Historische Bildsammlungen in Westfalen

Eine Nachricht der E-Mailing-Liste „Westfälische Geschichte“ hatte jetzt einige Details zu Bildsammlungen des LWL-Medienzentrums:

Unter den großen und kleinen historischen Sammlungen haben einige besondere Bedeutung, so der Fotobestand des Gründers der deutschen Jugendherbergsbewegung Richard Schirrmann, die Fotografennachlässe Böckenhoff aus Raesfeld (Kreis Borken), Jäger aus Harsewinkel (Kreis Gütersloh) und Viegener (Hamm), die Schulbildreihen der ehemaligen Bezirksbildstelle Arnsberg oder die Überlieferung der Postkartenverlage Grobbel aus Bad Fredeburg (Hochsauerlandkreis) und Pohlmann in Münster. Neu ins Bildarchiv übernommen hat das LWL-Medienzentrum zuletzt die Sammlungen des Ruhrgebietsfotografen Helmut Orwat (geb. 1938) und des Museumsleiters und Naturfotografen Dr. Hermann Reichling (1890-1948), der als Naturschützer schon seit 1912 mit einer Glasplattenkamera sowohl die Flora und Fauna Westfalens als auch die Menschen und ihren Umgang mit der Natur dokumentierte.

Weiter zu den beiden neuen Sammlungen:

Zur Sammlung Hermann Reichling die aktuelle Ausstellung des Naturkundemuseums:
https://www.lwl.org/LWL/Kultur/lwl-naturkunde/naturkundemuseum/ausstellungen/reichling
Sowie die Publikation:
https://www.lwl.org/LWL/Kultur/LWL-LMZ/Medienproduktion/Bildbaende/

Zu Helmut Orwat
http://www.wp.de/staedte/castrop-rauxel/das-revier-in-schwarz-weiss-fotograf-zeigt-sein-lebenswerk-id12395022.html

Digitaliserte Bestände suchbar über:
http://www.lwl.org/marsLWL/instance/ko.xhtml?oid=42611

Bestandsübersicht des Bildarchivs:
http://www.lwl.org/marsLWL/de/instance/ko/Aus-unseren-Sammlungen.xhtml?oid=234612728

Münster nach dem Krieg

Zwei Ausstellungen im Stadtmuseum in Münster widmen sich der Fotografie aus den Jahren des Aufbaus der Stadt nach dem 2. Weltkrieg:

09.12.2016 – 03.12.2017: Vor 50 Jahren – Münster 1967
01.11.2016 – 30.04.2017: Das neue Münster – Münster in Fotos von 1950 bis 1965

Die jetzt angehende Ausstellung präsentiert Aufnahmen der Pressefotografen Willi Hänscheid und Rudolf Krause, aus deren Sammlungen das Stadtmuseum bereits einige Ausstellungen zur Geschichte der Stadt bestückt hat.

Zu beiden Ausstellungen gibt eine Katalog im Aschendorff-Verlag.

via piag.de

www.aschendorff-buchverlag.de
www.stadt-muenster.de/meusum…

The Photographic Collections Network

Für alle Interessierten an Informationen zu Fotosammlungen und Bildarchiven, wird das Photographic Collections Network ein neuer Anlaufpunkt sein:

The Photographic Collections Network will launch to provide research, knowledge exchange, events and advocacy. Its steering group is comprised of Redeye, the Photography Network, the Victoria and Albert Museum, The Royal Photographic Society, The National Media Museum and independent specialists.

Der Launch ist für Donnerstag, 24.11. vorgesehen.

via
http://britishphotohistory.ning.com/profiles/blogs/the-photographic-collections-network?xg_source=msg_mes_network

Rundbrief Fotografie Vol. 23 (2016), Nr. 3

EIN BILD
Michael Hagner: Purkyněs Lachen (S. 4–7)

MEDIENGESCHICHTE
Sonja Feßel: Fotografie zwischen Kunstmarkt und Wissenschaft: Zum Glasplattenbestand der Kunsthandlung Fritz Gurlitt, Berlin, im Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg (S. 8–22)

MATERIALITÄT
Stefanie Pfeifer und Maria Bortfeldt: Sondervorhaben Ost-Berlin: Die Restaurierung der Architekturcollagen von Dieter Urbach (S. 23–31)

BESTÄNDE
Agnes Matthias: Welten erschließen: Die Fotobestände der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen (S. 32–38)

DATENBANKEN
Katja Schumann: Fotografie zwischen Reproduktion und Artefakt: Das Datenbankprojekt „Daphne“ im Kontext der fotografischen Bestände an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (S. 39–44)

AUSSTELLUNGEN
Johanna Gummlich: Fotografien für Köln und die Welt – 90 Jahre Rheinisches Bildarchiv: Jubiläumsausstellung im Kunsthaus Rhenania, Köln, 10. bis 22. November 2016 (S. 45–51)

BERICHTE
Manuela Fellner-Feldhaus: Eingeklebt, gedruckt, gebunden – Fotos in Büchern: Zur DGPh-/ESHPh-Tagung „Seiten, Blicke | Pages, Views – Aktuelle Forschungen zu Geschichte und Tendenzen von Photo | Buch | Album“, Wien, 10. Juni 2016
(S. 52–54)

LITERATUR

Rezensionen

Fotojournalismus: Unzulängliche Handreichungen zu einer schwindenden Profession (Bernd Weise) (S. 55/56)

Die Autochrome von Heinrich Kühn: Faksimilierung und Publikation früher Farbfotografie (Katja Schumann) (S. 57–59)

Die „Ipha“ in Dresden 1909: Ein aktueller Beitrag zur Bildkritikforschung
(Katja Schumann) (S. 59–61)

www.rundbrief-fotografie.de/

DGPh-Forschungspreis für Photographiegeschichte 2016

Schon seit 1978 würdigt die Sektion Geschichte und Archive der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) wissenschaftliche Forschungen auf dem Gebiet der Geschichte und Theorie der Photographie.

Der 2012 neu ausgerichtete DGPh-Forschungspreis für Photographiegeschichte ist für alle Phänomene des Photographischen offen. Neben der Geschichte und Theorie der Photographie sind damit auch Themenbereiche angesprochen, die sich mit der gesellschaftlichen Bedeutung und den Spuren beschäftigen, die die Photographie über ihren eigenen Gegenstand hinaus im gesellschaftlichen Leben hinterlassen hat. Der Preis richtet sich an ForscherInnen aller Fachrichtungen, deren wissenschaftliche Arbeit in diesem Sinne einen eigenständigen, innovativen und originellen Beitrag darstellt.

Bewerbungen und Manuskripte für den DGPh-Forschungspreis für Photographiegeschichte können in deutscher oder englischer Sprache eingereicht werden. Dabei soll es sich um ein in zwei Jahren vor dem Einsendungsschluss entstandenes, publiziertes oder unpubliziertes Manuskript oder Werk handeln. Projektskizzen und unvollendete Manuskripte können nicht angenommen werden.

Zur Bewerbung müssen folgende Bewerbungsunterlagen als PDF-Dateien online unter http://www.dgph.de/sektionen/geschichte_archive/ausschreibung-dgphforschungspreis-fuer-photographiegeschichte-2016
eingereicht werden:

  • ein Abstract der eingereichten Arbeit (ca. 3.500 Zeichen)
  • das abgeschlossene Manuskript
  • ein Curriculum Vitae
  • eine Publikationsliste.

Einreichungsfrist ist der 30. September 2016.
Weitere Informationen über die Deutsche Gesellschaft für Photographie unter www.dgph.de

Rundbrief Fotografie Vol. 23 (2016), No. 2, N.F. 90

http://rundbrief-fotografie.de.dd30938.kasserver.com/archiv/hefte/rf-90

EDITORIAL

  • Christian Bracht: Zur Notwendigkeit von Standards und dem fruchtbaren Regelbruch

INHALT

  • Costanza Caraffa: Fehl am Platz? Ein Dichterporträt in einem Archiv fotografischer Kunstreproduktionen

MEDIENGESCHICHTE

  • Rolf H. Krauss: Der fotografische Akt um 1900: Ein Medienphänomen

DATENBANKEN

  • Christian Bracht: Kulturerbe vernetzt: Die Verbunddatenbank „Bildindex der Kunst und Architektur“

ERSCHLIESSUNG

  • Volker Janke und Thomas Helms: Fotoalben und ihre digitale Erschließung: Ein Praxisbericht

FORSCHUNG

  • René Senenko: Gegen Faschismus, Kriegsgefahr und Kapital: Ein Postkarten-Projekt

BERICHTE

  • Kurt Deggeller: „Seid umschlungen, Millionen!“: Das fotografische Kulturerbe in der Schweiz

LITERATUR

  • Rolf Sachsse: Der volle Wagen: Eine Geschichte der Fotografie vor Henri Bergsons „Le rire“ (Rolf Sachsse)

Computers and the History of Photography

Interessant der Aufruf, der 1990 in der Zeitschrift Photoresearcher unter dem Titel „Computers and the History of Photography“ veröffentlicht wurde:

Anthony Hamber hatte bereits die Erkenntnis, dass hier Wissen zunächst noch von einzelnen zusammengetragen wurde, von dem sehr viel mehr Fachleute profitieren konnten.

Therefore, the editorial board … would like to call … to send information on any computer database they have constructed giving an indication as to whether they might be willing to make their programmes available to other scholars.

http://www.eshph.org/journal/2015/10/30/photoresearcher-no-11990/
http://www.eshph.org/wp-content/uploads/2015/12/pr_no_01.pdf

Unbekannter Meisterfotograf um 1904 gesucht

Wunderbar, die kleine Sammlung mit Reisefotografien, die William Nelson da aufgetan hat:

http://www.spiegel.de/einestages/raetselhaftes-fotoalbum-einer-europareise-1904-a-1073145.html

Der Fotograf und Sammler hat eine Flickr-Seite eingerichtet, wo man weitere Bilder sehen kann:

https://www.flickr.com/photos/billinmn/sets/72157622733362984

Sein Ziel ist es den Fotografen / die Fotografin zu finden.

So aus dem Bauch heraus würde ich sagen, es könnte eine durchaus eine sehr ambitionierte Amateurin sein. Dame aus gutem Hause / gut verheiratet, viel Zeit zum Reisen, kunsthistorisch gebildet. Sie holt das genrehafte der Szenerie hervorragend heraus. Der Bildaufbau hat fast etwas malerisches.

War es eine Europäerin die später emigrierte oder war es eine Amerikanerin mit einem sehr speziellen Interesse für das „alte Europa“?

Fotodokumentation Kanton Luzern – Lexikon der Fotografie in der Zentralschweiz

Die Seite Fotodok bietet eine umfangreiche Dokumentation zur Fotografie in der Zentralschweiz. Die Website wird von einer Stiftung betrieben, die neben der fotohistorischen Dokumentation im Rahmen dieses Portals fotografischen Nachlässe bearbeitet und digitalisiert.

Interessant u.a. die folgende Unterseiten:

DGPh-Stipendium zur Geschichte des deutschsprachigen Photobuchs

Die Sektion Geschichte und Archive der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) vergibt 2015 zum zweiten Mal ein Stipendium zur Geschichte des deutschsprachigen Photobuchs. Mit diesem Stipendium, das zunächst zehn Jahre lang im zweijährlichen Rhythmus ausgeschrieben wird, soll die historische Erforschung aller Aspekte der Photopublizistik als Teil der allgemeinen Photogeschichte besonders gefördert werden. Das Stipendium geht auf die Initiative und ein Legat des international renommierten Designers, Kurators, Sammlers und Photographie-Förderers Manfred Heiting (DGPh) zurück.

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