Ilford stellt auf der CeBit neuen Archivfilm vor

Ilford wird auf der CeBit (15.-21. März 2007 in Hannover) den neuen Archivfilm ILFORD MICROGRAPHIC vorstellen. Der Film verfügt über eine hohe Auflösung und dient der optischen wie auch digitalen Sicherung über Zeiträume von mehr als 500 Jahren. Die laserbelichteten Farbmikofilme bieten eine Auflösöung bis zu 300 Linien/mm.

Der verwendete Laserbelichter ArchiveLaser® wurde von einem Fraunhofer Institut (IPM) entwickelt.

Über die Entwicklung von Laserbelichtern beim Fraunhofer Institut für Physikalische Meßtechnik hatte ich im März letzten Jahres schon einen Post gemacht: zum Post auf Fotostoria.

via Pressemitteilung

Westfälischer Archivtag: Fotosammlungen in Archiven

Der 59. Westfälische Archivtag findet vom 27. – 28. März 2007 in Arnsberg statt. Interessant ist insbesondere die zweiten Arbeitssitzung, hier geht es um den archivischen Umgang mit Nachlässen und Fotosammlungen.

Fotorelevante Vorträge im Einzelnen:

  • Michael Gosmann (Stadtarchiv Arnsberg):
    50.000 Dias – Was nun? Was tun? Der Nachlass von Kreisheimatpfleger Friedhelm Ackermann (1934-2005) – ein Praxisbericht
  • Anja Gussek-Revermann (Stadtarchiv Münster):
    Konzept, Realisierung und Nutzen einer bestandsübergreifenden Fotoerschließung
  • Dr. Peter Worm (LWL-Archivamt für Westfalen):
    Digitale Bilder im Archiv
  • Dr. Mark Alexander Steinert (Kreisarchiv Warendorf):
    Das Recht am Bild – Urheberschutz im Archiv
  • Birgit Geller (LWL-Archivamt für Westfalen):
    Grundlagen der Konservierung von Fotobeständen

Programm (PDF)

Preserving Digital Information

In Kürze erscheint:

Preserving Digital Information
Gladney, Henry
2007, Approx. 370 p., Hardcover
ISBN: 978-3-540-37886-0

Dazu aus der Ankündigung des Verlages:

Cultural history enthusiasts have asserted the urgent need to protect digital information from imminent loss. Without action, much of what has been created in digital form is likely to become unusable. Although a decade has already elapsed since this challenge was clearly articulated, nobody has described a complete procedure for preventing such loss – until now.

Leading industry consultant Henry M. Gladney outlines a technical solution and justifies its correctness and optimality. His presentation focuses on long-term digital preservation principles as a basis for producing the software that will be needed. The method described will work for any kind of digital document, multimedia file, business record collection, or scientific information, and is believed to be optimal with respect to both the quality of the preserved information and end-user convenience. Additionally, Dr. Gladney explains the requirements of the related software, and sketches how to implement it.

Preserving Digital Information presents an up-to-date description of its field, together with a solution for all technical problems identified in the pertinent professional literature. It is for archivists, research librarians, and museum curators who need to understand digital technology in order to manage their institutions; software engineers and computer scientists whose work requires sound information about digital preservation; and attorneys, medical professionals, government officials, and business executives who depend on the long-term reliability of digital records.

walkingtoyou.com: » Zukunft von IPTC und Metadaten

Auf walkingtoyou.com gibt es nach meinem Hinweis neulich einen Beitrag mit Diskussion zur Zukunft von IPTC und Metadaten. Wichtig scheint mir die Hinweise auf die Strukturierung der Metadaten, etwa mit XML sowie das Arbeiten mit Microformaten.

Bei Literaturrecherchen werden diese Mikroformate schon eingesetzt. Mit Zotero (Plugin für Firefox) können Titeldaten aus OPACs in den Browser geladen und dann wieder in Literaturverwaltungsprogramme ausgegeben werden. Feine Sache.

BAPLA-Initiative zur Standardisierung von Metadaten in Bildern

Das Blog StockPhotoTalk hat einen umfassenden Beitrag zur Initiative der BAPLA (British Association of Picture Libraries and Agencies) die Metadaten in digitalen Bildern stärker zur standardisieren. Dazu gibt es die BAPLA Digital Guidelines v1 sowie das BAPLA Metadata Panel v1.4.

Die Guidelines setzen Qualitätsmaßstäbe für digital distribuierte Bilder. Für die inhaltlichen Metadaten gilt klar der IPTC-Standard.

Da die Erfassungsmasken für IPTC-Felder in den verschiedenen Programmen durchaus nicht einheitlich sind und auch verschiedene workflowabhängige Anforderungen bestehen, empfiehlt die BAPLA ein Minimalset aus IPTC:

  • Document Title – The image reference number
  • Creator – The photographer or originator
  • Caption – Description of image content
  • Credit – The credit line as it should appear in use
  • Licensing – Contact URL for licensor of image

Gut recherchierten Captions sowie relevanten Schlagworten wird dabei große Bedeutung zugemessen. Der BAPLA geht es schlicht um die Vereinheitlichung eines Minimalstandards. Das sind keinesfalls „kleine Brötchen“, denn die meisten dieser Kriterien werden von öffentlichen Bildarchiven vermutlich kaum eingehalten.

Um das Ganze softwareseitig zu unterstützen gibt es den Metadata Panel, der in Photoshop verwendet werden kann, zum Download.

„Wie geht die Reise weiter?“ fragte ein Symposium der „Deutschen Gesellschaft für Photographie“

Die Bewahrung des Digitalen im Analogen lautete das Fazit eines Tagung der DGPh auf der diesjährigen Photokina.

Auf telepolis gibt es einen Rückblick auf die Veranstaltung: Bewahrung des Digitalen im Analogen.

Unter anderem ging es um die Haltbarkeitsprobleme bei CDs und DVDs sowie die Probleme mit Migrationsstrategien. Eine vorgestellte Lösung besteht deshalb in der Verwendung des langzeitbeständigen Ilford Micrographic Film für die Langzeitarchivierung der Bilder: „Digital speichern, analog archivieren.“

Meine Einschätzung: die analoge Langzeitarchivierung wird vor allem von klassischen Archiven favorisiert, die schon länger Dokumente mikroverfilmen und aus deren Sicht die hochauflösende Filme für die Archivierung von Bilder geeignet erscheinen. Das mag funktionieren, solange auch ein analoges Bild noch im Archiv vorliegt. Bei digital erstellten Bildern gewinnt jedoch die Frage der Zugänglichkeit der Daten an Bedeutung, d.h. ich muss nicht nur nachweisen, dass meine langzeitarchivierten Bilder qualitativ in Ordnung sind und sicher verwahrt werden, sondern auch wie ich sie wieder zurückhole, also in digitale Bilder zurückverwandele.

Das von der Fraunhofer Gesellschaft mitentwicklete Farbmikrofilmverfahren (vgl. meinen Beitrag) bietet dazu durchaus Lösungen an, doch ist damit eben wieder ein Medienwechsel verbunden. Ein digitales Bild bleibt auch in der digitalen Langzeitarchivierung ein digitales Bild und kann direkt wieder einer Nutzung zugeführt werden. Dass Migrationen organisiert sein wollen, ist natürlich die Voraussetzung.

Ein von Archivierungsdienstleistern häufig vorgebrachtes Argument sind die laufenden Kosten für Migrationen. Doch sollte man nicht vergessen, auch wenn ich meine Bilder auf Mikrofilm habe, muss ich sie ja doch noch digital mitführen. Niemand wird digital erstellte Bild löschen wollen, nur weil sie auf Mikrofilm sicher verwahrt sind.

Mikrofilme sind sicherlich ein probates Mittel, wenn man Langzeitarchive als abgeschlossenes System ansieht, auf das nur selten zugegriffen wird. Ein solches System kann aber immer nur eine zusätzliche Sicherheit bieten, keinesfalls aber die digitale Speicherung der Bilder (und die digitale Langzeitarchivierung ist ein Teil davon) ersetzen. Migriert werden muss also auch weiterhin.

Ein gute Einführung in die digitale Langzeitarchivierung ist der (wenn auch nicht mehr neue) Beitrag des Instituts für Medienwissenschaft der Universität Basel: Digitale Archivierung von fotografischen Sammlungen – Ein Grundlagenbericht . Auch die Seite des Instituts informiert darüber, wie digitale Speicherung und Mikorverfilmung kombiniert werden können: Langzeit-Archivierung.

freundlicher Hinweis auf den Beitrag in telepolis von Andreas Klingebiel

Photograph Conservation at George Eastman House

George Eastman House and the Image Permanence Institute will soon accept applications for the fifth cycle of an advanced-level, two-year residency in photograph conservation beginning September 2007.

With funding from the Andrew W. Mellon Foundation, the Advanced Residency Program will draw upon the rich resources of George Eastman House, Image Permanence Institute, Rochester Institute of Technology and other area institutions, and will provide exceptional opportunitites for training and research at the highest level. A combination of lecture and seminar instruction, laboratory experiments, treatment experience and exposure to research techniques and methodologies is intended to contribute to the professional development of the fellows and advance knowledge in the field.

… mehr auf der Seite des George Eastmann House

Open Source Image Archiving: Exif, IPTC, XMP

Der Beitrag in SitePoint Blogs Open Source Image Archiving: Exif, IPTC, XMP and all that befasst sich mit der Archivierung digitaler Bilder auf der Basis der in den Bildern selbst abgelegten Metadaten. Wichtigste Regel: Store metadata in the image.

Dazu gehören die Informationen die die Kamera liefert (Kameratyp, Zeit usw.), dann die anschließend zum Bild hinzugefügten Informationen wie Ort, Beschreibung, Keywords, Urheber usw. Lediglich “grouping” information – Verzeichnisbäume usw. sollen außerhalb des Bildes gespeichert werden.

Viele Softwares lesen die in den Bildern abgelegte Information in eine eigene Datenbank aus, die letzte Autorität sollte aber immer die im Bild selbst abgelegte Information sein.

Der Beitrag liefert ferner einen Überblick über Bildarchvierungstools im Linux- und Open-Source-Bereich wie GThumb, F-spot, jbrout, PixVue, exiftool und PHP JPEG Metadata Toolkit.

Fotothek – vergessene Privatfotografien

Ein Ladenlokal und Weblog der Medienkünstlerin Anke Heelemann sind der Privatfotografie gewidmet: Fotothek – Fachgeschäft für vergessene Privatfotografien.

Auf der Seite INFORMATION heisst es dazu:

Die Fotothek sieht sich als Auffangstelle für in Vergessenheit geratene Privatfotografien, die ihre individuelle Funktion und ihren Wert als Erinnerungsträger scheinbar verloren haben. Aus verschiedensten Gründen sind diese Bilder aus der Privatsphäre eines Lebens herausgefallen, vernachlässigt und weggeworfen worden. Als anonymer Betrachter steht man vor dem intimen Material, das einem für gewöhnlich nur im familiären Rahmen begegnet. Das Schicksal dieser Fotografien und die von ihnen ausgehende Präsenz des Privaten übt eine Faszination aus, die den Ausgang für eine eingehende Beschäftigung mit dem Medium bildet.

Die Fotothek betreibt Bilderrecycling, indem sie das Material aufarbeitet, archiviert und wieder verwendet, um dessen Potenzial herauszuarbeiten. Sie hinterfragt die unmittelbare ästhetische Dimension der Bilder und beschäftigt sich darüber hinaus mit unserer Bildkultur im Privaten.

Das Projekt ist weniger Geschäftsidee als vielmehr ein Beitrag zum Thema visuelle Erinnerung. Es sollte anfangs nur bis September betrieben werden, wird aber aufgrund der guten Resonanz noch verlängert. Mehr Informationen hat ein Podcast von DRadio.

freundlicher Hinweis von Andreas Klingebiel

What’s New in Digital Preservation

Die Digital Preservation Coaltion (DPC) und Preserving Access for Digital Information (PADI) der National Library of Australia haben in ihrer aktuellen Ausgabe (issue 132006 March – June 2006) von „What’s New in Digital Preservation“ auch einige Hinweise auf digitale Bilder:

Digital Images

In May, the AHDS (Arts and Humanities Data Service) released the final draft of the report Digital Images Archiving Study. The report is part of a series of feasibility studies produced by the AHDS which aim to assess the preservation risk and retention criteria for digital content. The purpose of the study is to define the preservation requirements of digital image files and to determine archiving methodologies and future research directions. Issues discussed include the properties of digital images, preservation methods, images metadata, life cycle models and assessing preservation costs.

Anderson, S. et al. (2006). Digital Images Archiving Study. Retrieved 13 July, 2006 from:
http://www.jisc.ac.uk/uploaded_documents/
FinaldraftImagesArchivingStudy.pdf

TASI (Technical Advisory Service for Images) has released a public blog, TASI Lightbox, which includes information on copyright, digital preservation, file formats and storage of images. TASI has also updated many of its advice documents including those on storing digital data and file formats.

TASI (2006). TASI Lightbox. Retrieved 13 July, 2006 from: http://www.tasi.ac.uk/blog/

In April, the OpenRAW initiative, seeking digital image preservation through open documentation, published results from a survey undertaken between January and March this year. The survey was conducted to provide an opportunity to digital photographers, archivists and other interested parties to voice their opinions regarding proprietary RAW imaging formats. The OpenRAW Web site states that “More than two-thirds of the 19,207 participants expressed concern that they won’t be able to open or edit raw files created by older digital cameras.”

OpenRAW (2006). OpenRAW Web site. Retrieved 13 July, 2006 from: http://www.openraw.org/

OpenRAW (2006). 2006 RAW Survey. Retrieved 13 July, 2006 from: http://www.openraw.org/2006rawsurvey/

Digitale Bilder und Filme im Archiv – Marketing und Vermarkung

Eine Reihe interessanter Berichte zur Erschließung und Vermarktung von Bildarchiven finden sich in den Vorträgen des 66. Südwestdeutschen Archivtags (Karlsruhe, 23.-24. Juni 2006), die jetzt über die Seite des Landesarchivs Baden-Württemberg (Aktuelles) zugänglich sind (Manuskriptversion). Die Vorträge werden zudem in der Schriftenreihe des Landesarchivs veröffentlich werden.

via archivliste

Seminare in Köln

Die Fotoingenieurin Susanne Fern vernstaltet im September zusammen mit der Photographischen Sammlung / SK Stiftung Kultur zwei Workshops in Köln:

Vom Ankauf zur Ausstellung. Der Weg einer Photographie durch das Archiv.

Geboten wird ein Blick „hinter die Kulissen“ der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur in Köln. Fragen der Inventarisierung, Archivierung und Konservierung sowie der Ausstellungsvorbereitung werden unter Bezug auf die hauseigenen Bestände erläutert.

Referentinnen: Susanne Fern (Dipl. Photoingenieurin), Rajka Knipper (Kunsthistorikerin)
Ort: Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, 2. OG, 50670 Köln
Termin: 26. September 2006, 16-17 Uhr

Telefonische Anmeldung erforderlich unter: 0221-226-5900

Montage- und Rahmungstechniken für Fotografien

Durch die Verwendung ungeeigneter Kartons und Klebemittel sowie unsachgemäße Handhabung können Fotografien auf lange Sicht geschädigt werden. Vom Hersteller als unbedenklich eingestufte Archivmaterialien entpuppen sich später als teure Fehlinvestitionen.
Dieser Workshop vermittelt in Theorie und Praxis grundlegende Kenntnisse für den schonenden und archivgerechten Umgang mit empfindlichen Fotografien bei der Befestigung im Passepartout und der Rahmung.

Termin: Sa, 23.09.2006, 11-18.00 Uhr
Teilnahmegebühr: 92,00 EUR (inkl. Skript u. Material)
Ort: Atelierhof, Ägidiusstr. 45, 50937 Köln

via Demuseum
Info und Anmeldung unter: http://www.susanne-fern.de

Langzeitarchivierung mittels Laserbelichtung

In den allermeisten Archiven besteht ein wesentlicher Teil der Langzeitarchivierung von Daten immer noch in der Mikroverfilmung von Dokumenten. Damit wird die Notwendigkeit vermieden, digitalen Daten in regelmäßigen Zyklen in andere Formate und auf neue Datenträger zu migrieren.

Das Fraunhofer Institut für Physikalische Meßtechnik bietet jetzt ein neues Farbmikrofilmverfahren an. Das Institut verwendet auf einen sog. ARRILASER, die die Bilder mit hoher Auflösung auf einen Farbmikrofilm bringt. Über ein gemeinsames Projekt (Arche) des Fraunhofer Instituts mit dem Landesarchiv BaWü und der Universitätsbibliothek Stuttgart berichtet auch der aktuelle Nestor-Newsletter.

Vor dem Ausbelichten können die Dokumente mit Metadaten wie Keywords versehen werden. Zusätzlich befinden sich auf dem Film digitale Marker, so dass die Bilder wie in einer Datenbank schneller auffindbar sind.

Die Vorteile dieser Technik der Mikroverfilmung bieten gegenüber herkömmlichen Techniken wesentliche Vorteil für die Archivierung von Bildern. Die Daten können zudem wieder kostengünstig in eine digitale Form zurückgebracht werden.

Ein sehr interessante Verfahren, zu dem sich auch auf der Website des Fraunhofer Instituts einige Informationen finden. Dass ich hier nicht direkt darauf verlinke, mag der Leser mir nachsehen und dafür Google verwenden. Die Linking Policy des Instituts ist dem wissenschaftlichen Arbeiten und der Logik von Hypertext nicht gerade zuträglich…

Ob wir demnächst auch nur noch die Titelseite von Büchern zitieren dürfen? Schade, wenn die Rechtsabteilung so quer liegt.

Konservierung Neuer Medien und Digitaler Information

Die Staatliche Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart hat einen neuen Masterstudiengang Medienkonservierung eingerichtet, der von Prof. Dr. Hans-Dieter Huber, Professor für Kunstgeschichte der Gegenwart, Ästhetik und Kunsttheorie, Dipl.-Ing. Klaus Pollmeier, Programmkoordinator und Dipl.-Informatikerin Gabriele Schiefer, Programmassistentin, betreut wird.

http://www.mediaconservation.abk-stuttgart.de