Zahlen zur Filmfotografie

Die analoge Fotografie auf Film hatte im Jahr 2000 mit 85 Millionen Aufnahmen pro Jahr ihren Höhepunkt.
Die Zahl der aufgenommenen Fotos insgesamt steigt weiter exponentiell. Es bleibt im analogen Bereich ein gewisser Markt für Enthusiasten und Professionelle. De facto hat die digitale Fotografie übernommen.

Statistik siehe PetaPixel

Metadatenmanifest des BVPA

Der Bundesverband der Pressebild-Agenturen und Bildarchive e.V. (BVPA) hat in seinem Manifest zum Erhalt digitaler Metadaten dazu aufgerufen die in den IPTC-Headern ungerbrachten Angaben zum Bild nicht zu löschen.

Ausgangpunkt waren Stichproben, die ergeben hatten, dass 70-80 % der auf deutschen Nachrichtenseiten veröffentlichten Bilder keine Metadaten mehr enthalten.

Gedruckt veröffentlich in “visuell”6- 2010 oder im Netz unter: BVPA Das Manifest liess offen, ob das Entfernen der Metadaten vorsätzlich oder unachtsam geschah.

Das Blog Journalismus und Recherche vermutet dagegen, dass die Metadaten nicht manuell entfernt wurden, das Fehlen also andere Ursachen habe müsse.

Dazu noch eine Beobachtung aus eigenen Projekten mit Content Management Systemen (CMS): Seitendokumente im Internet werden häufig nicht mehr aus Einzelobjekten zusammen gesetzt, sondern etwa als Office-Dokumente mit eingebettetten Bildern hochgeladen. Das CMS extrahiert die Bilder und transformiert den Text als HTML-Dokument. Wenn man sich dann die Bilder noch einmal herauslädt und auf Metadaten hin untersucht, sind die Header blank. Ich würde auch vermuten, dass die verwendeten Content Management Systeme der Nachrichtenseiten für den Informationsschwund verwantwortlich sind.

Der vom BVPA geforderte Umgang mit Metadaten ist sachlich gesehen korrekt, er scheitert aber an der technischen Realität, und da wird man das Rad in Zeiten schneller Nachrichtenproduktion nicht einfach zurück drehen können. Hier wäre es sicherlich interessant genaueres zu wissen, wie die Bilder in den einzelnen Nachrichtenseiten verarbeitet werden.

Photographie – wie geht die Reise weiter?

Im Rahmen der photokina veranstaltet die Sektion Wissenschaft und Technik der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) am 24. September 2010 das Vortragsforum „Photographie – wie geht die Reise weiter?“

Themen sind die Zukunft der digitalen Photographie, die weitere Entwicklung der Kameratechnik, Probleme der Sensortechnologie und den Rohdatenstandard TIFF/EP. Aus dem Bereich Foto-Finishing gibt es Beiträge zur Technologie von Fine Art Inkjet-Medien, das revolutionäre Druckverfahren „High Definition Skia Photographie“ sowie Druckverfahren von Photobüchern.

Der Eintritt ist frei, so dass Besuchern auch die Möglichkeit gegeben ist, sich einzelne Vorträge heraus zu suchen.

Um formlose Anmeldung wird gebeten an die Geschäftsstelle der DGPh, Rheingasse 8-12, 50676 Köln, per Email (dgph@dgph.de) oder Fax 0221/9232070.

Weitere Informationen unter www.dgph.de.

Robert-Luther-Preis 2009

Der diesjährige Robert-Luther-Preis der Sektion Wissenschaft und Technik der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) geht an Gerhard Bonnet für die Entwicklung der Kamera “SpheroCam HDR”.

Das vollsphärisches Kamerasystem kann in einem Arbeitsschritt Aufnahmen mit einem Dynamikumfang von bis zu 26 Blenden aufnehmen. Anwender sind die Filmstudios Hollywoods, Kunden in Designstudios von Autoherstellern sowie das Bundeskriminalamt.

Quelle: Pressemeldung der DGPh
www.spheron.com (Hersteller)
www.digit.de (Beschreibung der Kamera)
www.silverhaze.com (Bildbeispiele)

Dichte 3.0

Dieter Kirchner sucht in Zusammenarbeit mit der Heidelberger Druckmaschinen AG und der Druckerei Benatzky in Hannover die Fotografie zu revolutionieren. Das Druchverfahren – Skia Photography genannt – droht dem Vintage auf Barytpapier den Rang abzulaufen. Die Mindestauflage liegt bei rund hundert Stück. Masse ist Klasse. Auf der Druckmesse Print 09 soll im September das Verfahren per Web bedient demonstriert werden.

Spiegel online: Wenn das Auge wirklich alles sieht
medienfrech: Skia Photography: Posterdruck de luxe
Druckerei Benatzky (Hannover)

Kleinteiligeres Sightseeing mit Street View

Google setzt neuerdings dreirädrige Fahrräder ein, um Aufnahmen für den Dienst Street View zu machen. Bei Heise online war ein solches Rad gestern zu sehen: Dreiräder für Google Street View. Ziel ist damit Räume zu erschließen, wo keine Aufnahmen aus dem Auto gemacht werden können.

Tatsächlich hat Google auf diesem Feld Konkurrenz bekommen. Microsoft setzt mit der Software Photosynth auf den Content der Nutzer und kann damit in ganz andere Bereiche vorstoßen, wie jüngst der Spiegel feststellte: Eine Welt aus 3-D-Schnappschüssen.

Dias schnell digitalisieren

Andreas Beitinger macht mit seinem Digitalisierungsverfahren für KB-Dias dem Nikon Coolscan Konkurrenz. Es reicht ein umgerüsteter Diaprojektor, eine DSLR-Kamera und ein Macroobjektiv.

Der Vergleich der Digitalisate mit Nikon Coolscan 5000 und der Nikon D200 ist wirklich beeindruckend.

Mit dem selbstgebastelten Verfahren ließen sich rund 4000 KB-Dias in wenigen Tagen digitalisieren. Chapeau!

Dias schnell digitalisieren

Metadaten in Bilddateien sollen vereinheitlicht werden

Wie heute auf MacTechNews zu lesen, haben Adobe, Apple, Canon, Microsoft, Nokia und Sony eine Arbeitsgruppe zur Vereinheitlichung von Metadaten in Bildern gestartet.

Es gibt eine Webseite der Arbeitsgruppe, sowie ein aktuelles Richtlinienpapier: Guidelines for Handling Image Metadata (PDF, Version 1.0, September 2008).

Ziel ist es, die Interoperabilität bei der Nutzung und Speicherung von Bildern zu verbessern.

Die Anforderungen an Metadaten sind sicher gestiegen. Allerdings muss man sagen, dass bisherige Standards wie IPTC ihre Grenzen häufig weniger in ihrer eigenen Logik als in der Implementierung in die jeweiligen Software hatten. Insbesondere der Umgang mit Zeichensätzen, Umlauten usw. ließ durchaus zu wünschen übrig. Insofern steht zu hoffen, dass diese von der Industrie ausgehende Initiative dort Verbesserungen bringt.

Weitere Seiten zum Thema

Mona Lisa: Fotodigitalisierung für den Privatgebrauch

Die Firma AIPTEK hat auf der IFA einen digitalen Bilderrahmen mit Kamera vorgestellt, mit dem sich Fotoabzüge direkt digitalisieren lassen. In die Fotohalterung passen Abzüge im Format 10×15 cm, die dann mit 5 MP abfotografiert werden. Mit einem Preis von 199 EUR ist das ganze für Privatkunden sehr erschwinglich.

mehr über die Seite des Herstellers
gefunden bei PC Praxis

100 Megapixel und mehr

Heise online hat einen Beitrag zu Bildern im Gigapixel-Bereich: Im Gigapixel-Rausch

Der Betrachter bemerkt beim Hinein- und Hinauszoomen kein Ruckeln, obwohl die Dateigröße von 12 GByte das Volumen des Arbeitsspeichers um ein Vielfaches übersteigt. Des Rätsels Lösung ist eine Pixelpyramide, die das Vollbild relativ gering aufgelöst zeigt, und jede weitere Ebene in vierfacher Auflösung vorhält, bis die volle Detailtiefe erreicht ist. Der Viewer lädt jeweils nur die Kacheln, die zur Anzeige der nächsten Bildportion nötig ist.

mehr Megalomanie via
www.gigapxl.org

Wieviel Pixel braucht der Mensch?

Heise Foto hat heute einen sehr interessanten Artikel zum Thema Werbung und Wahnsinn: Wieviel Pixel braucht der Mensch?.

Je größer das gedruckte Foto, desto mehr Pixel braucht man. Falsch! Für ein in optimalem Abstand betrachtetes Foto, egal ob es sich um ein Poster oder um ein Passbild handelt, werden nicht mehr als 6 Megapixel benötigt, damit es uneingeschränkt scharf wirkt.

Letztendlich ist das Auge der Maßstab, und nicht die neueste Erfindung der Kameraindustrie.

heise Foto

Heute ging die Seite heise Foto an den Start (Meldung bei heise-online).

Unter den ersten Beiträgen waren zwei interessante Artikel:

HDRI-Handbuch

Da HDRI bei meinen Lesern immer auf Interesse stößt, weise ich hier gern auf die deutsche Ausgabe der neuen Publikation hin, die seit Februar im Handel ist:

Christian Bloch
Das HDRI-Handbuch, High Dynamic Range Imaging für Fotografen und Computergrafiker
406 Seiten, komplett in Farbe, Festeinband, mit DVD, ISBN-13 978-3-89864-430-3
49 Euro (D) / 50,4 Euro (A) / 84 sFr
dpunkt.verlag Heidelberg 2008

Hinweis via Newsletter-Fotografie

Report zum Format jpeg2000

Die Digital Preservation Coalition hat jetzt eine Report zum Standard jpeg2000 vorgelegt:

Technology Watch Report 08-01: JPEG 2000 – a Practical Digital Preservation Standard?
von Robert Buckley, Ph.D. (download als PDF über www.dpconline.org).

Der Bericht Untersucht den Einsatz von jpeg2000 bei Archivierung von Bilddaten. Vorteile des Formats sind der geringere Speicherbedarf, sowie die Möglichkeit XML-codierte Metadaten in den Bildern zu hinterlegen.

Ferner untersucht der Report die Erfahrungen, die in der Praxis mit jpeg2000 gemacht wurden, namentlich bei:

  • Harvard University Library (HUL)
  • Library and Archives Canada
  • Library of Congress

Sowie in verschiedenen Digitalisierungsprojekten:

  • Open Content Alliance
  • Google Library Project und
  • Gallica