Frühste fotografische Arbeiten nun bei culture-images

Eine von der Société Française de la Photographie zusammen getragene Sammlung frühster fotografischer Arbeiten kann nun bei www.culture-images.de eingesehen werden.
Insgesamt kommen 25 000 Motive zu culture-images (Suche: „societe francaise“). Sie stammen überwiegend aus öffentlichem und privatem Besitz aus Frankreich. Ein anderer Teil stammt aus dem amerikanischen Oasis/Snark Archive (http://www.photo12.com/collections/) und gelangt über die französische Partneragentur photo12 zu culture images.
Inhaltlich befassen sich die Motive mit der Zeitgeschichte, den kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten Jahrhunderte (insbesondere der ersten beiden Weltkriege) und den großen sozialen Bewegungen in Europa.

aus: Visuell 1_2008, S.16-17

Getty Images und Popperfoto

Getty Images und Popperfoto sind nun Partner. Das 150 Jahre Fotografiegeschichte umfassende Archiv von Popperfoto mit seinen mehr als 14 Millionen Aufnahmen ist nun durch eine Partnerschaft an Getty Images gebunden. In zahllosen Büchern, Fernsehsendungen und Zeitschriften wurden die Bilder von Popperfoto genutzt. Der Bestand umfasst unter anderem die Kollektion Bob Thomas Sports Photography, welche vor allem für Motive aus dem internationalen Fußball-, Golf- und Leichtathletiksport bekannt ist.
Getty Images hat sein Angebot außerdem durch den Erwerb der Royal-Kollektion von Tim Graham erweitert, welche mehr als 200 000 Bilder der britischen Königsfamilie aus den letzten 30 Jahren umfasst.
Mehr dazu finden Sie in der aktuellen Visuell auf Seite 15 oder unter http://www.stockphototalk.com/.

aus: Visuell 1_2008, S.15

Bildsammlung Noël Le Boyer bei der Médiathèque de l’architecture et du patrimoine

Wie heute auf photohist zu lesen macht die Médiathèque de l’architecture et du patrimoine einen neuen Fotobestand zugänglich. Momentan sind 3792 Aufnahmen des Fotografen Noël Le Boyer (1883-1967) über die Datenbank der Einrichtung recherchierbar.

Ein Blick in den Bildbestand (suche „le boyer“) zeigt Aufnahmen von Landschaft und Architektur, Alltags- und Arbeitsleben, Industrie und Landwirtschaft.

Vita des Fotografen auf der Seite der mediateque

Bildsammlung der CRDP d’Alsace

Das Centre Règional de Documentation Pédagogique d’Alsace hat eine Bildsammlung zum pädagogischen Gebrauch online gestellt: Les albums du CRDP.

Nun mag einer meckern, dass es keine ordentliche Recherche gibt. Tatsächlich dürfte dieses Vorgehen, die Bilder über Themenalben zur Verfügung zu stellen, den meisten Nutzern eher entgegen kommen. Über die spärlichen Angaben zu den Bildern kann man allerdings streiten.

Unter Histoire gibt es allerlei zu den antiken Hochkulturen aber auch einige interessante historische Fotobestände wie die Themenalben mit Farbaufnahmen aus dem Ersten Weltkrieg:

Bilder der französischen Mission

Zur Erschließung der historischen Bildsammlung der Société des Missions Evangéliques de Paris (SMEP) ist jetzt ein Digitalisierungsprojekt gestartet worden. Die Gesellschaft war von 1822-1971 missionarisch tätig. Die ältesten Aufnahmen der Sammlung stammen aus den 1880er Jahren.

via ViteVu
mehr zum Projekt Images en Mission
erste Aufnahmen sind bereits online zugänglich: Défap – Bibliothèque d’histoire de la mission et de missiologie – Catalogue bibliographique et iconographique.

Die Library of Congress experimentiert mit Flickr

Die Library of Congress (LoC) bringt über Flickr einige Appetithäppchen ihrer Sammlung öffentlichkeitswirksam unter die Leute: The Library of Congress‘ photos.

Matt Raymond schreibt dazu am 16. Januar im LoC-Blog:

As a communicator, I want to expand the reach of the Library and access to our magnificent collections as far and wide as possible. (…) That’s why it is so exciting to let people know about the launch of a brand-new pilot project the Library of Congress is undertaking with Flickr, the enormously popular photo-sharing site that has been a Web 2.0 innovator. If all goes according to plan, the project will help address at least two major challenges: how to ensure better and better access to our collections, and how to ensure that we have the best possible information about those collections for the benefit of researchers and posterity. In many senses, we are looking to enhance our metadata (one of those Web 2.0 buzzwords that 90 percent of our readers could probably explain better than me).
(My Friend Flickr: A Match Made in Photo Heaven)

Dies ist nicht der einzige Ansatz dieser Art. Auf die Verwendungmöglichkeit von Bildern der New York Public Library in der Videoplattform Kaltura hatte ich neulich schon hingewiesen: Kaltura und das Bildarchiv der New York Public Library. Bleibt abzuwarten, wann auch hierzulande der breiten Nutzung von Bildsammlungen mehr Aufmerksamkeit zuteil wird. Während man hier noch über Wasserzeichen und Reglementierung der Benutzer grübelt, wird andernorts schon intelligentes Marketing betrieben.

Wie kommen die privaten Bilder ins Archiv? – Digital!

Auf der italienischen Liste s-fotografie gibt es dieser Tage einen interessanten Thread, den Serge Noiret angestoßen hat:

Die Minnesota Historical Society übernimmt die Bilder von Privatleuten, scannt diese ein, und gibt die Originale dann an die Besitzer zurück. Voraussetzung ist, dass die entsprechenden Rechte nachgewiesen werden können und die Übertragung der Rechte an die Gesellschaft auch entsprechend dokumentiert wird.

Genauer nachzulesen hier:

Zu recherchieren sind die Bilder dieses Projekts über die

Die Idee dahinter ist, nicht den Privatleuten die Digitalisierung und Dokumentation zu überlassen, wie etwa Plattformen wie Flickr dies tun, sondern durch den Service öffentlicher Einrichtungen einheitliche Qualität und Standards zu sichern.

Es wurde auf ähnliche Projekte in Italien verwiesen:

Beide Seiten sind mit dem selben System gestrickt.

Fragen und Antworten

Im Blog bildwerk3 lohnt es, etwas in der Kategorie 10 Fragen an Fotografen zu stöbern. Besonders aufschlussreich, wie viele Fotografen sich noch nicht vom analogen Medium verabschiedet haben. Bildjournalisten wie Marco Urban sind klar zur Digitalfotografie gewechselt, im künstlerischen Bereich wird häufig weiter auf Film belichtet.

Kaltura und das Bildarchiv der New York Public Library

Die New York Public Library geht neue Wege bei der Nutzung Ihres Bildarchivs und bietet dazu zusammen mit der kollaborativen Videoplattform Kaltura Digitalisate als Clips an.

Beim Zusammenstellen einer sog. Kaltura, kann der Nutzer direkt aus der Kaltura-Webseite in Bildbeständen der NYPL recherchieren und die Medien in seine Videos und Präsentationen einbauen.

Eine Stichprobe zeigt allerdings, dass nicht der gesamte Bildebestand, der über die NYPL-Website recherchierbar ist, auch auf der Kaltura-Seite zur Verfügung steht.

Mehr dazu ist auf NYPL Labs zu lesen.

Das wäre etwa mein Versuch eines kleinen Streifzugs durch Europa:

Die zum Golde drängenden Fotos

… titelt die taz.

„Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles“: Die Zeitschrift Fotogeschichte widmet ihr erstes Heft in neuer, ebenso frischer wie eleganter Gestaltung dem schönen Schein und dem schnöden Sein in der Fotografie, also der klassischen Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Kommerz.

Fotogeschichte, Heft 105, 2007
Glänzende Geschäfte. Fotografie und Geld

Rezension der taz lesen

Big Art Mob

Auf ein interessantes Projekt zur fotografischen Kunstdokumentation hat Peter Suber jetzt aufmerksam gemacht: Big Art Mob ruft dazu auf, Kunst mit der Handykamera zu dokumentieren und in die Seite zu laden.

Das Ganze gibt es auch verortet mit Geodaten via Google Maps, dies etwa sind die Highlights.

Ein sehr modernes Konzept, wenn auch die Metadaten manchmal etwas ausführlicher sein könnten.

Mehr via Open Access News

Historische Fotografie bei culture-images

Über die Seite www.culture-images.de (Suche mit „tschira“) ist der Nachlass von Hans Tschira zu recherchieren, von 1930-1939 Bordfotograf des Norddeutschen Lloyd.

credit: culture-images/Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
Weitere Informationen zum Nachlass finden sich auf www.fotoerbe.de. Im wesentlichen scheint nur die Sammlung Tschira des Bremerhavener Museums bei culture-images zu sein.

Weitere interessante Beständen bei culture-images (über das Menü „show galleries“):

  • Kunstsammlungen Coburg (German Historic Photography)
  • Euroluftbild (Aerials and Places of Cultural Interest)
  • DDRBildarchiv (GDR Politics, GDR International, usw.)

dann noch (leider nicht über „galleries“):

  • Société Française de Photographie (Suche „francaise“)

NOOR

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift visuell hat einen Beitrag zur neu gegründete Agentur Noor. Diese vertritt eine Gruppe von Fotografen, die für engagierten Fotojournalismus stehen:

  • Samantha Appleton (USA)
  • Francesco Zizola (Italien)
  • Kadir van Lohuizen (Niederlande)
  • Yuri Kozyrev (Russland)
  • Stanley Greeen (USA)
  • Jan Grarup (Dänemark)
  • Pep Bonet (Spanien)
  • Philip Blenkinsop (Australien)
  • Jodi Bieber (Südafrika)
  • Die Website lohnt einen Blick: www.noorimages.com.