Computers and the History of Photography

Interessant der Aufruf, der 1990 in der Zeitschrift Photoresearcher unter dem Titel „Computers and the History of Photography“ veröffentlicht wurde:

Anthony Hamber hatte bereits die Erkenntnis, dass hier Wissen zunächst noch von einzelnen zusammengetragen wurde, von dem sehr viel mehr Fachleute profitieren konnten.

Therefore, the editorial board … would like to call … to send information on any computer database they have constructed giving an indication as to whether they might be willing to make their programmes available to other scholars.

http://www.eshph.org/journal/2015/10/30/photoresearcher-no-11990/
http://www.eshph.org/wp-content/uploads/2015/12/pr_no_01.pdf

Unbekannter Meisterfotograf um 1904 gesucht

Wunderbar, die kleine Sammlung mit Reisefotografien, die William Nelson da aufgetan hat:

http://www.spiegel.de/einestages/raetselhaftes-fotoalbum-einer-europareise-1904-a-1073145.html

Der Fotograf und Sammler hat eine Flickr-Seite eingerichtet, wo man weitere Bilder sehen kann:

https://www.flickr.com/photos/billinmn/sets/72157622733362984

Sein Ziel ist es den Fotografen / die Fotografin zu finden.

So aus dem Bauch heraus würde ich sagen, es könnte eine durchaus eine sehr ambitionierte Amateurin sein. Dame aus gutem Hause / gut verheiratet, viel Zeit zum Reisen, kunsthistorisch gebildet. Sie holt das genrehafte der Szenerie hervorragend heraus. Der Bildaufbau hat fast etwas malerisches.

War es eine Europäerin die später emigrierte oder war es eine Amerikanerin mit einem sehr speziellen Interesse für das „alte Europa“?

Fotodokumentation Kanton Luzern – Lexikon der Fotografie in der Zentralschweiz

Die Seite Fotodok bietet eine umfangreiche Dokumentation zur Fotografie in der Zentralschweiz. Die Website wird von einer Stiftung betrieben, die neben der fotohistorischen Dokumentation im Rahmen dieses Portals fotografischen Nachlässe bearbeitet und digitalisiert.

Interessant u.a. die folgende Unterseiten:

DGPh-Stipendium zur Geschichte des deutschsprachigen Photobuchs

Die Sektion Geschichte und Archive der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) vergibt 2015 zum zweiten Mal ein Stipendium zur Geschichte des deutschsprachigen Photobuchs. Mit diesem Stipendium, das zunächst zehn Jahre lang im zweijährlichen Rhythmus ausgeschrieben wird, soll die historische Erforschung aller Aspekte der Photopublizistik als Teil der allgemeinen Photogeschichte besonders gefördert werden. Das Stipendium geht auf die Initiative und ein Legat des international renommierten Designers, Kurators, Sammlers und Photographie-Förderers Manfred Heiting (DGPh) zurück.

mehr via DGPh

Digitalisierung in der Hosentasche

In Italien läuft derzeit eine Unterschriftenaktion, die darauf zielt, das Fotografieren in öffentlichen Archive und Bibliotheken freizugeben. Damit könnte jeder die gewünschten Dokumente mit dem Handy digitalisieren.

http://ilgiornaledellarte.com/articoli/2015/4/123892.html

Im Artikel wird darauf verwiesen, dass die Archives Nationales in Frankreich sowie die British Library diesen Schritt bereits unternommen haben.

via https://twitter.com/Fotoliberebbcc/status/586633450700021760

Dazu hätte ich noch als Ergänzung:

Verschiedene Scan-Apps für das Handy sind bereits auf dem Markt und die neueren Modelle verfügen ohne weiteres über gute Kameras. Wem viellicht noch die ruhige Hand fehlt, dem sei diese Hilfe empfohlen:

http://www.cultofmac.com/168391/scanbox-turns-your-iphone-into-the-perfect-portable-scanner-for-just-15

Studientage für Fotografie: Erscheinungen der Fotografie

Bereits zum dritten Mal finden in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) die „Studientage für Fotografie“ am Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg statt. Das Forschungskolloquium widmet sich vom 21. bis 25. Juli 2015 dem Thema der Materialisierungen und Mediatisierungen der Photographie in allen ihren Produktions- und Rezeptionskontexten.

Studientage für Fotografie 2015: Internationales interdisziplinäres Forschungskolloquium für Promovierende und Post-Docs
Zeit: 21.07.2015 13:00 h – 25.07.2015 14:00 h
Ort: Tagungsraum von Foto Marburg im Ernst-von-Hülsenhaus

Weitere Information unter
http://www.fotomarburg.de/aktuelles/events/studientage2015

31 Filmrollen aus dem 2. WK entwickelt

Levi Bettweiser, Sammler und Mitarbeiter des Rescued Film Project, hat 31 Filmrollen mit Aufnahmen aus dem 2. Weltkrieg entwickelt. Bettweiser entdeckte die Rollen auf einer Auktion in Ohio.

Einige Beiträge ordnen die Bilder irrtümlich dem 1. Weltkrieg zu. Für einen Interview mit dem Sammler s. petapixel.com und rescuedfilm.com.

Mehr via
uandly.com
www.boredpanda.com
petapixel.com
www.rescuedfilm.com

Gefunden auf www.twitter.com

Photoshow: Landmark Exhibitions that Defined the History of Photography

Die Publikation kommt im Okotober auf den Markt und ist der Geschichte von Fotoausstellungen gewidmet.

Alessandra Mauro (Hg.): Photoshow: Landmark Exhibitions that Defined the History of Photography, Thames & Hudson Ltd, October 2014.

Hardcover: 276 Seiten
Verlag: Thames & Hudson Ltd
Sprache: English
ISBN-10: 0500544425
ISBN-13: 978-0500544426

Photoshow: Landmark Exhibitions that Defined the History of Photography

via British photographic history

Missing Links & Forschungslücken

… unter dem Titel veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) vom 6. bis 8. März ein Symposium in der Berlinischen Galerie.

www.dgph.de/startseite/deutsche-gesellschaft-fuer-photographie-veranstaltet-internationale-tagung-zum-175

Zum 175-jährigen Jubiläum der Photographie werden verschiedene Fragen aufgeworfen:
Wo liegen die weißen Flecken auf der Landkarte der Photographiegeschichte? Welches sind die einerseits heute dringend erscheinenden Desiderate und andererseits geeignete neue Ansätze, um der Photographieforschung neue Richtungen zu eröffnen? Welche Wendepunkte gab es in der 175-jährigen Geschichte der Photographie wirklich? Und wie ist der als so tiefgreifend empfundene Wandel des Mediums seit der Digitalisierung aus historischer Perspektive einzuordnen und zu bewerten? Wo gab und gibt es in der Geschichte des Mediums Photographie „Missing Links“, die Neuorientierungen, aber auch Sackgassen und „Fehlentwicklungen“ aufzeigen und erklären können?

Programm

Donnerstag, 6. März, ab 18:30 Uhr

Begrüßungen: Ulrich Domröse (Berlinische Galerie), Ditmar Schädel und Angela Matyssek (DGPh)

Freitag, 7. März, ab 9:30 Uhr

Begrüßung
Claude W. Sui, Internationales Forum für Fotografie, ReissEngelhorn-Museen, Mannheim:
Pioniere der Photogeschichte. Helmut und Alison Gernsheim

Klaus Honnef, freier Kurator, Bonn, Kulturpreisträger der DGPh 2011:
Deutsche Photographie – der vertriebene (und vergessene) Teil

Urs Stahel, freier Kurator, Zürich:
2D in 3D. Über das Ausstellen von Photographien

Michael Biedowicz, Magazin der Wochenzeitung Die Zeit, Berlin:
Die Wa(h)re Photographie – über die Arbeit mit Bildern im Journalismus

Mogens S. Koch, Konservatorskolen Kopenhagen, Kulturpreisträger
der DGPh 2003:
Vom Handwerk zur Wissenschaft. Entwicklung der Konservierung-Restaurierung von photographischen Materialien

Podiumsdiskussion
Photographie als Handels- und Sammelgut:
Ulrich Domröse (Berlinische Galerie), Robert Morat (Robert Morat Galerie, Hamburg/ Berlin), Simone Klein (Sotheby’s, Paris), Wilhelm Schürmann (Sammler, Herzogenrath) Moderation: Christiane Stahl (DGPh)

Verleihung des Kulturpreises 2014 der DGPh an Gottfried Jäger
Laudatio: Bernd Stiegler, Universität Konstanz

Samstag, 8. März, ab 9:30 Uhr

Begrüßung
Harun Badakhshi, Charité und Humboldt-Universität zu Berlin:
Der Körper und seine Bilder. Photographie als Wissensproduktion in der klinischen Medizin

Guido Hofmeyer, Felix Schoeller Group, Osnabrück:
tba

Kai-Uwe Wärner, Deutsche Presse Agentur, Frankfurt am Main:
Dixel’n statt Printen. Der Anfang vom Ende der analogen Photographie

Florian Kaps, Impossible, Berlin:
Das unmögliche Sofortbild

Tagungsende ca. 13:30 Uhr

Tagungsgebühren
Studenten komplett frei (bitte Nachweis erbringen)
1 Tag: 25 € für Mitglieder, 40 € für Gäste
2 Tage: 45 € für Mitglieder, 75 € für Gäste
Donnerstagabend frei
Kulturpreisverleihung am Freitagabend frei
Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle der DGPh bis Freitag, den 28. Februar
2014 online oder unter dgph@dgph.de (Mail) oder 0221 / 92 32 069 (Tel.)
entgegen.

via Pressemitteilung
Anmeldung hier

Getty Publications

Ein Hinweis aus der Liste photohist:
Das Getty Institute hat eine Reihe seiner älteren Publikationen online, darunter einige zum Thema Fotografie:
www.getty.edu/publications/virtuallibrary

u.a.

Antiquity and Photography: Early Views of Ancient Mediterranean Sites
Claire L. Lyons, John K. Papadopoulos, Lindsey S. Stewart, and Andrew Szegedy-Maszak, 2005

Cellulose Nitrate in Conservation
Charles Selwitz, 1988

Introduction to Imaging
Howard Besser. Revision edited by Sally Hubbard with Deborah Lenert, 2003

Roger Fenton: Pasha and Bayadère
Gordon Baldwin, 1996

Altes Handwerk

Ein Buch zu alten Handwerksberufen hat jetzt das Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz vorgelegt.
Das Archiv verwaltet über 12 Millionen Aufnahmen. Die publizierten Aufnahmen stammen vielfach aus den 1920er und 1930er Jahren aus den Nachlässen von Willy Römer und Friedrich Seidenstücker.

Altes Handwerk – Vom Verschwinden der Arbeit
Michaela Vieser (Hrsg.)
Edition Braus, 2013
150 Abbildungen in Duotone, 160 Seiten, Hardcover, 39,95 EUR, ISBN 9783862280728

via Spiegel online
Fotos

Fotografien in Robert Scott’s Hütte entdeckt

Im Scotts Terra-Nova-Hütte am Kap Evans sind über einhundert Jahre alte Fotografien aufgetaucht, die der New Zealand’s Antarctic Heritage Trust nun konserviert hat.
Die 22 Aufnahmen wurden in Herbert Pontings Dunkelkammer gefunden – dem unter Scott tätigen Fotografen. Die Aufnahmen stammen von Ernest Shackletons sog. Ross Sea Party, die die Hütte später nutzte.

Infos zu den Bildern:
Antarctic Heritage Trust

via British photographic history

Weitere Infos:
Wikipedia: Herbert Poiting
Wikipedia: Ernest Shackelton
Wikipedia: Ross Sea Party
Antarctic Heritage Trust: Robert Falcon Scott’s Hut, Cape Evans

Käthe Augstein in Berlin

Der Pressefotografin Käthe Augstein ist eine Ausstellung in Berlin gewidemt, die noch zum bis zum 9. Februar 2014 in Berlin-Charlottenburg zu besuchen ist:
www.dasverborgenemuseum.de

Die gebürtige Bonnerin Käthe Augenstein gehört heute zu den wenigen erfolgreichen Pressefotografinnen der Weimarer Republik. Am Lette-Verein in Berlin schloss sie eine Fotografie-Ausbildung ab, woraufhin Sie 1929 eine Anstellung in der kreativen und für eine kooperative Atmosphäre bekannten Berliner Agentur „Dephot“ antrat. Kultur- und Sozialthemen gehörten zu Ihrem Spezialgebiet, Atelierbesuche und Porträts von Künstlerinnen und Künstlern – u.a. von Max Liebermann, Renée Sintenis, Milly Steger, Otto Dix – waren deshalb häufige Auftragsarbeiten. Abgedruckt wurden diese in zeitgenössischen Magazinen und Tageszeitungen, wie z.B. der Berliner Illustrierten Zeitung (BIZ).

Nach der insolvenzbedingten Schließung der „Dephot“ im Jahr 1933 hielt sich Käthe Augenstein mit diversen Auftragsarbeiten über Wasser, bis sie 1937 im „Deutschen Verlag“, dem enteigneten und „arisierten“ Ullstein-Verlag, eine Anstellung im Fotoatelier unter Elsbeth Heddenhausen erhielt. Neben der Ateliertätigkeit gehörten Fotoreisen und die Entwicklung von Farbnegativen zu ihren Aufgaben. In den letzten Kriegstagen 1945 brannte ihre Berliner Atelierwohnung aus. Die gesamte Kameraausrüstung sowie ein Großteil ihrer Fotografien gingen unwiederbringlich verloren.

Mit dem Kriegsende stand für Käthe Augenstein der Entschluss fest, in die Bonner Heimat zurückzukehren. Sie eröffnete ein eigenes Fotoatelier und war insbesondere als Chronistin und Porträtistin der rheinländischen Kunst- und Kulturszene gefragt.

1981 starb Käthe Augenstein, 15 Jahre später hat das Stadtarchiv Bonn ihre Fotografien erworben. Seit Oktober vergangenen Jahres sind diese nun das erste Mal in einer Berliner Ausstellung zu sehen. In Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Bonn zeigt Das Verborgene Museum ca. 70 Vintage-Prints.