100 Jahre Jugendherbergen 1909-2009

Der Band zur Geschichte der Jugendherbergsbewegung liegt seit Frühjahr anlässlich des einhunderjährigen Jubiläums vor. Die zahlreichen Aufsätze zur Geschichte der Jugendbewegung und zur Geschichte des Jugendherbergswerks bieten ganz nebenbei auch Einblicke in hochinteressante Bildbestände zur Geschichte der Jugendbewegung. Untersucht werden neben der Gründung und Entwicklung des DJH auch die „Vorgeschichte“, die Bewegung der sog. Wandervögel, parallele Entwicklungen in anderen Jugendverbänden (Sozialistische Arbeiterjugend, Pfadfinder und Lebensreformer), die Zeit des Nationalsozialismus bis hin zu einem Ausblick auf die aktuelle Entwicklung des Verbandes.

Eine Auswahl der Bilddokumente findet sich in einem Beitrag auf einestages: 100 Jahre Jugendherbergen – Zum Schlafen in den Keller.

Der im Klartext-Verlag erschienene Band enthält Aufnahmen verschiedener größerer und kleinerer Archive, unter denen die kürzlich digitalisierten Sammlung Schirrmann (beim LWL-Medienzentrum für Westfalen) sowie das Archiv der deutschen Jugendbewegung Stiftung Ludwigstein, das die Altakten des DJH beherbergt, besonders hervorzuheben sind. Interessant auch der Hinweis von Stefanie Hanke (S. 152) über die Bedeutung der Fotografie für die Propagierung der Jugendherbergsidee im Ausland.

Der Nachlass Richard Schirrmann, der erst kürzlich für das LWL Medienzentrum für Westfalen digitalisiert wurde, wird im Beitrag von Anikó Scharf kurz beleuchtet, hier steht jedoch eine umfassendere Würdigung Schirrmanns als Fotograf noch aus. Vgl. dazu auch Anikó Scharf: Aus den Anfängen der … Jugendherbergen. LWL-Medienzentrum übernimmte Fotonachlass von Richard Schirrmann, in: Im Fokus 2/2008, S. 16-17, URL: http://www.lwl.org/lmz-download/pdf-download/ fokus_2_08_internet.pdf.

Ab August wird sich zudem eine Ausstellung der Burg Altena mit der Geschichte befassen: Über Stock und Stein – 100 Jahre Jugendherbergen

Weitere Angaben zum besprochenen Band:

100 Jahre Jugenherbergen 1909-2009
Anfänge – Wandlungen – Rück- und Ausblicke
Jürgen Reulecke u. Barbara Stambolis (hg.)
443 Seiten, Klartext-Verlagsges 2009
ISBN 978-3898619905

Inhalt

I. Anfänge und Leitideen des Jugendherbergswerks im späten Kaiserreich: Richard Schirrmann, Wilhelm Münker und andere

  • Barbara Stamblis: Aufbrüche: Jugend um 1900 unterwegs
  • Heinrich Ulrich Seidel: Der Weg zur ersten Jugendherberge im westfälischen Altena
  • Jürgen Reulecke: Gegen eine „verkopfte, haus- und stadverkräftigte Schule“: zu Richard Schirrmanns Werbekampagen für „Volksschülerherbergen“ um 1910
  • Stefanie Hanke: Die Anfänge des Jugendherbergswerks

II. Die Weimarer Republik: schneller Ausbau und breite Anerkennung

  • Jürgen Reulecke: Horizonte und Organisationen: Jugend und junge Generation in den zwanziger Jahren im Umfeld des Jugendherbergswerks
  • Stefanie Hanke: Reorganisation und Ausbau der Jugendherbergen nach 1918
  • Barbara Stambolis: Jugendherbergen: wie sie aussahen und aussehen sollten
  • Eike Stiller: „Zur Freude aller …“: das Verhältnis der Arbeitersportbewegung zum deutschen Jugendherbergswesen 1920-1930
  • Markus Köster: „Aus grauer Städte Mauern“: Jugendliche als Pioniere des Massentourismus
  • Stefanie Hanke: Die Anfäng des internationalen Jugendherbergswesens
  • Barbara Stambolis: Jugendherbergen als Jugendbegegnungsstätten: grenzüberschreitend

III. Unter dem Dach de Hitlerjugend: der Zugriff des NS-Regimes auf die Jugendherbergen

  • Eva Kraus: Jugendherbergen und Nationalsozialismus
  • Eva Kraus: Der Werdegang führender DJH-Funktionäre in der NS-Zeit
  • Jürgen Reulecke: Verengungen und ideologische Vereinnahmungen: zur Nutzung der Jugendherbergen durch das NS-Regime
  • Barbara Stambolis: „Lesarten“: zur Beherberbung nach 1933

IV. Wiederaufbau und Wandlungen seit dem Zweiten Weltkrieg: Unterschiede in West und Ost

  • Sinika Stubbe: Der Wiederbeginn des Jugendherbergswesens nach 1945
  • Sinika Stubbe: Die internationale Arbeit des Jugendherbergswerks in der frühen Nachkriegszeit
  • Benno Hafeneger: Bewegte Jugend: Pädagogik des Reisens und Wanderns in den fünfziger und sechziger Jahren
  • Gunter Fritzen: Jugendherbergsalltag in der DDR
  • Susanne Rappe-Weber: Die Jugendherberge Ludwigstein: mehr als eine Jugendherberge
  • Benno Hafeneger: Freizeit und Reisen im Lichte der neueren Jugendforschung

V. Erfahrungen und Erinnerungen: Zeitzeugen berichten

  • Gudrun Schirrmann: Richard Schirrmann, mein Vater
  • Anikó Scharf: Richard Schirrmanns Bilderwelt: Annäherungen an seinen Fotonachlass
  • Arno Klönne: Richard Schirrmann: eine sehr subjektive Erinnerung
  • Otto Wirthensohn: Arbeit für das Deutsche Jugendherbergswerk und im Weltverband (IYHF)
  • Wolfgang Mößinger: Erfahrungen eines Herbergsleiters … nach dreißig Jahren
  • Gunnar Grüttner: Persönliche Geschichten und Erinnerungen von Herbergsgästen

VI. Jugendherbergen heute und morgen: Analysen, Pläne, Perspektiven

  • Otto Wirthensohn: Neuorientierung seit den sechziger Jahren
  • Bernd Dohn: Umstrukturierungen und Perspektiven seit den neunziger Jahren
  • Thorsten Richter: „Jugendherbergen“ eine Marke mit Geschichte hat Zukunft
  • Benno Hafeneger: Statt eins Schlussworts: das Jugendherbergswerk – ein Blick nach vorn

Corbis eröffnet Sygma-Archiv

Corbis gibt die Eröffnung des Neubaus der Sygma Preservation and Access Facility, bekannt. Das neue Archivgebäude liegt in Garnay, rund 45 Minuten von Paris entfernt. Planung und Umsetzung hat eine auf Archivierung spezialisierte Firma übernommen, Locarchives.

Das Archiv betreut 50 Millionen Negative, Abzüge, Farbdiapositive und Kontaktbögen, d.h. garantiert die Konservierung wie den Zugang zu den Aufnahmen. Die 800 Quadratmeter große Einrichtung verfügt über rund 7.000 Regalmeter mit den entsprechenden Klima- und Sicherheitsvorkehrungen. Die Kühllagerung erfolgt bei minus 20 °C um dem Verblassen von Farben entgegen zu wirken.

Die Sygma-Collection besteht aus neun Teilsammlungen mit Aufnahmen seit der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Teil dieser Sammlung sind historische Pressearchieve von Apis, Universal Photo, Interpress, Spitzer und Reporter Associés.

mehr zum Thema
slanted.de
stockphototalk
British Journal of Photography

Depot und Plattform: Bildarchive im post-fotografischen Zeitalter

Die Sektion Geschichte und Archive der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) veranstaltet in Kooperation mit der Professur für Geschichte und Theorie der Fotografie an der Universität Duisburg-Essen eine Tagung zum Thema „Depot und Plattform: Bildarchive im post-fotografischen Zeitalter“.

DEPOT UND PLATTFORM
Freitag, 5. Juni bis Sonntag, 7. Juni 2009
Vortragssaal im Museum für Angewandte Kunst in Köln

Programm

vollständiges Programm über die DGPh-Website (PDF)

Freitag, 5. Juni 2009

  • Dr. Christiane Stahl (Stellv. Vorsitzende der DGPh) und Dr. Gerhard Dietrich (Komm. Direktor des Museums für Angewandte Kunst): Begrüßung

Fotografische Bildarchive im Depot
Moderation: Dr. Elke Purpus

  • Prof. Dr. Herta Wolf (Geschichte und Theorie der Fotografie, Universität Duisburg-Essen): „Es werden Sammlungen jeder Art entstehen“ – Bildarchive und ihre Medien
  • Dr. Angela Matyssek (Foto Marburg, Kunstgeschichtliches Institut, Philipps-
    Universität Marburg): Der Verlust der Spur. Über die Halbwertszeiten in Bildarchiven
  • Elias Kreyenbühl, lic.phil. (Imaging & Media Lab, Universität Basel): Vom Depot zur Plattform. Was kann das post-fotografische Archiv aus der Archivierungsgeschichte der Fotografie lernen?
  • Prof. Dr. Reinhard Förtsch/ Dr. Sylvia Diebner (Archäologisches Institut, Universität zu Köln/ Photothek, DAI, Rom): Vom „Instituto di Corrispondenza Archeologica“ zum „IMAGE GRID DAI ROM“. Informationsmanagment am Deutschen Archäologischen Institut
  • Verleihung des Erich-Stenger-Preises
    2008 der DGPh an Dr. Angela Matyssek, Laudatio: Prof. Dr. Herta Wolf

Samstag, 6. Juni 2009

Speichern und Organisieren von Bilddaten
Moderation: Prof. Dr. Claus Pias

  • Prof. Dr. Rudolf Gschwind (Imaging & Media Lab, Universität Basel): Rettet das fotografische Material das post-fotografische Archiv?
  • Dr. Franziska Heller (Seminar für Filmwissenschaft, Universität Zürich): Das Projekt AFRESA. Ein Dialog zwischen Foto und Film mit memopolitischen Folgen für das (digitale) Archiv-Konzept
  • Lisa Dieckmann, M.A. (Prometheus, Kunsthistorisches Institut, Universität zu Köln): Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenführung von Bildarchiven. Prometheus – das verteilte digitale Bildarchiv für Forschung und Lehre

Bildarchive auf der Plattform
Moderation: Estelle Blaschke, M.A.

  • Prof. Dr. Claus Pias (Erkenntnistheorie und Philosophie der digitalen Medien, Universität Wien): Bilder finden
  • Dr. Susanne Holschbach (Berlin): Fotokritik in Permanenz – Flickr als praktische Bildwissenschaft
  • Dr. André Gunthert (Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales, LHIVIC, Paris): Social networks – eine neue Form des visuellen Archivs?
  • Daniel Hornuff, M.A./ Simon Bieling (Institut für Kunstwissenschaften und Medientheorie, HfG-Karlsruhe): Wir sind Bild! Zur Identitätskonstitution bildarchivalischer social network sites

Abendvortrag

  • Prof. Dr. Wolfgang Ernst (Medientheorien, Humboldt-Universität zu Berlin): Wohldefinierte (Bild-)archive – und was sie nicht sind

Sonntag, 7. Juni 2009

Ökonomien des Bildarchivs
Moderation: Prof. Dr. Herta Wolf

  • Dr. Matthias Bruhn (Das Technische Bild am Hermann von Helmholtz-
    Zentrum, Humboldt-Universität zu Berlin): Kehrseiten der Fotografie
  • Estelle Blaschke, M.A. (Geschichte und Theorie der Fotografie, Universität Duisburg-Essen): Über die Produktion von visuellem Kulturgut. Transformationsprozesse kommerzieller Bildarchive
  • Dr. Elke Purpus (Rheinisches Bildarchiv / Kunst- und Museumsbibliothek, Köln): Das Rheinische Bildarchiv. Ein Bildarchiv in öffentlicher Trägerschaft zwischen Erwartungen und Realität im Transformationsprozess zum Digitalen

Schlussdiskussion

GRAT ELOI RONC – PHOTOGRAPHE ELECTRICIEN

Die Ausstellung geht dem Werk des im Aostatal tätigen Fotografen Grat Eloi Ronc (1859-1944) nach. Der gezeigte Bildbestand entstammt dem Archiv Brel (Bureau Régional pour l’Ethnologie et la Linguistique).

Der 1859 geborene Fotograf betrieb ein kleines Fotostudio im Dorf Plan d’Introd. Seine Arbeiten zeigen neben dem obligatorischen Portraits das Leben in den Tälern Rhêmes und Valsavarenche, in der Valpelline, der Valtournenche und dem Val d’Ayas. Nebenbei arbeitete er auch als Uhrmacher, Drechsler und Elektriker.

GRAT ELOI RONC (1859-1944)
PHOTOGRAPHE ELECTRICIEN

Espace Porta Decumana
Biblioteca Regionale Aosta
4. April 2009 – 1. August 2009
Regione autonoma Valle d’Aosta

via s-fotografie

Historisches Archiv Köln, Bildsammlungen

Mit dem Kölner Archiv ist auch die Fotosammlung L. Fritz Gruber untergegangen. Die Zeit hat dazu einen Beitrag: Siebzig Meter Bildgeschichten. Damit sind wichtige Dokumente zu den photokina-Ausstellungen verloren. Insgesamt gehörten mehr als 14.000 Dokumente zu dem Nachlass.

Über weitere Bildsammlungen im Stadtarachiv kann man sich am schnellsten über die Seite fotoerbe informieren: Historisches Archiv der Stadt Köln. Das sind neben der Sammlung Gruber, die Zeitgeschichtliche Sammlung Bilder (ZSB) sowie das Bildarchiv der Aussenstelle Porz. Alternativ benutzt man die Bestandsrecherche via ArchiveNRW: Gruber, Leo (Best. 1319).

Vom Spanischen Bürgerkrieg zum II. Weltkrieg…

… lautet der Titel einer aktuellen Ausstellung im Willy-Brandt-Haus in Berlin. Zu sehen sind Aufnahmen des deutschen Fotografen Hans Gutmann/ Juan Guzmán, der sich den kommunistischen Truppen im Spanischen Bürgerkrieg als Kriegsberichterstatter anschloss.

Das historische Fotoarchiv der Agentur EFE besitzt einen Bestand von rund 3.000 Negativen aus dem Nachlass des Fotografen, von denen rund 50 Aufnahmen in der Ausstellung zu sehen sind.

Vom Spanischen Bürgerkrieg zum II. Weltkrieg
05.03. – 03.04.2009
Willy-Brandt-Haus
Stresemannstr. 28, 10963 Berlin
Ausstellungsseite

mehr in einem Videobeitrag bei Spiegel online

Bildarchiv der Casa Lyda Borelli in Bologna

Die in einer Villa des 19. Jahrhunderts in Bologna untergebrachte Casa Lyda Borelli ist ein private Residence und Alterssitz für alle, die an der Bühne tätig waren, seien es Künstler, Handwerker oder Techniker.

Die Einrichtung besitzt eine Bibliothek sowie ein Bildarchiv von ca. 9.000 Aufnahmen aus den Bereichen Kino und Theater aus der Zeit um 1800 bis heute.

Den Beitrag von Simona Guerra in fotologie.it zum Bildarchiv der Casa Layda Borelli, das die Autorin bearbeitet hat, fasse ich hier kurz zusammen:

Die Erhaltung und Bewertung des Archivs war 2008 Gegenstand einer größeren Kampagne, die mit der Digitalisierung und online Bereitstellung der Aufnahmen abgeschlossen werden soll. Das Projekt Una Città per gli Archivi wird u.a. von der Fondazione del Monte di Bologna e Ravenna finanziert.

Die Fotosammlung setzt sich in Teilen aus Beständen zusammen, die von ehemaligen Bewohnern der Villa stammen, daneben gibt es einem Kernbestand, der Fotodokumente aus dem Leben in der Villa zeigt, die bis zum Jahr 1931 zurückreichen.

Neben diesem „Hausbestand“ ist die Sammlung Mimì Aylmer (Pseudonym der Schauspielerin Eugenia Spadoni, 1896-1992) die einheitlichste Teilsammlung. Die Schauspielern hatte zunächst für den Stummfilm, dann auch für die Operette gearbeitet. Neben Fotos, die sie selbst zeigen, befinden sich in diesem Bestand auch Fotodokumente, die sie selbst in frühen Jahren von politischen und öffentlichen Ereignissen machte, wie die Ankunft König Vittorio Emanuele III. von Savoyen mit dem Schiff in Triest, Benito Mussolini oder der Marsch auf Rom. Die Schauspielerin organisierte ihre Aufnahmen in Alben, die bis in die 1960er Jahre reichen.

Ein weiterer Teilbestand stammt aus dem Nachlass der Eheleute Michele Leskovic (1905-1979) und Lia Orlandini (1896-1979) – er Theoretiker und Aktivist der Futuristischen Bewegung, sie Schauspielerin und Synchronsprecherin. Dieser Bestand enthält einige Portraits von Filippo Tommaso Martinetti sowie weiterer Futuristen. Leskovic arbeitete mit Marinetti und Enrico Prampolini an der Publikation „Sant’Elia e l’architettura futurista mondiale“. Zeugnisse dieser Arbeit sind zahlreiche Architekturaufnahmen im Bestand.

Weitere kleinere Bestände stammen von Pina Gallin (Pseudonym von Benilde Gallini, 1888-1974), Bella Starace Sainati (1878-1958), Gastone Martini (1904-1994), Sandro Rocca (1886-1975), Francesca Ivaldi (1894-1982) und Antonio Gandusio (1873-1951).

Zeche Zollern: „Montanrevier“

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat die Ausstellung „Montanrevier“, die ursprünglich im Januar enden sollte, bis zum 8. März 2009 verlängert. Die Schau im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern zeigt 100 historische Ansichtskarten und mehr als 50 Großfotos von typischen Bauten aus dem Ruhrgebiet und aus Oberschlesien. Die Bilder dokumentieren, wie Kohleförderung und Stahlerzeugung den beiden Montanrevieren in Mitteleuropa ein ähnliches Erscheinungsbild aufgeprägt haben.

Montanrevier
28.9.2008 bis 18.1.2009
LWL-Industriemuseum
Zeche Zollern
Grubenweg 5
44388 Dortmund

Zur Ausstellung ist ein zweisprachiger Bildband erschienen:
Thomas Parent (hg.): Montanrevier. Bilder aus dem Ruhrgebiet und aus Oberschlesien, 128 Seiten, Klartext Verlag, Essen 2008 (LWL-Industriemuseum Quellen und Studien 16), 19,95 €

via Mailingliste Westfälische Geschichte

Vergessene Fotografien: Das Auge des Jazz

Der Fotograin Susanne Schapowalow hat einestages einen Beitrag gewidmet: Das Auge des Jazz.

Schon in Ihrer Jugend in der Zeit das Nationalsozialismus lauschte Schapawalow heimlich im Radio der als „Negermusik“ verfehmte Jazzmusik. In der Nachkriegszeit porträtierte sie alle wichtigen Größen des Jazz wie Duke Ellington und Chet Baker, Nat King Cole und Ella Fitzgerald. Sie arbeitete für Zeitschriften wie „Stern“, „Kristall“ oder den „Spiegel“.

Die Aufnahmen der Fotografin sind in der Berliner Galerie Camera Work zu sehen:

ESTHER HAASE & SUSANNE SCHAPOWALOW
bis zum 28. Februar 2009
Galerie Camera Work
Kantstraße 149, Berlin

Neue Archive bei Flickr Commons

Archivalia hatte neulich den Hinweis, dass sich das Niederländische Nationalarchiv an Flickr Commons beteiligt: Archivalia: Niederländisches Nationalarchiv wird sich an Flickrs Commons beteiligen .

Fotostream von Nationaal Archief

Über die franz. Liste photohist.fr kam jetzt auch der Hinweis auf die Beteiligung der National Galleries of Scotland:

Fotostream von National Galleries of Scotland

Zu weiteren Archiven bei Flickr vgl. meinen post.

Köln verliert Fotosammlung Wilde an Münchner Pinakothek

… so gestern auf Archivalia zu lesen.

Die Sammlung des Ehepaares Ann und Jürgen Wilde geht an die Münchner Pinakothek der Moderne, die Stiftung wird der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München angeschlossen. Zur Stiftung Wilde gehören neben der Sammlung auch die Archive der Fotografen Karl Blossfeldt (1865-1932) und Albert Renger-Patzsch(1897-1966). Die Sammler begründeten ihre Entscheidung damit, dass die Stadt Köln sowie das Land Nordrhein-Westfalen nicht genügend Interesse gezeigt hätten. München würde hingegen eigens eine Kuratorin für die Sammlung und die Archive einstellen.

mehr via
www.per-inside.com
m&c kultur
welt-online
art-in.de

Metasuche für Californische Fotobestände

Archivalia hat neulich auf Bildmetasuchen aufmerksam gemacht:

calisphere ist ein Angebot der University of California das Zugriff auf Digitalisate (neben Fotografien auch Dokumente, Zeitungen, Cartoons u.a.) verschiedener Bibliotheksbestände in California erlaubt.

Über die Liste der Bibliotheken ist auch ein direkter Zugriff auf die betreffenden Bestände möglich.

Daraus einige Apetizer für die Suche nach interessanten Fotobeständen:

Fondo Fotografico Tozzoni

Die Società Italiana per lo Studio della Fotografia (SISF) stellt unter der Rubirk „Focus“ Bildbestände aus italienischen Archiven vor: aktuell der Fondo Fotografico Tozzoni.

Die Sammlung wird als Beispiel für ein Familienarchiv vorgestellt, dessen Bestand über mehrere Generationen zusammengetragen wurde. Die Sammlung im Archivio Fotografico der Musei Civici di Imola umfasst 1500 lose Negative, 266 Glasnegative, 84 Filmrollen, 14 Alben sowie weiteres unterschiedliches Material wie Postkarten und gerahmte Portraits.

100.000 historische Fotos aus dem Bundesarchiv

Spiegel online hat einen Beitrag zur Kooperation zwischen Wikipedia und Bundesarchiv: 100.000 historische Fotos aus dem Bundesarchiv online.

Die Aufnahmen werden derzeit über Wikimedia Commons unter einer CC-Lizenz zur Verfügung gestellt.

Auch das Bundesarchiv bezeichnet die Partnerschaft enthusiastisch als Bilder-Buch-Beziehung im Internet.
Wikipedia wiederum unterstützt das Bundesarchiv bei der Zuordnung von Nummern der sogenannten Personennamendatei (PND) zu den Einträgen in der Personenliste des Bundesarchivs und bei der Erschließung von noch nicht identifizierten Bildern. Dadurch ziehen Bundesarchiv und Wikipedia gleichermaßen Nutzen aus dieser beispielhaften Beziehung.

Das Projekt dürfte der PND damit einen ordentlichen Schub bringen. Die Normdatei entwickelt sich heraus aus den Bibliotheken mehr und mehr zu einem vielseitigen Werkzeug.

Auch eine erstaunliche Kehrtwende beim Bundesarchiv – die Frage der Gebühren war beim Online-Gang des Archivs ziemlich in die Kritik geraten (dazu mein post).

Google LIFE Photo Archive

Google stellt jetzt das Bildarchiv der LIFE mit Millionen historischer Aufnahmen ins Netz: LIFE photo archive hosted by Google. Angehängt ist auch ein Webshop in dem man sich gerahmte Edelrepros bestellen kann und natürlich kann auch der Nutzer mit dem Google Image Labeler die Suche verbessern helfen.

Über die auf der Startseite angebotenen Beispielsuchen kann man sich relativ schnell einen Überblick über die Syntax der Suche verschaffen. Die Quellen wird mit „source:life“ eingeschränkt, also http://images.google.com/images?q=Marie+Curie+source:life findet Marie Curie.

Zum Hintergrund des Projekts:

Gli Archivi fotografici delle Soprintendenze, tutela e storia

Das Kolloqium in Venedig Gli Archivi fotografici delle Soprintendenze, tutela e storia befasst sich in der nächsten Woche mit den Bildarchiven bei italienischen Denkmalbehörden.

Venedig
Università Ca‘ Foscari
Auditorium S. Margherita – Dorsoduro 3689
Mittwoch 29 ottobre 2008, 09.00 Uhr

Programm als PDF via Unviersità Ca‘ Foscari

Panoramen aus dem Berlin der Nachkriegszeit

Einestages hat einen Beitrag zu einem Berliner Fotobestand der Nachkriegszeit eines unbekannten Fotografen: Fahndung nach einem Fotografen.

Die Aufnahmen sind 1949-1952 im Auftrag Hauptamtes Stadtplanung des Magistrats von Groß-Berlin entstanden. Sie sind heute Teil des Fotoarchivs der Berlinischen Galerie und werden ab November dort in einer Ausstellung gezeigt werden.
Ausstellungsankündigung des Museums