BILDER SEHEN LERNEN

Zur Geschichte der optischen Medien vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Vortragsreihe zur Ausstellung „Schaulust. Sehmaschinen, optische Theater &
andere Spektakel“ im Altonaer Museum

Im Rahmenprogramm der Ausstellung „Schaulust“, zu der wir bis zum Ende des
Jahres 2005 mehr als 17.000 Besucher begrüßen konnten, findet in den
kommenden Monaten unter dem Titel BILDER SEHEN LERNEN eine zehnteilige
Vortragsreihe statt, die den kultur- und medienhistorischen Kontext der in
der Ausstellung präsentierten Sehmaschinen und optischen Geräte beleuchtet.
Die Vorträge spannen einen Bogen von den umwälzenden Neuerungen der
Renaissance und Frühen Neuzeit über die Ursprünge des Films bis zum Kino des
letzten Jahrzehnts.

Unter den Referenten sind Kunsthistoriker sowie Literatur-, Film- und
Medienwissenschaftler, die sich anhand einzelner Schwerpunkte mit
verschiedenen Entwicklungsstationen in der Geschichte der visuellen Medien
auseinandersetzen. Mit der thematischen Vielfalt der Vorträge möchten wir
den Besuchern der Ausstellung „Schaulust“ und allen darüber hinaus an der
Geschichte der historischen und visuellen Medien Interessierten die
Möglichkeit eröffnen, den Facettenreichtum der Ausstellung in einem
diskursiven Rahmen wahrzunehmen und Fragen zur Entwicklungsgeschichte der
multimedialen Gegenwart mit wissenschaftlichen Experten zu diskutieren.

  • Donnerstag, 9. Februar, 19.00 Uhr
    Bildgeflacker in dunklen Räumen.
    Von der Camera Obscura zum Kino
    Prof. Dr. Jörg Jochen Berns, Marburg
  • Donnerstag, 16. Februar, 19.00 Uhr
    Mobilmachung en miniature.
    Über die populäre Lust an der Kinetik
    Prof. Dr. Gottfried Korff, Tübingen
  • Donnerstag, 2. März, 19.00 Uhr
    „Das Schweigen der Lämmer“ als Rede der Bilder im Film
    Prof. Dr. Jürgen Müller, Dresden
  • Donnerstag, 9. März, 19.00 Uhr
    Spiegelmaschinen – Bildermaschinen.
    Zu optischen Experimenten des 16. und 17. Jahrhunderts

    Dr. des. Marie Theres Stauffer, Zürich
  • Donnerstag, 16. März, 19.00 Uhr
    Neues Sehen in Kunst und Wissenschaft der Frühen Neuzeit
    Prof. Dr. Hartmut Böhme, Berlin
  • Donnerstag, 23. März, 19.00 Uhr
    Welten hinter Glas.
    Das Aquarium als Multimedium

    Dr. Ursula Harter, Offenbach
  • Donnerstag, 30. März, 19.00 Uhr
    Augenspiel und Augenspiegel.
    Wie die Renaissance entdeckte, was wir heute sehen

    Prof. Dr. Achatz von Müller, Hamburg
  • Donnerstag, 06. April, 19.00 Uhr
    Optisches Spielzeug.
    Von der Camera Obscura zum Kaleidoskop

    Dr. Nike Bätzner, Berlin

Altonaer Museum
in Hamburg
Norddeutsches Landesmuseum
Museumstraße 23
t. 040 – 42811 1516

via H-Museum

Marion Gräfin Dönhoff – Reisebilder

Das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg zeigt ab dem 13. Januar Fotografien der Gräfin Dönhoff.

Begleitend zum gleichnamigen Buch zeigt die Ausstellung rund 40 ausgewählte Fotografien aus den dreißiger, vierziger und fünfziger Jahren, die Marion Gräfin Dönhoff auf Reisen durch Ostpreußen, Afrika und der arabischen Welt aufgenommen hat.

In ihrem ersten Auto, einem weißen Cabrio, reiste die junge Marion Dönhoff mit ihrer Schwester Yvonne Mitte der Dreißiger 2000 Kilometer von Ostpreußen quer durch Europa bis nach Albanien – zwei Monate über holprige Landstraßen und nebelverhangene Bergpässe, durch quirlige Städte und einsame Landschaften. Dass Frauen auf diese Weise reisten, war zu jener Zeit eine Sensation. Immer mit dabei war Marions geliebte Kamera, eine Leica, die sie 1928 zum Abitur geschenkt bekommen hatte. Die Aufnahmen der Balkanreise haben auch nach siebzig Jahren nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Im Gegenteil: Eine vergangene Welt lebt auf, gesehen durch die Augen der leidenschaftlichen Fotografin Dönhoff.

Marion Gräfin Dönhoff – Reisebilder
MKG Hamburg
13. Januar bis 02. April 2006

„Simultan – Zwei Sammlungen österreichischer Fotografie“

derStandard.at berichtet über die laufende Ausstellung im Rupertinum in Salzburg:

Simultan – Zwei Sammlungen österreichischer Fotografie.

Der Kurator Urs Stahel, Direktor des Fotomuseums im schweizerischen Winterthur, versucht die ungeheure Materialfülle zu strukturieren und reiht die Bilder in chronologischer Abfolge – beginnend bei den 1950er-Jahren bis zur Gegenwart. Zudem gibt es auch eine thematische Gliederung zu den Begriffen „Aktionismus“, „Identität“, „Bildspiele“, „Konstruierte Wirklichkeiten“, „Szenario“, „Das Land“ und „Sozialraum“. Im Aktionismus-Abschnitt stehen die Wiener Künstler Günter Brus, Rudolf Schwarzkogler, Otto Mühl und Hermann Nitsch im Mittelpunkt.

noch bis 15.01.05
weitere Infos unter
Museum der Moderne

Thomas Hoepker – Photographien 1955-2005

„Ich bin kein Künstler, sondern ein Bilderfabrikant“ , sagte der Fotograf Thomas Hoepker 1964 und betont damit die dokumentarische Qualität der Fotographie, die Authentizität und den Zeugnischarakter des Mediums. Seit dem 25. November sind die Arbeiten Hoepkers im Münchner Stadtmuseum zu sehen.

Als Fotojournalist war Hoepker für die Illustrierten Kristall, magnum, twen und Stern tätig, daneben hat er auch die Zeitschrift Geo als Photograph und „Executive Director“ in den 1970/80er Jahren wesentlich mit geprägt. Heute lebte er in New York und leitet als Präsident die legendäre Photoagentur Magnum.

25.11.2005 bis 28.05.2006
Münchner Stadtmuseum/Fotomuseum
Ausstellungsseite

Nützlich, süß und museal – das fotografierte Tier

Zur laufenden Ausstellung in Essen zwei Presseartikel:

Die Mimik der Tiere titelt der Spiegel und hebt vor allem die Gegensätzlichkeit der gezeigten Exponate hervor, mit denen der Betrachter sich auseinander setzen muss.

Herr und Hund und Hirsch titelt Klaus Honnef in der Welt. Neben menschlichem Machtanspruch, der sich vor allem in Jadgfotografien fassen lässt, geht er der Psychologie des wissenschaftlichen Blicks auf die Tierwelt nach.

Essen, Museum Folkwang, bis 15. Januar

Willy Ronis und Paris

Die International Herald Tribune widmet dem Fotografen Willy Ronis anlässlich der im Hôtel de Ville eröffneten Ausstellung einen längeren Artikel. Bis zum 18. Februar sind dort noch Fotografien aus dem Paris der 1930er bis 1960er Jahre zu sehen.

Ronis erlangte mit der von Edward Streichen Anfang der 50er Jahre organisierten Ausstellung „Five French Photographers“ im Museum of Modern Art in New York internationale Anerkennung, wo seine Aufnahmen mit denen von Brassaï, Cartier-Bresson, Izis und Doisneau zu sehen waren.

nützlich – süß – museal. Das fotografierte Tier

Seit ihrer Erfindung haben Fotografen und Fotografinnen das Tier kontinuierlich beobachtet und abgebildet: als repräsentativen Besitz und Züchtungserfolg, als Trophäe erfolgreicher Expeditionen und Jagden, als ’treuen Freund’ und ’Arbeitsgerät’ des Menschen, als naturwissenschaftlichen Untersuchungsgegenstand und als Kunstobjekt.

Resüme dieser Geschichte ist die Ausstellung nützlich – süß – museal, die das Museum-Folkwang der Tierfotografie widment. Die Auswahl der mehr als 300 Exponate umfasst u. a Daguerreotypien und frühe fototechnische Versuche, das Tier in Bewegung zu zeigen, Aufnahmen von Großwildjagden und Fotosafaris, Amateurfotografien und zu wissenschaftlichen oder zu Zuchtzwecken hergestellte Bilder, außerdem Beispiele des Bildjournalismus und der Autorenfotografie sowie Installationen und Projektionen zeitgenössischer Künstler.

Neben Fotografien aus dem Bestand der Fotografischen Sammlung im Museum Folkwang versammelt die Ausstellung zahlreiche Leihgaben von Fotomuseen, öffentlichen und privaten Sammlungen, naturhistorischen Museen, Universitätsarchiven sowie den Archiven von Zoologischen Gärten in Deutschland, Europa und Nordamerika.

nützlich – süß – museal. Das fotografierte Tier
Museum Folkwang, Obere Galerie
22. Oktober 2005 – 15. Januar 2006

gefunden im Fotografie-Forum

Schaulust. Sehmaschinen, optische Theater & andere Spektakel

Ab dem 26. Oktober wird im Altonaer Museum in Hamburg die Ausstellung Schaulust. Sehmaschinen, optische Theater & andere Spektakel zu sehen sein.

Gezeigt werden Objekte von der Camera Obscura über Guckkastenbilder, von Panoramen über Daumenkinos bis hin zu trickreichen Vexierbildern und modernen Sehmaschinen aus der Sammlung Werner Nekes.

Altonaer Museum in Hamburg
– Norddeutsches Landesmuseum
Museumstraße 23
22765 Hamburg
26. Oktober 2005 – 01. April 2006

Robert Frank – Storylines

Die Fotostiftung Schweiz in Winterthur zeigt derzeit eine Ausstellung mit Arbeiten von Robert Frank.

Frank erhielt seine Ausbildung zum Fotografen in verschiedenen Schweizer Fotoateliers, 1947 emigrierte er nach New York. Mit sich nahm er sein erstes Fotobuch, das den Art Director von Harper’s Bazaar so beeindruckte, dass er ihm einen Job als Studiofotografen offerierte. Robert Frank bereiste anschliessend bis Mitte der 1950er Jahre Südamerika, Europa und die USA, und entwickelte dabei seinen eigenen, einzigartigen Stil, der die Sprache der Nachkriegsfotografie nachhaltig veränderte. 1951 porträtierte er die Stadt London in der grossen Spannung zwischen Armut und Reichtum nach dem 2. Weltkrieg. 1953 arbeitete er in Caerau in Wales, wo er eine Fotogeschichte über ein Bergwerksdorf, speziell über den Bergarbeiter Ben James und seine Familie entwarf.

Robert Frank – Storylines
Fotostiftung Schweiz, Winterthur
3. September bis 20. November 2005

Jindrich Streit im Fotoforum West

Sie erzählen vom kargen Leben, von Freud und Leid, von Liebe und Lastern: Über mehrere Jahrzehnte hinweg hat der Fotograf Jindrich Streit in seinem tschechischen Heimatdorf Sovinec auf den Auslöser gedrückt und sowohl Schönes als auch Hässliches in zärtlichen Bildern festgehalten.

schreibt Tirol online

Ein tschechisches Universum
Jindrich Streit
Fotoforum West
Adolf Pilcher Platz 8, 75324 Innsbruck
16. September 2005 – 20. Oktober 2005

Evelyn Richter – die Dokumentation des Alltags

Evelyn Richter gehörte zu den bedeutendsten sozialdokumentarischen Fotografinnen der DDR. Anlässlich ihres 75. Geburtstags zeigt das Museum der bildenden Künste in Leipzig unter dem Titel „Rückblick – Konzepte – Fragmente“ eine große Werkschau mit Fotografien aus fünf Jahrzehnten.

schreibt der MDR

EVELYN RICHTER
Rückblick, Konzepte, Fragmente
Museum der Bildenden Künste, Leipzig
18. September bis 20. November 2005

Barbara Klemm: Künstlerporträts

Ihr Archiv umfasst über eine Millionen Negative. Es sind Reportageaufnahmen darunter, Landschaftsstudien, Künstlerporträts. Barbara Klemm hat die großen Kulturereignisse der deutschen Geschichte festgehalten, aber auch den Alltag der Menschen in Mexiko oder Amerika, schreibt die Berliner Zeitung.

Jetzt sind eine Reihe von Künstlerporträts der Fotografin in Hamburg zu sehen.

Barbara Klemm: Künstlerportraits 1968 – 2004
21. September 2005 – 8. Januar 2006

Deichtorhallen Hamburg
Haus der Photographie
Aktuelle Kunst
Deichtorstr. 1-2
D-20095 Hamburg
Ausstellungsseite

gefunden im Fotografie-Forum

Neues Sehen in Berlin

Die am 16. September startende Ausstellung Neues Sehen in Berlin beleuchtet eines der innovativsten Kapitel der neueren Fotografiegeschichte. Gezeigt werden rund hundert Aufnahmen von 18 namhaften Fotokünstlern, darunter Max Burchartz, Florence Henri, László Moholy-Nagy und Albert Renger-Patzsch.

Die Exponate gehen zurück auf Erwerbungen, die die Kunstbibliothek unter der Leitung von Curt Glaser, von 1924 und 1933 Direktor der Kunstbibliothek, zwischen 1929 und 1932 tätigte. Sie entstammen verschiedenen Ausstellungen, allen voran der Werkbundschau „Film und Foto“.

NEUES SEHEN IN BERLIN. FOTOGRAFIE DER ZWANZIGER JAHRE
Berlin, Kunstbibliothek
16.09.-20.11.2005

Profiling Amerika – Amerikanische Fotografie 1860 – 1960

Das Forum für Fotografie in Köln zeichnet in seiner neuesten Ausstellung 100 Jahren amerikanischer Fotogeschichte. Zu sehen sind ab dem 3. September Fotografien aus der Zeit des Sezessionskrieges, der großen Depression nach der Weltwirtschaftskrise, des Zweiten Weltkrieges sowie der Nachkriegszeit. In der Ausstellung finden sich die Namen bedeutender Fotografen wie Mathew B. Brady, Walker Evans, Alexander Gardner, Margaret Bourke-White, Frances Benjamin Johnston, Dorothea Lange, Ben Shahn, Irving Penn, Arthur Rothstein, W. Eugene Smith, Jacob Riis und Gordon Parks.
Die Ausstellungsmacher stellen die Frage nach dem Selbstbild der Amerikaner. Alle Aufnahmen stammen aus den Beständen der Gesellschaft für Photo Archive e.V.

PROFILING AMERICA. AMERIKANISCHE FOTOGRAFIE 1860–1960
03.09-23.10.2005
Forum für Fotografie
Schönhauser Str. 8
50968 Köln

Die Library of Congress lässt Frauen wählen

Der San Fracisco Chronicle berichtet über eine fotohistorische Ausstellung der Library of Congress zum Thema Frauenwahlrecht. Anlass ist das 85jährige Bestehen des Frauenwahlrechts.

Die 448 Fotos der Ausstellung umfassen eine Zeitraum von 130 Jahren und stellen eine Auswahl aus der Sammlung der National Woman’s Party (insges. 2650 Aufnahmen) dar.

Die online-Ausstellung stellt den Bildbestand zum Thema nicht nur im Web zur Verfügung, sondern liefert ergänzende Essays, eine Porträtgalerie und eine Timeline.