DIGILOG II – Fototechnik und Fotoarchivierung

Heute startet bei Monochorm im Berlin die Hausmesse DIGILOG II. Es wird vergleichende Tests zu analoger und digitaler Aufnahmetechnik geben, Vorträge zur Haltbarkeit analoger und digitler Medien sowie zu verschiedenen Softwarelösungen.

via Fotografie-Forum
Programm auf der Monochrom-Website

vom 5. bis 7. Oktober 2007
Monochrom-Berlin
Ackerstr. 23
10115 Berlin
Tel. 030-24632050

Third Digital Preservation Award 2007

Der aktuelle Gewinner des Preises für digitale Langzeitarchivierung ist das DROID (Digital Record Object Identification) Projekt.

DROID is designed to meet the fundamental requirement of any digital repository to be able to identify the precise format of all stored digital objects, and to link that identification to a central registry of technical information about that format and its dependencies.

Die Open Source Software dient der automatischen Erkennung von Dateiformaten in digitalen Archiven und Repositories.

mehr in der dpc-Pressemitteilung

Geschichte Italiens im Spiegel der Bildarchive

Über die Seite der Archivi Beniculturali gibt es einige Publikationen zum Download, u.a. die drei Bände

Istituto nazionale per la storia del Movimento di Liberazione in Italia, Storia d’Italia nel secolo ventesimo. Strumenti e fonti, Claudio Pavone (Hrsg.), Rom 2006.

Interessant ist der Beitrag in Bd. III (Le fonti documentarie), S. 735-776:

Mignemi, Adolfo: Le fonti fotografiche

  • 1. Premessa
  • 2. L’immagine e l’evento fotografico
  • 3. La produzione dell’immagine
  • 4. La fruizione dell’immagine
  • 5. Manipolazione e ricostruzione
  • 6. La riproduzione a stampa dell’immagine
  • 7. Lo stratificarsi della memoria e il mutare della visione
  • 8. Diritto d’autore e diritti della persona nell’uso del documento fotografico
  • 9. L’esperienza degli archivi fotografici in Italia
  • 10. Gli archivi fotografici degli Istituti storici della Resistenza e della società contemporanea
  • 11. Alcune prospettive

Bd. III als PDF (3,4 MB)

Wohin mit den digitalen Bildern?

DigitalCameraInfo hat einen Beitrag zur Online-Archivierung digitaler Bilder: A Comparative Guide to Online Photo Archives. Verglichen werden dort verschiede Angebote um Bilder online zu archivieren. Die untersuchten Angebote richten sich sowohl an Amateure wie auch an professionelle Fotografen.

Neben der Funktion der Archivierung bieten einige Angebot auch die Möglichkeit, Bilder über die Plattform zu vermarkten oder mit anderen Nutzer zu teilen, andere bieten kleine Bildbearbeitungstools mit an oder unterstützen den Nutzer bei seiner Sicherungsstrategie, indem Bilder regelmäßig automtisch gesynct werden. In Bezug auf die verarbeitbaren Formate sind viele Angebote so professionell auch RAW-Formate zu unterstützen.

Kleinere Datenspeicher gibt es auch mal gratis, wenn dann das Datenvolumen steigt, kann man ein kostenpflichtiges, größeres Paket buchen.

Sicherlich stellt heute die Leitung noch ein Nadelöhr dar, in nicht allzu ferner Zukunft sollte das schon kein Thema mehr sein.

via Stockphototalk

ECPA Publications

Auf der Seite der European Commission on Perservation and Access (ECPA) gibt es einige Publikationen und Berichte zu den Themen Digitalisierung von Bildsammlungen, Katalogisierung und Langzeitarchivierung:
ECPA publications.

Die Publikationen können bestellt oder als Volltexte (PDF / HTML) auf der Seite eingesehen werden.

Call for Papers: ICON Photographic Materials Group

Die ICON Photographic Materials Group machte eine Call for Papers für eine Tagung zur Fotokonservierung, Deadline ist der 31. August:

Have you just completed a photographic preservation survey?
Concerned about the condition of your photographs?
Struggling to identify or catalogue them?
Then we’d like to hear from you!
We are looking for case studies that involve the preservation and conservation of photographs.? We would particularly like to hear from students but welcome all contributions.? Projects can be large or small, ongoing or completed.? Subjects we hope will be covered at the meeting are:
Case studies of remedial conservation projects
Cataloguing – methodologies and practice
Identification of photographic materials and processes
Practical preservation tips
Special collections in small specialist libraries and museums
Digitisation as a preservation tool for photographs
Family and local history collections; slide collections
Photograph albums

Weitere Informationen und Anmeldung über die ICON-Website

Kritische Bewertung von Fotografennachlässen

Fritz Franz Vogel geht im aktuellen Rundbrief Fotografie kritisch mit dem Beitrag von Nora Mathys (”Welche Fotografien sind erhaltenswert?”) ins Gericht: Vol. 14 (2007), Nr. 2, S. 31-33.

s. dazu auch meine Posts:
Keine Angst vor Negativen! und
Bewertung von Fotografennachlässen

Hier ein wesentlicher Kritikpunkt im Zitat:

Die von Mathys favorisierte Ausdünnung ist eine Bewertung auf Gutdünken. […]
Insofern plädiere ich dafür, das zentrale Autorenwerke lückenlos und unzensiert in die Archive zu integrieren. Es gibt keine Archivare, die wissen können, was man in Zukunft sucht und allenfalls dazwischen findet.

Keine Angst vor Negativen!

Zum gestern geposteten Hinweis auf den Beitrag von Nora Mathys („Welche Fotografien sind erhaltenswert?“) noch folgende Überlegungen:

Die Autorin skizziert die Kriterien für die Kassation am Beispiel der Fotosammlung Hans Tschirren (1911-1991).
Das wissenschaftliche Vorgehen, mit dem die Kriterien für eine Kassation festgelegt wurden, ist nicht grundsätzlich in Frage zu stellen, stutzig gemacht haben mich nur die folgenden beiden Passagen:

[…]
Aus der unterschiedlich sorgfältigen Beschriftung der Negative und Positive wird deutlich, dass Tschirren wie die meisten Fotografen seiner Zeit das Negativarchiv als „Originalarchiv“ betrachtete und die Abzüge als Arbeits- und Präsentationsmaterial verwendete.
[…]
Der Negativbestand lieferte durch die präziseren Angaben zu den Aufnahmen mehr Kontextinformationen zur Entstehung und Verwendung als der Bestand der Abzüge. Die Erhaltung der Negative ist jedoch aus konservatorischer Sicht aufwendiger und kostspieliger als jene der Abzüge. Deshalb wurde die Selektion und Kassation trotz der größeren Bedeutung der Negative vor allem im Negativbestand durchgeführt.

Ähnliche Äußerungen sind mir während meiner Recherche nach Bilder in einem Stadtarchiv auch schon unter gekommen. Die Argumentation mit den Kosten und Schwierigkeiten der Handhabung von Negativen, möchte ich nur ungern unkommentiert stehen lassen. Negative sind – sobald es sich um Rollfilme handelt – erst einmal platzsparend.

In reinen Bildarchiven werden teilweise sogar noch die Zweitbelichtungen aufgehoben, die ohne Probleme entsorgt werden könnten. Alternativen sehe ich darin, Negative – wo möglich – komplett zu Archvieren und die Erfassung und Digitalisierung auf eine knappe Auswahl zu beschränken. Dieses Verfahren findet durchaus in Bildarchiven Anwendung.

Für meinen Geschmack hat das Thema der Kassation von Bildbeständen noch keine befriedigende Antwort gefunden.

Vermarktung digitaler Bilder

Archivalia hatte gestern diesen wichtigen Hinweis auf die Vorträge des 66. Südwestdeutschen Archivtags, den ich hier gern aufnehme: Vermarktung digitaler Bilder.

Digitale Bilder und Filme im Archiv. Marketing und Vermarktung. Vorträge des 66. Südwestdeutschen Archivtags am 24. Juni 2006 in Karlsruhe-Durlach, hrsg. von Michael Wettengel. Stuttgart: Verlag W. Kohlhammer 2007. 114 S., 36 Abb. 12,50 Euro.

Hier als weiterführender Link hier nur die Volltexte und Präsentationen, weitere kritische Hinweise, Kommentare und Links über Archivalia.

Nachtrag

Einen Tagungsbericht bringt auch der Rundbrief Fotografie (Bd. 14, 2007, Nr. 1, 40-44).

Etwas stutzig machte mich dort nur der Satz:
Einer solchen Sammlung [Willi Pragher] wohnt gerade im bildhungrigen Informationszeitalter ein beträchtliches wirtschaftliches Potential inne.

Ich will zwar nicht in Abrede stellen, dass man für Fotos Geld bekommt, nur ist damit eine Sammlung, die ja am Tropf der öffentlichen Hand hängt (öffentlich bezahlte Archivare, öffentliche Förderungen für Digitalisierungen), noch nicht wirtschaftlich. Mir ist bislang noch keine Sammlung bekannt, die mit HISTORISCHEN Bildern PROFIT macht, auch wenn es unbestritten ein öffentliches Interesse an historischen Bildern gibt, und Maßnahmen, diese in die Öffentlichkeit zu bringen, eine wichtige Aufgabe der Archive darstellen.

Digitalisierung von Glasplatten – Projektskizze des GHH Archivs

Zur Digitalisierung eines Archivs von Glasplatten hat der Rundbrief Fotografie (Bd. 14, 2007, Nr. 1, 4-11) einen sehr detaillierten Beitrag.

Das Archiv der Gute Hoffnung Hütte Oberhausen, das etwa 15.700 Glasplatten umfasst, wurde in einer 2003 bewilligten Maßnahme konservatorisch behandelt, digitalisiert und dokumentiert. Der Bericht von Rudolf Kania, Daniel Stemmrich, Markus Nemitz und Klaus Pollmeier gibt Auskunft zu:

  • Fragestellungen und Zielsetzungen des Projekts
  • Konservatorische Maßnahmen und Reinigung der Platten
  • die eingesetzte Digitalisierungstechnik, weitere technische Ausstattung und Software

Fortbildung Fotoarchivierung in Italien

Die Fondazione Zeri bietet zusammen mit der Universität Bologna einen Postgraduiertenkurs an: Cura e uso degli archivi fotografici – Con particolare attenzione a quelli storico artistici.

Der Kurs richtet sich an Mitarbeiter fotografischer Sammlungen (Kultureinrichtungen, Bibliotheken, Archive) und setzt den Schwerpunkt besonders auf kunsthistorische Fotosammlungen. Deadline ist der 15. Mai 2007.

Tagungbericht zum 59. Westfälischen Archivtag

Auf H-Soz-u-Kult gibt es einen Tagungsbericht zum 59. Westfälischer Archivtag. Ein Schwerpunkt des Treffens war den Bildsammlungn in den Archiven gewidmet.

Es gab Beiträge zur:

  • Übernahme des Nachlasses des Kreisheimtapflegers Friedhelm Ackermann in das Archiv in Arnsberg
  • datenbankgestützten Fotoerschließung im Münsteraner Archiv
  • den technischen und archivfachlichen Ansprüchen an digitale Bilder im Archiv
  • den rechtlichen Rahmenbedingungen, dem Urhebergesetz und Kunsturhebergesetz bei der Nutzung von Fotografien im archivischen Umfeld
  • Grundlagen für die Konservierung von analogem Bildmaterial

OAIS beim Aufbau eines digitalen Archivs

Das Bundesarchiv veranstaltet mit dem Kompetenznetzwerk nestor die Tagung „Die Rolle des Open Archival Information System (OAIS) beim Aufbau eines digitalen Archivs: Ein hilfreicher Leitfaden für deutsche Archive oder pure Theorie?“.

Es geht um den OAIS Referenzmodell im Umgang mit elektronischem Schriftgut: elektronische Akten aus Vorgangsbearbeitungssystemen, Datenbanken, elektronische Bilder, elektronische Ton-und Bildaufzeichnungen und Webseiten.

4. Mai 2007
Bundesarchiv Koblenz
11:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Teilnahmegebühr: 5 Euro
Begrenzte Teilnehmerzahl