Smithonian Institute und Corbis

Für den Vertrieb von Bildern gehen staatliche Einrichtungen immer häufiger eine Allianz mit kommerziellen Bildanbietern ein. In Deutschland schielt man vielleicht noch etwas verschähmt in diese Richtung, in Großbritannien und vor allem den USA gibt es Allianzen dieser Art im großen Stil. Wie Digit Online jetzt berichtete, hat das Smithonian Institute eine entsprechende Vereinbarung mit Corbis getroffen.

Die Zugänglichkeit von Bildern wird dies im ersten Schritt sicherlich erhöhen, da es öffentliche Einrichtungen vielfach nicht geschafft haben, ihre Bilder im großen Stil online bereit zu stellen. Jedenfalls in Deutschland gibt es immer noch eine Reihe wichtiger Fotosammlungen, die keinerlei online-Recherche anbieten. Allerdings wird dieser Mangel am Ende zu Lasten des zahlenden Nutzers gehen.

Fotoarchiv der Gedenkstätte Buchenwald

Die Gedenkstätte Buchenwald hat jetzt einen Teil ihres Fotoarchivs online gestellt.

Die Zahl der dort verfügbaren Fotografien ist noch gering, doch wurden sie systematisch auf ihre Provenienz und ihre quellenkritschen Kontext recherchiert. Die Bildsammlung vereint Aufnahmen der Nationalsozialisten wie auch der Befreier – also Bilder, die mit sehr unterschiedlichen Intentionen entsanden sind.

In der Vergangenheit ist dieser kritische Umgang mit Bildern vielfach zu kurz gekommen, wie der Beitrag bei Spiegel Online näher erläutert. Der bisher häufig wenig wissenschaftliche Umgang mit Bildern der NS-Verbrechen machte es Revisionisten leicht, die Verbrechen insgesamt in Frage zu stellen.

Folgerichtig steht dem Benutzer zur Recherche der Bildsammlung ein Recherchemenü mit den Kategorien Provenienz, Ort und Zeit zur Verfügung.

weitere Pressestimmen:
TLZ.de
Mitteldeutsche Zeitung

Bildarchive Online – 500. post

Liebe Leute, dies ist mein 500. post in der Fotostoria. Seit November 2004 ist dieses Blog zur Fotogeschichte, Fotoarchivierung und Bildarchiven online. Allen Lesern ein herzliches Dankeschön!

Einige Hinweise zu Aktualisierungen auf meinen Seiten Bildarchive Online, darunter auch einige private Angebote von zwar bescheidenem Außmaßen aber doch mit interessanten Aufnahmen:

ArchiveGrid Search

ArchiveGrid ist eine Metasuche für Archivmaterial auf der ganzen Welt. Bibliotheken, Museen und Archive tragen Sammlungsbeschreibungen bei, die in dem Portal durchsucht werden können.

Leider ist das Angebot inzwischen kostenpflichtig. Das waren nur einige der Treffer, die ich vor einiger Zeit mit der Suche photographer gefunden hatte (Links aktualisiert).

Ein guter Teil der hier gelisteten Sammlungen ist natürlich auch über das Angebot des Online Archive of California (OAC) The Cased Photographs Project oder die Harvard Unviersity erreichbar. Also am Ende vielleicht einfach mehr eigene Recherche bevor man das Geld bei ArchiveGrid lässt. Meine eigene Seite habe ich dann auch noch aktualisiert.

CD »Ruhrgebietsbilder«

CD »Ruhrgebietsbilder« – 1.400 Bilder aus dem Fotoarchiv des Ruhrlandmuseums Essen

Das Essener Ruhrlandmuseum macht 1.400 Bilder aus seiner Sammlung auf einer CD zugänglich. Das Medium CD wird erstmals gleichberechtigt neben Ausstellungen und Katalogen zur Präsentation der Sammlung eingesetzt.
Die Bildquellen zeigen Geschichte, Politik, Kultur und Sport des Ruhrgebiets, Landschaften und Städten, das Leben der Menschen im Revier, Dokumente der Industriearchitektur, unterschiedliche Arbeitsplätze und schließlich die Zeugen des Strukturwandels.

Die CD ist ein virtueller Sammlungskatalog für Forschungen aller Art, für Ausstellungen und Publikationen oder einfach nur
zum Vergnügen. Die Nutzer der CD können sich sowohl die einzelnen Galerien mit den Bildstrecken ansehen, als auch anhand
verschiedener Suchkriterien eine eigene Auswahl zusammenstellen. So lassen sich je nach individuellem Interesse ganz
neue Verknüpfungen finden und Schwerpunkte setzen. Die CD wurde im Rahmen des Projekts »Digitale Bilddatenbank« produziert, das von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gefördert wird.

Ruhrlandmuseum Essen (Hg.)
CD »Ruhrgebietsbilder«
(s. Neuerscheinungen Ruhrgebiet)
Klartext-Verlag: Essen 2006,
19,90 Euro, ISBN 10 3-89861-420-4

via Forum Geschichtskultur-Liste

Die Kennedys

Die CAMERAWORK AG hat den Fotografien der Familie Kennedy eine Website (und ein Museum) gewidmet: THE KENNEDYS.

Die Kennedy-Sammlung der Galerie Camera Work ist sicher eine der weltweit umfassendsten Zusammenführungen aus Fotoarbeiten, offiziellen Dokumenten, privaten Papieren und Memorabilien der Kennedy-Familie. 2004 wurden die „Kennedys“ als formale Sammlung weltweit erstmals in den Räumlichkeiten der Berliner Galerie Camera Work in der Kantstr. 149 vorgestellt. Das große Echo in den Medien und die beeindruckende Bestätigung durch den internationalen Besucheransturm ebenso wie das erhöhte Interesse der Berlinerinnen und Berliner schufen bei Camera Work den Wunsch nach einer würdigen Folgeausstellung.

via clio-online

Fotoarchive des Veneto

Auf der Kulturmesse in Venedig X SALONE DEI BENI E DELLE ATTIVITA’ CULTURALI
wird ein neuer Führer zu den Fotoarchiven des Veneto vorgesellt:
Guida ai fondi fotografici del Veneto
Es sprechen:
Maria Teresa De Gregorio (Dirigente regionale U.P. Attività Culturali e Spettacolo)
Adriano Favaro (U.P. Attività Culturali e Spettacolo)
Danilo Gasparini (Casa Editrice Canova, Treviso)
Programm der Präsentation

via lista S-fotografie
Auf der Seite des Verlags ist leider noch nichts zu finden.

Smithsonian Photography Initiative

Das Smithonian hat eine neue Inititative in Sachen Fotografie gestartet die Smithsonian Photography Initiative .

Die Website Smithonian Images ist damit noch nicht überholt. Stichproben legen den Schluss nahe, dass in beiden Seiten (momentan jedenfalls noch) komplett verschiedene Fotobestände online gestellt sind.

Die Bildsammlungen der 13 Smithonian Museums, neun Forschungseinrichtungen und dem National Zoo belaufen sich auf rund 13 Millionen Aufnahmen (in etwa 700 Einzelsammlungen), von denen in der neuen Website jetzt 1.800 Bilder zugänglich sind. Die Idee eines Zentrums für Fotografie innerhalb des Smithonian war schon seit 30 Jahren diskutiert worden. Mit den Möglichkeiten des Internet schien jetzt wohl der Anstoß gekommen, hier etwas auf die Beine zu stellen.

Die neue Website wurde mit einer Spende von $ 500.000 der Comer Foundation realisiert – da kann man sich noch so manch schickes Deatil leisten.

Sehr hilfreich beim Browsen der Bilder finde ich Links wie

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via photobooth.net
mehr im Philadelphia Inquierer

Die ganze Welt in einem Leuchtkasten

… titelte SPIEGEL ONLINE vor einigen Tagen.

Unter dem Titel Reiseberichte ist eine Publikation zum Werk von Burton Holmes erschienen. Holmes – Fotograf und Pionier des Dokumentarfilms – bereiste die ganze Welt und zeigte sie den Menschen zu Hause in seinen multimedialen Vorträgen. Über einen Zeitraum von 60 Jahre und in fast 8000 Vorführungen berichtete er in seinen „Travelogues „über seine Reisen.

Er war 1896 bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit, 1907 beim größten Vesuv-Ausbruch der jüngeren Geschichte oder beim Bau des Panama-Kanals. Er reiste 1892 fünf Monate durch Japan, durchquerte 1894 den Maghreb mit einer Karawane, radelte 1895 von Paris nach Italien und umrundete in seinem Leben sechsmal den Globus. Mehr als 30.000 Fotos und fast 152.000 Meter Film produzierte der besessene Globetrotter.

Genoa Caldwell, Fotoredakteurin und Autorin des jetzt erschienenen Buchs, entdeckte 1975 eine Sammlung der besten seiner Glasplatten und Fotografien.

Burton Holmes, Genoa Caldwell (Hrg.)
Reiseberichte
Der größte Reisende seiner Zeit, 1892- 1952
Verlag Taschen. 366 Seiten, 39,99 Euro.

Historisches bei Flickr

Flickr ist mit seinen vielen Millionen Fotos zwar kein klassisches Bildarchiv, doch finden sich hier schon aufgrund der riesigen Bildmengen auch interessante historische Bestände.

  • In der Bildsammlung von birgittaclark gibt es etwa eine umfangreiche historische Bildsammlung zum Thema Handarbeiten. Alle Völker und Zeiten seit Erfindung der Fotografie, mit viel Bildmaterial von Corbis.
  • Strafgefangenen- und Polizeifotografie zeigt die Serie Photos from Least Wanted.
  • Photos from The Erotic Impulse enthalten Bildmaterial aus alten Kinofilmen.
  • In Dudley Booth’s archives befinden sich Aufnahmen von Cyril R. Littlebury (1898-1936), der zwischen 1922-1932 in Vancouver fotografierte.
  • Auf der Seite Photospain findet sich spanisches Material, viel aus den 1930er Jahren.

Ein weiterer Einsteig auf der Suche nach historischem Bildmaterial sind die verschiedenen Gruppen, zu denen sich Flickr-Mitglieder zusammenschließen:

Mitunter sind diese Gruppen sehr speziellen Themen gewidmet wie etwa:

Alinari National Museum of Photography

Alinari kündigt via Newsletter die Eröffnung des Alinari National Museum of Photography an:

Das Museum wird dieses Wochenede in Florenz an der Piazza Santa Maria Novella eröffnet. Dazu gibt es eine Ausstellung Vu d’Italie, 1841-1941. The great Masters of Italian photography in the Alinari collections. Ab Sonntag ist das Museum für die Öffentlichkeit zugänglich.

Harry Ransom Humanities Research Center erwirbt den Nachlass von Arnold Newman

Das Harry Ransom Humanities Research Center an der Universität Texas in Austin hat den Nachlass des Fotografen Arnold Newman (1918-2006) erworben. Newman hat sich u.a. als Portraitfotograf ausgezeichnet. Portraits der Sammlung zeigen Lyndon Baines Johnson, Pablo Picasso und Truman Capote sowie mehrere US-Präsidenten.

Der Nachlass umfasst Aufnahmen seit den späten 1930er Jahren. Das Material reicht von Negativen, über Dias und Farbtransparente bis hin zu Kontaktbögen und Abzügen sowie die Geschäftsunterlagen und Korrespondenz des Fotografen.

mehr im E-Photo Newsletter

Nachruf auf den Fotografen auf iphotocentral
und Aufnahmen des Fotografen in digitaljournlist.org

Frühe Farbfotografien von Indien

Als Beitrag des Spiegel Spezial Indien gibt es auf Spiegel Online einen Kurzbericht (mit Bildbeispielen) zur Fotosammlung des Bankiers Albert Kahn. Indien: Im milden Licht des Ostens .

Die Farbaufnahmen enstanden vor 1930 als Teil von Kahns Projekt „Archives de la Planète“ mit dem er es sich 1909 zur Lebensaufgabe gemacht hatte, ein umfassendes Porträt der damaligen Welt zu schaffen.

Mit Stipendien schickte er Fotografen auf Reisen bis der Börsenkrach von 1929 ihn ruinierte. Heute beherbergt das Musée Albert-Kahn die weltweit größte Sammlung früher Autochrome (72.000 Dokumente).

Weiter zu Projekt „Archives de la Planète“ informiert die Seite Albert Kahn (judaisme.sdv.fr), die Kurzinfo zum Museum in gulture.gouv.fr, ein Beitrag zum Musée Albert Kahn (www.eurasie.net), sowie ein Artikel in Persée.

Mehr zur frühen Farbfotografie auch in meinen älteren Post zur russischen Sammlung Prokudin-Gorskii Photographic Record.