrale del Risorgimento
  • Fondo BNCR – Biblioteca nazionale centrale di Roma
  • Fondo guerra BUA – Biblioteca Universitaria Alessandrina

Farbfotos aus den USA

Einestages – Zeitgeschichten auf Spiegel online – hat einen Beitrag von Eike Frenzel zum FSA-Projekt: Farbfotos aus den USA – Knipsen gegen die Krise

Anlass für die fotografische Dokumentation war die Krise der ländlichen Bevölkerung in den 1930er Jahren. Die im Auftrage der Landwirtschaftsversorgungsbehörde Farm Security Administration (FSA) arbeitenden Fotografen sollten auf das harte Leben der Landbevölkerung aufmerksam machen – allerdings weniger unter dem Blickwinkel der Krise als vielmehr im Sinne “guter Patrioten”.

Zwischen 1935 und 1942 entstanden etwa 270.000 Aufnahmen, darunter 1.600 in Farbe – alles recherchierbar über die Library of Congress:
America from the Great Depression to Word War II
Farm Security Administration/Office of War Imformation Collection

Blickpunkte. Fotografien als Quelle zur Erforschung der Kultur der Deutschen im und aus dem östlichen Europa

Die Tagung der Kommission für deutsche und osteuropäische Volkskunde, Görlitz findet vom 15.09.2010-17.09.2010 im Schlesisches Museum zu Görlitz statt

Ankündigung via HSK

VORTRÄGE

Mittwoch, 15.09.2010

  • Prof. Dr. Marita Krauss, Dr. Miroslav Schneider, Dr. des. Sarah Scholl-Schneider (Augsburg)
    “Heimatbilder” – multiperspektivische Zugänge zum Zusammenleben in der Mitte Europas. Fotografien aus dem Projekt Sudetendeutsche Vertriebene in Bayern

Donnerstag, 16.09.2010

  • Teresa Volk M.A. (Freiburg)
    Ein Bildarchiv geht online. Das neue Datenbankprojekt des Johannes-Künzig-Instituts für ostdeutsche Volkskunde, Freiburg
  • Dr. Wolfram G. Theilemann (Sibiu/Hermannstadt)
    Das Bildarchiv des ZAEKR Sibiu/Hermannstadt, Rumänien: Enstehung – Erschließungsstand – Recherchemöglichkeiten
  • Mgr. Magdalena Górniak (Opole/Oppeln)
    Die Schlesische Fotothek als Quelle zur Erforschung der Geschichte und Kultur Schlesiens. Vorstellung einer interaktiven Homepage
  • Elzbieta Berendt M.A., Dr. Malgorzata Michalska (Wroclaw/Breslau)
    Geschichte und Geschichten. Interpretationsweisen von alten niederschlesischen Fotoaufnahmen
  • Dr. Elke Bauer (Marburg)
    Zwischen Inszenierung und Authentizität: Kontextualisierung ausgewählter Bildzeugnisse zum Alltagsleben der Deutschen in Ostmitteleuropa vor 1945

Freitag, 17.09.2010

  • Mgr. Vladimír J. Horák, PhD. (Ostrava/Ostrau)
    Fotografien in der Ethnografie als Zeitdokument: der eingefangene Augenblick: Realität oder Fiktion?
  • Dr. Malwine Seemann (Oldenburg)
    Mädchen-Landjahrlager in Schlesien – Bilder einer Erziehungseinrichtung des Nationalsozialismus
  • Eva Pluharová-Grigiene M.A. (Hamburg)
    Imaginäre Heimat. “Heimat” und “Heimatverlust” in der visuellen Erinnerung der Memelländer nach 1945
  • Theresa Langer, Dipl.-Kulturwirtin (Passau)
    Die fotografische Darstellung der Deutschen in den tschechischen Grenzgebieten in tschechoslowakischen Printmedien nach Ende des Zweiten Weltkriegs

Die Eroberung des Südpols

Die Flo Peters Gallery in Hamburg präsentiert einen historischen Bildbestand – Aufnahmen von Herberg G. Ponting einer Expedition zum Südpol 1910. Ponting brachte 1912 über 1700 großformatige Platten von dieser Expedition mit, die heute beim Scott Polar Research Institut der Universität Cambridge aufbewahrt werden.

Flo Peters Gallery, Hamburg
www.flopetersgallery.com
noch bis zum 10. Mai 2010

mehr zum Schnuppern:

Nachtrag:

gefunden in: Photopresse 07-2010