DigiCONFLICT: Digital Heritage in Cultural Conflicts

Das Projekt DigiCONFLICT – Digital Heritage in Cultural Conflicts wird von einer internationalen Forschergruppe unter Dr. G. Pasternak, De Montfort University in Leicester (UK), Prof. Manikowska, Institute of Art of the Polish Academy of Sciences (Polen) und Dr. M.T. Tureby, Linköping University (Schweden) durchgeführt.

DigiCONFLICT will explore the impact of digital heritage on contemporary engagements with the past in specific national frameworks in Poland, Sweden and Israel. Focusing on oral history, photography and multimedia museums as some of the most common media used to digitalize cultural heritage, the project responds to the Call’s ‘Critical Engagements with Digital Heritage’ trajectory, endeavoring to challenge widespread claims about the universality and democratizing abilities of digital heritage. Even though digital heritage maintains the potential to increase cohesion across nations and social groups, it is equally used to cement elite power structures, define what counts as cultural heritage, and determine whose cultural heritage is worthy of preservation. While acknowledging the role digital heritage plays in shaping and distributing cultural heritage, the project’s point of departure is that digital heritage cannot be considered in separation from historical, cultural and national contexts. The project has three main aims: 1) to explore how national politics affect digital definitions of cultural heritage, 2) to investigate who creates and engages with digital heritage, and how, and 3) to study how the scope and value of cultural heritage are being negotiated and reformulated in a digital context.

mehr:

https://heuright.eu/news/jpich-digital-heritage-call-digiconflict-digital-heritage-in-cultural-conflicts/

http://britishphotohistory.ning.com/profiles/blogs/dmu-secures-500-000-grant-from-jpich

http://www.jpi-culturalheritage.eu/2017/12/eight-transnational-research-consortiums-will-receive-funding-in-the-programme-digital-heritage/

101 Photographs

Die Seite 101 Photographs präsentiert eine Auswahl der Sammlung des Center for Image Research and Diffusion (CRDI) in Girona.

Das scheint Teil eines größeren Projekts zu sein, für Girona ein virtuelle Fotomuseum zu etablieren.

http://www.girona.cat/sgdap/cat/recursos_fotografia.php
https://www.iasa-web.org/centre-image-research-diffusion-crdi-girona-presents-virtual-exhibitions

via http://britishphotohistory.ning.com/profiles/blogs/website-101-photographs

RIBApix

Die Datenbank RIBApix des Royal Institute of British Architects hat einen sehr hochwertigen Bildbestand. Der Einstieg ist über eine Facettierung möglich.

Etwas schade, dass bei Fotografen nur mit Texteingabe gesucht werden kann. Alternativ gibt es leider auch keine Übersicht über die wesentlichen Teilbestände.

RIBApix

Historische Fotobestände bei Coding Da Vinci

In den Projekten von Coding Da Vinci arbeiten Institutionen aus dem Kulturbereich mit Entwicklern zusammen und neue Apps zu entwickeln.

Übersicht über die Projekte:
http://codingdavinci.de/projekte

Viele Projekte greifen auf historische Bildbestände zurück, u.a. aus dem Bildbestand Willy Pragher. Hier nur einige Beispiele:

Dieser thematisch fokussierte Zugang ist sicher gut, um die Sichtbarkeit der Bildbestände noch zu erhöhen!
Am 5. Juli 2015 wird die Preisverleihung sein.

British Library stellt über eine Million gemeinfreie Bilder in Netz

Heise online hat gestern über dieses Projekt bereichtet:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/British-Library-stellt-ueber-eine-Million-gemeinfreie-Bilder-in-Netz-2066464.html

Die Bilder stellt die Bibliothek über Flickr zur Verfügung:
http://www.flickr.com/photos/britishlibrary

Die Bilder stammen aus der Digitalisierung von Büchern des 17., 18. und 19. Jahrhunderts, die Microsoft für die Bibliothek digitalisiert hat.

Mir gefällt die Bereitstellung großer Mengen Material unter CC-Lizenzen und ohne Restriktionen. Allerdings sind die Suchmöglichkeiten in Flickr doch eher gewöhnungsbedürftig.

Der Bildbestand scheint nicht identisch mit dem Material zu sein, das die Bibliothek über ihre Bildsuche zur Verfügung stellt:
https://imagesonline.bl.uk/?service=page&action=show_home_page&language=en
Jedenfalls habe ich zwei Stichproben gemacht und das Flickr-Material dort nicht gefunden.

Wir würde es besser gefallen man hätte eine ordentliche Suche unter eigenem Dach, hälte die verschiedenen Lizenzen in der eigenen Datenbank nach, bzw. erlaubt dem Nutzer gezielte Recherchen nach freien Lizenzen.

Ob die Crowd wie geplant eine sinnvolle Klassifizierung zu den Bildern liefert, bleibt noch abzuwarten.

weiter:
Mitteilung der Bibliothek

New Yorker Stadtarchiv macht seine Bilder online zugänglich

Wie SPIEGEL online berichtet, bringt das News Yorker Stadtarchiv seine Bilder online:
New York stellt gigantisches Fotoarchiv online

Die Bilder sind Teil eines Projekts, in dem in den letzten Jahren rund 870.000 Bilder digitalisiert wurden. Allein 800.000 Aufnahmen wurden Mitte der 1980er Jahre angefertigt, um jedes New Yorker Haus zu dokumentieren. Des weiteren gibt es zahlreiche Fotos von Tatorten.

Eine Gruppe qualitativ hochwertige Aufnahmen stammt von Eugene de Salignac, der von 1906 bis 1934 als Fotograf bei der städtischen Baubehörde war.

NYC Municipal Archives Gallery

Weitere Pressestimmen
www.mercurynews.com
www.denverpost.com
www.seattlepi.com

Doppelte Ökonomien: Archiv Reinhard Mende (1967 – 1990)

Doppelte Ökonomien
Vom Lesen eines Fotoarchivs aus der DDR (1967 – 1990)

6. Mai – 1. Juli 2012
HALLE 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst, Leipziger Baumwollspinnerei

www.doubleboundeconomies.net

„Doppelte Ökonomien” beginnt mit einem Foto-Archiv aus der DDR. Der Fotograf des Archivs ist Reinhard Mende. Als Auftragsarbeiten realisiert, dokumentieren und inszenieren die Aufnahmen Produktionssituationen in Volkseigenen Betrieben (VEB) und die Internationale Leipziger Messe von 1967 bis 1990. Als ehemals wichtigster Handelsplatz zwischen Ost und West, markieren insbesondere die Fotografien der Leipziger Messe einen ökonomischen Raum, der doppelt gebunden ist: sozialistisch in seiner Produktion und kapitalistisch in seiner Präsentation.

Im Zentrum von „Doppelte Ökonomien“ steht eine kollektive Praxis als Methode der Aktualisierung sowohl in Bezug auf die Aufführung des Archivs als auch im Sinne eines kuratorischen Verfahrens. KünstlerInnen, TheoretikerInnen, WissenschaftlerInnen und ehemalige ProtagonistInnen wurden eingeladen, das Archiv zu sichten, zu kommentieren oder eine Auswahl zu treffen. In diesem kollektiven Arbeitsprozess entstand eine vielstimmige Aufführung des Archivs, das auch über eine non-lineare Auseinandersetzung mit der DDR berichtet.
„Doppelte Ökonomien“ wird von Estelle Blaschke, Armin Linke und Doreen Mende kuratorisch geleitet. Es besteht aus einer Ausstellungsreihe (Architektur: Kuehn Malvezzi), einer Publikation (Design: Werkplaats Typografie, Arnhem. Verlag: spector books, Leipzig) und einer Website, welches das Archiv öffentlich und langfristig nutzbar macht (www.doubleboundeconomies.net).

zur Publikation siehe:
http://www.philo-fine-arts.de/programm/cat/ilinx-2/buch/berliner-beitraege-zur-kulturwissenschaft-band-3.html

Historische Bildsammlungen

Auf Spiegel online gibt es derzeit einiges zu historischen Bildbeständen:

Samurai in Sepia – Die Bildsammlung entstand um 1860 anlässlich der Reise einer deutschen Delegation unter Graf Friedrich Albert zu Eulenburg. Der Fotohistoriker Sebastian Dobson hat Fotos aufgespürt, die zum Teil seit 1861 nicht mehr ans Licht kamen.

Fotograf der Delegation war Carl Bismarck zusammen mit August Sachtler. Vor Ort unterstützte sie der US-Amerikaner John Wilson.

Dazu wird demänchst ein Bildband erscheinen:

Sebastian Dobson, Sven Saaler: „Unter den Augen des Preußen-Adlers: Lithographien, Zeichnungen und Photographien der Teilnehmer der Eulenburg-Mission in Japan 1860-1861“, ludicium-Verlag, März 2011, 400 Seiten.

Der Beitrag Das Kindermädchen mit der Kamera ist den Aufnahmen des Kindermädchens Vivian Maier gewidmet. Maier verstrab 2009 verarmt in Chicago, zuvor war ihre Lebenswerk zwangsversteigert worden. Der Immobilienmakler John Maloof kam so in den Besitz ihrer Aufnahmen.

Maier fotografierte die Menschen auf der Straße, den Geschäftsmann oder den Obdachlossen, daneben immer wieder Kinder, verwahrlost und zerzaust, aber auch die unbeschwert spielenden Kinder der Oberschicht.

Die erhaltene Sammlung beläuft sich auf über 100.000 Aufnahmen. Maloof postet zur Sammlung regelmäßig in seinem Blog VIVIAN MAIER – HER REDISCOVERED WORK.

Metadatenmanifest des BVPA

Der Bundesverband der Pressebild-Agenturen und Bildarchive e.V. (BVPA) hat in seinem Manifest zum Erhalt digitaler Metadaten dazu aufgerufen die in den IPTC-Headern ungerbrachten Angaben zum Bild nicht zu löschen.

Ausgangpunkt waren Stichproben, die ergeben hatten, dass 70-80 % der auf deutschen Nachrichtenseiten veröffentlichten Bilder keine Metadaten mehr enthalten.

Gedruckt veröffentlich in „visuell“6- 2010 oder im Netz unter: BVPA Das Manifest liess offen, ob das Entfernen der Metadaten vorsätzlich oder unachtsam geschah.

Das Blog Journalismus und Recherche vermutet dagegen, dass die Metadaten nicht manuell entfernt wurden, das Fehlen also andere Ursachen habe müsse.

Dazu noch eine Beobachtung aus eigenen Projekten mit Content Management Systemen (CMS): Seitendokumente im Internet werden häufig nicht mehr aus Einzelobjekten zusammen gesetzt, sondern etwa als Office-Dokumente mit eingebettetten Bildern hochgeladen. Das CMS extrahiert die Bilder und transformiert den Text als HTML-Dokument. Wenn man sich dann die Bilder noch einmal herauslädt und auf Metadaten hin untersucht, sind die Header blank. Ich würde auch vermuten, dass die verwendeten Content Management Systeme der Nachrichtenseiten für den Informationsschwund verwantwortlich sind.

Der vom BVPA geforderte Umgang mit Metadaten ist sachlich gesehen korrekt, er scheitert aber an der technischen Realität, und da wird man das Rad in Zeiten schneller Nachrichtenproduktion nicht einfach zurück drehen können. Hier wäre es sicherlich interessant genaueres zu wissen, wie die Bilder in den einzelnen Nachrichtenseiten verarbeitet werden.