Fotografieren mit flüssigen Linsen…

… wird vielleicht bald die Fototechnik verändern. So jedenfalls bei Heise nachzulesen.

Die Idee ist bestechend: Wenn man in einem Fotoapparat die Glaslinse mit ihrer festen Brennweite durch eine flüssige Linse ersetzen könnte, wäre das Scharfstellen der Bildebene oder die Brennweiten-Veränderung wesentlich einfacher. Allerdings gibt es auf dem Weg dorthin einige Probleme zu überwinden: Wie kann man die Linse in Form halten, verändern oder – ganz trivial – ein Einfrieren der Flüssigkeit bei niedrigen oder ein Verdampfen bei höheren Temperaturen verhindern?

„Müssen das Ende des chemischen Films hinnehmen“

Nachdem Nikon kürzlich verkündete sich bei Kameras fast vollständig auf digitale Modelle zu konzentrieren, scheint das Ende der analogen Fotografie – so jedenfalls kommentieren zahlreiche Presseartikel die Nachricht – gekommen. Dazu sagte der Sammler F.C. Gundlach im Stern: „Wir müssen damit rechnen, dass es in zehn Jahren keinen Film mehr gibt“.

Zum Hintergrund – Nikon hat eine Presseerklärung veröffentlicht, in der eine stäkere Konzentartion auf den digitalen Fotomarkt angekündigt wird. Dazu Digital Photography Review:

Following the success of our digital line-up over the last seven years, which has resulted in more than 95% of Nikon’s UK business being within the digital area, Nikon Corporation has made the decision to focus management resources on digital cameras in place of film cameras. This decision will allow Nikon to continue to develop products that match the demands of an increasingly competitive market place.

Weitere Artikel zum Thema:
in der Welt: Fotografen rüsten sich fast nur noch mit digitaler Technik aus
in der FAZ: Traditionsmarke Konica-Minolta: Der schleichende Tod der analogen Fotografie
in der Berliner Morgenpost: Digitale Wende in der Fotografie

IrfanView

Seit Heiligabend gibt es die neue Version des populären Bildbetrachtes IrfanView (Version 3.9.8) zum Download. Auf der Irfan-Website sind eine ganze Reihe von Änderungen aufgeführt. U.a. werden weitere Dateiformate unterstützt – darunter RAW-Files. Irfan kann darüber hinaus auch Video- und Audio-Files verarbeiten.

IrfanView kann als Freeware nichtkommerziell eingesetzt werden und benötigt das Betreibssystem Windows.

via Netbib

Rekordgeschäft mit Digitalkameras

Das Jahr 2005 brachte ein neues Hoch beim Verkauf von Digitalkameras, berichtet die NETZEITUNG.

Der Markt der digitalen Fotografie erreicht damit ein Volumen, das der analoge Markt nie erreicht hat, sagen die Marktforscher.

Interessant ist auch: Viele digitale Bilder werden niemals gedruckt. Zwar werde viel mehr fotografiert, so die Analysten. Die digitalen Fotos blieben jedoch meist auf Speicherkarten in Kameras, auf Computerfestplatten oder anderen digitalen Speichermedien.

Journalisten fordern standardisierte Beschriftung von Pressebildern

www.newsroom.at berichtete dieser Tage:

Die dpa-Tochter news aktuell hat eine Umfrage unter Bildredakteuren, Chefs vom Dienst und Ressortleitern von 154 Tageszeitungen und Fernsehsendern durchgeführt. Danach fordert die große Mehrheit der Befraten standardisierte Begleittexte im IPTC-Format.

IPTC ist der weltweit gültige Standard für Dateiinformationen in digitalen Pressebildern. Die im IPTC-Format gelieferten Bildinformationen erlauben es Journalisten, digitales Fotomaterial zu recherchieren, auszuwerten und zu archivieren.

Der Einsatz der IPTC Header ist auch für den nichtkommerziellen Bildarchivbereich eine wichtige Option, vor allem dann, wenn Bilder nur noch digital vorliegen. IPTC Header können kostengünstig mit Programmen wie iView Media in die Bilder eingepflegt werden. Die Information bleibt beim Bild, egal in welcher Abteilung oder Stadium des Workflows es sich befindet.

Lebende Fotografien

Kurioses aus der Welt der Wissenschaft:

Forschern am Massachusetts Institute of Technology (MIT) ist es gelungen, das Bakterium Escherischia coli genetisch so zu manipulieren, dass es unter Lichteinwirkung ein Pigment produziert, berichtet g-o.de.

Wie aber wurde daraus das „lebende Foto“? Ganz einfach: Die Wissenschaftler impften eine kleine Dosis der genmanipulierten Bakterien in ein Nährmedium. Dann stellten sie die Kulturschale mit den Mikroben für zwölf bis 15 Stunden in einen warmen, wachstumsfreundlichen Brutkasten. Ein spezieller Projektor bestrahlte die sich entwickelnden Bakterien mit dem Hell-Dunkel-Bild des gewünschten Motivs.

Und das mit einer erstaunlich hohen Auflösung. “Wir schätzen, dass die Auflösung dieser “Fotografien” bei rund 100 Megapixeln liegt, damit ist sie etwa zehn Mal höher als die hochauflösender Drucker“, erklärt Anselm Levskaya, Biophysik-Doktorand und an der Entwicklung der “Fotomikrobe” beteiligt.

Leica gelobt Besserung

Leica gelobt Aktionären Besserung titelte die Welt gestern.

Der traditionsreiche Kamerahersteller war nur knapp der Insolvenz entgangen. Im Geschäftsjahr 2004/2005 war bei dramatischen Umsatzrückgängen um 21,3 Prozent ein Verlust von knapp 20 Mio. Euro aufgelaufen. Zu der Krise war es gekommen, weil der Kamerahersteller den Anschluß an die neue Digitaltechnik verpasst hatte.

Das Diasec® Verfahren – Schäden, Stabilität, Konservierung und Restaurierung

Die als PDF vorliegende Arbeit von Sabine Zorn setzt sich mit dem patentierten Diasec® Verfahren sowie verwandten „Diasec“-Verfahren auseinander.

Beim Diasec® Verfahren werden großformatige (Farb-) Fotografien bzw. Inkjet Ausdrucke bildseitig dauerhaft mit einem transparenten Trägermaterial (Acrylglas u.a.) verbunden werden. Neber der Geschichte und die Technologie des Verfahrens, wird auf häufige Schäden an „Diasec“, auf deren Ursachen und auf das Lichtalterungs-verhalten bzw. die Langzeitstabilität des Verfahrens eingegangen. Des weiteren werden einige Möglichkeiten zur Behandlung von Schäden getestet und die wichtigen Punkte im Umgang mit „Diasec“ diskutiert.

Der anhaltenden Kritik an der Stabilität von Diasec® begegnet die Firma Grieger mit dem Hinweis auf ein neues Gutachem vom 13.05.2005.

weitere Informationen bei

Gimp wird 10

GIMP, das GNU Image Manipulation Program, ist ein ursprünglich für Linux entwickeltes Tool zum Erstellen von Webgrafiken und zur Bearbeitung digitaler Bilder, ist aber inzwischen auch für Windows und Mac OS X zu haben. Dieses Jahr feiert GIMP seinen zehnten Geburtstag. Im November 1995 kam die Betaversion auf die Welt.

Am 09.11.05 haben alle Berliner die Gelegenheit einen Vortrag über die Geschichte von Gimp zu hören.

Vortrag von Sven Neumann:
10 Jahre GIMP
Das GNU Image Manipulation Program feiert Geburtstag
09.11.2005 um 19.00 Uhr

newthinking store
Tucholskystr. 48
Berlin
gefunden bei Fotografie-Forum

mehr zu Gimp auf den Seiten:
gimp.org
pro-linux.de

Erst knipsen, dann scharf stellen

… titelte der Spiegel gestern. Vorgestellt wurde eine neue Entwicklung auf dem Gebiet der Kameratechnik. Die von Ren Ng vom Computer Graphics Laboratory der Universität Stanford gebaute Kamera nimmt das Bild durch ein Netz feiner Mikrolinsen auf.

Damit fallen keine Bildpunkte auf den Sensor sondern kleine Kreise. Lichtstrahlen, die sich sonst in einem Punkt getroffen hätten, verraten auf diese Weise, aus welcher Richtung sie kamen – senkrecht eintreffende landen im Mittelpunkt der Minikreise, seitlich eintreffende weiter außen.

Mit der entsprechenden Software kann nach der Aufnhame der gewünschte Bereich des Bildes scharf gestellt werden.
Einen Nachteil hat das ganze allerdings: der Zugewinn an Tiefenschärfe wird mit einem Verlust an Auflösung bezahlt. Von 16 Megapixel bleiben gerade einmal 0,1 Megapixel übrig.

New Universal Photographic Digital Imaging Guidelines

Die UPDIG ist eine Initiative, die sich an Profis im digitalen Bildbereich richtet.
Die neuen Guidelines können sicher nicht bis ins letzte die Fragen nichtkommerzieller Bildarchive beantworten, doch gibt es hier eine Reihe brauchbarer Tipps.

Die „Kunst des digitalen Fotoworkflows“ besteht im wesentlichen in

  • der Kontrolle und Nachprüfbarkeit aller Einstellungen (Colour Management, Kalibrierung der Geräte)
  • der Organisation der Bilder innerhalb des eigenen Archivs
  • der Lieferung von Bilddaten an Kunden (online Angebot, zusätzlich hochwertige Bilder für den Druckbereich)
  • sowie der kontinuierliche und kontrollierte Auslagerung in die Langzeitarchivierung (letztere wird etwas zu knapp behandelt)

Gute Hinweise gibt es auch, wie Information mit dem Bild zu handeln sind:

  • Alle Information zum File gehören in die IPTC Header.
  • Zusätzlich wird mit jeder Auslieferung ein Textfile produziert (lässt sich aus den Headern generieren), der die Bildinformation noch einmal zusätzlich transportiert.

Der letzte Punkt ist keineswegs nur für kommerzielle Agenturen von Bedeutung, die massenhaft Bilder vertreiben. Auch mit Wissenschaftsbetrieb ließe sich das Sammeln und Weiterreichen von Bildmaterial für Publikationen damit wesentlich reibungsloser organisieren.

gefunden in Stock Photo Talk

DNG für die Archvierung

Wie Fotografie-Forum berichtet, unterstützen immer mehr Kamerahersteller das von Adobe beschriebene Digital Negative (DNG) für die Archivierung von Rohdaten (vgl. die DNG Specification, Version 1.1.0.0, Feb. 2005).

Als Ergänzung zum DNG-Format bietet Adobe den kostenlosen DNG Converter an, mit dem sich Rohdaten konvertieren lassen. Damit scheint sich das Problem der bislang häufig proprietären und an einzelne Kamerahersteller gebunden Raw-Formate zugunsten eines industriellen Standards zu lösen. Das Verhältnis zur Initiative von Open Raw wird dabei durchaus noch kontrovers diskutiert, letztendlich dürfte für den Kunden und Anwender jedoch die möglichst breite Software-Unterstützung ein entscheidendes Kriterium sein.

Apple hat kürzlich das Programm Aperture vorgestellt, das der Bearbeitung, dem Handling und der Archvierung von Raw-Daten dient. Dabei bleibt neben der bearbeiteten Version immer auch ein unverändertes Master der Aufnahme im Archiv. Aperture unterstützt auch DNG.

Ist Digitalisieren unsexy?

Ein überraschender Trend, den die WELT neulich aus der Fachmesse Archivistica zog: Digitalisieren und Migrieren der Daten sei zu teuer, die Mikroverfilmung deshalb eine preisgünstige Alternative.

Das mag natürlich auf kurze Sicht hin so sein. Allerdingst geht mit dem analogen Kopieren von Bilddaten immer ein Qualitätsverlust einher. Eine Digitalisierung stellt an sich ebenfalls eine Reduktion des Bildinformationsgehalts dar, alle weiteren Kopien sind allerdings verlustfrei.

Die Situation erklärt sich aus den schmalen Budgets und von ehrgeizigen Digitalisierungskampagnen ohne Aussicht auf Verstetigung und langfristige Sicherung der Daten würde jeder Fachmann abraten. Letztendlich steckt hinter einer Digitalisierung aber mehr als eine Sicherung der Originale: die Möglichkeit Inhalte auf ganz neue Art zur Verfügung zu stellen. Insofern ist es Birnen mit Äpfeln vergleichen.