Fotografie im Museum

Die Sächsischen Landesstelle für Museumswesen bietet eine Fortbildung zum Umgang mit Fotografien im musealen Kontext an:

Montag, 28. April 2008 ab 10 Uhr
Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek (SLUB) Dresden
Fotografische Sammlungen im Museum
Erschließung – Bewahrung – Erforschung – Digitalisierung
Sächsischen Landesstelle für Museumswesen

Programm

  • Begrüßung
    Dr. Jens Bove, Leiter Deutsche Fotothek der SLUB Dresden
  • Einführung in das Projekt „Fotosammlungen in Sachsen“
    Katja Margarethe Mieth, Direktorin der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen
  • Der Verrat der Bilder – einige Gedanken zur Fotografie im Museum
    Wolfgang Hesse, Fotohistoriker und Projektleiter „Fotosammlungen Sachsen“, Dresden
  • Vorstellung der Erfassungsstrategie: Sächsischer Fragebogen und Internetplattform am Beispiel von http://photo.dresden.de
    Katja Schumann, Fotohistorikerin, in Zusammenarbeit mit Katrin Tauscher, Stadtarchiv, Dresden
  • www.fotoerbe.de – eine bundesweite Plattform für Fotosammlungen
    Christoph Kaufmann, Leiter der Fotosammlung des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig in Zusammenarbeit mit Dr. Stefan Rohde-Enslin, Institut für Museumsforschung Berlin
  • Sondage der Fotosammlung und Perspektiven für die Museumsarbeit am Beispiel Borna
    Katarina Horn, Fotohistorikerin, Leipzig/ Annett Börner, Museologin, Museum der Stadt Borna
  • Beispiel Deutsche Fotothek: Methoden der EDV-gestützten Objekterfassung und benutzerfreundliche Fotosammlungspräsentation im Internet
    Dr. Jens Bove, Deutsche Fotothek, SLUB Dresden
  • Bewahren und Ausstellen – Maßnahmen und Praxistipps zur Bestandserhaltung von Fotografie aus restauratorischer Sicht
    Ulrike Müller, Diplomrestauratorin für Fotografie, Radeberg
  • Individuelle Lösung oder „sächsische Erfassungsmaske“. Empfehlungen für die EDV-gestützte Sammlungsdokumentation von Fotografie – eine Ist-Analyse
    Sylvia Ziegner, Fotohistorikerin und Dokumentarin, Dresden
  • Empfehlungen für die Digitalisierung von Fotografien und Langzeitarchivierung digitaler Foto- und Objektdaten (nestor)
    Dr. Jens Bove, Leiter Deutsche Fotothek, Mitglied der nestor-AG
  • Führungen durch die Deutsche Fotothek: Besucherservice, Negativarchiv, Digitalisierungszentrum
    Gesprächsangebote der Restauratorin Ulrike Müller am „Werkstatt-Tisch“

Fortbildungskurs: „Digitale Bildbearbeitung im Archiv“

Unter der Kursleitung von Dr. Marcus Stumpf und Peter Fröhlich (beide sind beim LAV NRW tätig) findet vom 2. bis 4. Juni 2008 ein Fortbildungskurs „Digitale Bildbearbeitung im Archiv“ (18 Stunden) in Marburg statt. Der Kurs wendet sich an Archivarinnen und Archivare, sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Archiven, die sich mit der Planung oder dem Einsatz digitaler Bildtechnik im Archiv auseinandersetzen.
Inhaltlich befasst sich der Kurs unter anderem mit der Anfertigung von Benutzerkopien, dem Einsatz von Digitalisaten als Schutzmedium und der Präsentation ausgewählter Archivalien im Internet. Die Teilnehmergebühr beträgt 315€ (Kursnr. EK 61).
Bei Interesse wenden Sie sich an:

Christa Kieselbach
Archivschule Marburg
Bismarckstr. 32
35037 Marburg
Tel.: 06421 1697112
Fax. 06421 1697110
e-mail: kieselba@staff.uni-marburg.de
weitere Informationen gibt es auch hier

Das Menschenbild im Bildarchiv

Ulrich Hägele hat das vorliegende Buch rezensiert. Er bewertet die Publikation als eine herausragende Pionierarbeit bei der Erschließung von zumeist privat geführten Pressebildarchiven. Zudem liefert dieses Buch einen zwar nur ausschnitthaften, aber dennoch sehr eindrucksvollen Einblick in die Schweizer Fotosammlungen. Auch für öffentliche Archive bietet dieses Buch mustergültige Lösungsvorschläge.

Buch: Vogel, Matthias; Binder, Ulrich; Caviezel, Flavia: Das Menschenbild im
Bildarchiv. Untersuchungen zum visuellen Gedächtnis der Schweiz. Ein Forschungsprojekt der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich.
Zürich: Limmat Verlag 2006. ISBN 3-85791-496-3; 144 S.; EUR 27,00 von Ulrich Hägele.

aus: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2008-1-245

Sygma-Archiv gerettet

Corbis hat mit einer Ausstellung in London den Erhalt des Sygma-Archivs gefeiert.
2004 startete die „Sygma Preservaion Initiative“, welche sich zum Ziel setzte, die 50 Millionen Objekte der Sammlung (Dias, Negative, Abzüge, Kontaktbögen) zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Sammlung wird in Garnay (nahe Paris, Frankreich) untergebracht. Neben der Archivierung soll nun auch die Digitalisierung des Bestandes vorangetrieben werden. Mittlerweile sind 800 000 Bilder online unter www.corbis.com (Suche: „Sygma“) abrufbar.
Die Sammlungen des Archivs decken die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ab. Enthalten sind neben Fotos von unter anderem Universal Photo, Interpress, Spitzer, Reporter Associés, ab den 70er Jahren auch Nachrichtenbilder, Prominentenfotos und Portraitarbeiten der Sygma-Fotografen sowie Motive von TV- und Filmdreharbeiten der Agentur Kipa und Sportbilder von Tempsport. Mehr zur Sygma-Collection finden Sie auch unter www.slanted.de.

aus: Visuell 1_2008, S.8-9 und www.slanted.de

Getty Images und Popperfoto

Getty Images und Popperfoto sind nun Partner. Das 150 Jahre Fotografiegeschichte umfassende Archiv von Popperfoto mit seinen mehr als 14 Millionen Aufnahmen ist nun durch eine Partnerschaft an Getty Images gebunden. In zahllosen Büchern, Fernsehsendungen und Zeitschriften wurden die Bilder von Popperfoto genutzt. Der Bestand umfasst unter anderem die Kollektion Bob Thomas Sports Photography, welche vor allem für Motive aus dem internationalen Fußball-, Golf- und Leichtathletiksport bekannt ist.
Getty Images hat sein Angebot außerdem durch den Erwerb der Royal-Kollektion von Tim Graham erweitert, welche mehr als 200 000 Bilder der britischen Königsfamilie aus den letzten 30 Jahren umfasst.
Mehr dazu finden Sie in der aktuellen Visuell auf Seite 15 oder unter http://www.stockphototalk.com/.

aus: Visuell 1_2008, S.15

Norddeutscher Sammler verkauft historische Filmfotos an das Filmmuseum Potsdam

Für 35 000 Euro aus Landesmitteln konnte das Filmmuseum Potsdam nun eine Fotosammlung von einem norddeutschen Sammler erwerben. Bei der Sammlung handelt es sich um etwa 7 000 Originalfotos zu 800 Filmtiteln, die überwiegend aus der Zeit vor 1945 entstanden. Darunter sind Kino- und Aushangfotos und eine große Anzahl von Vintage-Prints, die als Druckvorlagen für die Presse genutzt wurden. Der Bestand, teilte das Museum mit, sei erstklassig erhalten.
Von besonderem Interesse sind die Fotos aus den 1920er- und 1930er-Jahren zu Filmen von Richard Oswald, Leni Riefenstahl, Harry Piel, Paul Fejos, G.W. Pabst und Josef Sternberg. Darunter befinden sich auch 49 Standfotos des als verschollen geltenden Films „Four Devils“ (1928) von Freidrich Wilhelm Murnau sowie original amerikanische Pressefotos zu Filmklassikern wie „Phantom of the Opera“ (1925), „Little Woman“ (1933) oder „Dead End“ (1937).
Die Fotosammlung spezialisiert sich auf die Geschichte des Medienstandortes Barbelsberg und enthält ca. 600 000 Positive und 140 000 Negative. Die Sammlung wird der Öffentlichkeit in dem Archiv des Museums im Stadtteil Bornstedt zugänglich sein.
Mehr zur Fotosammlung des Filmmuseums Potsdam unter http://www.filmmuseum-potsdam.de/de/403-0.htm.

aus: Visuell 1_2008, S.18 und http://www.filmmuseum-potsdam.de

fototracce

Die italienische Seite www.fototracce.it bietet zahlreiche Informationen zum Thema Fotogeschichte und Fotoarchivierung. Sie wird von einer Reihe (zumeist italienischer) Institutionen betrieben, die sich wesentlich mit der Katalogisierung, Archivierung und Konservierung von fotografischem Kulturgut befassen.

Neben Fachliteratur finden sich auf der Seite Hinweise auf Veranstaltungen und Ausstellungen. Aktuell interessant:
UNITE NELLA LOTTA – donne nelle fotografie dell’Archivio del Lavoro dall’autunno caldo agli anni ottanta.

Realisierung: Maddalena Cerletti für das Archivio del Lavoro
11. März bis 19. April 2008
Camera del Lavoro di Milano
corso di Porta Vittoria 43

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen:
Catalogo Edizioni Archivio del Lavoro (128 Seiten, 83 ill.)
Mit Texten von Roberta Valtorta, Lucia Motti, Maria Costa

via Liste s-fotografie

Report zum Format jpeg2000

Die Digital Preservation Coalition hat jetzt eine Report zum Standard jpeg2000 vorgelegt:

Technology Watch Report 08-01: JPEG 2000 – a Practical Digital Preservation Standard?
von Robert Buckley, Ph.D. (download als PDF über www.dpconline.org).

Der Bericht Untersucht den Einsatz von jpeg2000 bei Archivierung von Bilddaten. Vorteile des Formats sind der geringere Speicherbedarf, sowie die Möglichkeit XML-codierte Metadaten in den Bildern zu hinterlegen.

Ferner untersucht der Report die Erfahrungen, die in der Praxis mit jpeg2000 gemacht wurden, namentlich bei:

  • Harvard University Library (HUL)
  • Library and Archives Canada
  • Library of Congress

Sowie in verschiedenen Digitalisierungsprojekten:

  • Open Content Alliance
  • Google Library Project und
  • Gallica

Kurs für digitale Archivierung und Management digitaler Sammlung

Die Firma KDCS in London bietet einen Kurs zum Management digitaler Sammlungen an. Themen und Termine im Überblick:

  • 11. Februar 2008 – Managing digital projects for culture and heritage
  • 22. Februar 2008 – Digital copyright: Opportunities and practicalities
  • 6. März 2008 – Colour management
  • 29. April 2008 (to be confirmed) – Fundraising
  • 30. April 2008 (to be confirmed) – Sustaining digital projects: Funding the future
  • 20. Mai 2008 – Digital preservation
  • 12. Juni 2008 – Digitising and delivering textual resources
  • (to be confirmed) – Audiovisual preservation for culture, heritage and academic collections

Scholarly Electronic Publishing Bibliography

Die Scholarly Electronic Publishing Bibliography hat einige interessante Titel zu digitalen Bildarchiven:

  • Matusiak, Krystyna K. „Information Seeking Behavior in Digital Image Collections: A Cognitive Approach.“ The Journal of Academic Librarianship 32, no. 5 (2006): 479-488, www.dlib.org.
  • Rettig, Patricia J. „Administrative Metadata for Digital Images: A Real World Application of the NISO Draft Standard.“ Library Collections, Acquisitions, & Technical Services 26, no. 2 (2002): 173-179.
  • Piorun, Mary E., Lisa A. Palmer, and Jim Comes. „Challenges and Lessons Learned: Moving from Image Database to Institutional Repository.“ OCLC Systems & Services 23, no. 2 (2007): 148-157.

Beiträge zur Fotoarchivierung – „Archivpflege in Westfalen-Lippe“ 67, 2007

Etwas verspätet noch der Hinweis: die Beiträge zur Fotoarchivierung im Heft 67 der Archivpflege in Westfalen-Lippe sind jetzt auch online erreichbar:

  • 50.000 Dias – Was nun? Was tun? Der Nachlass von Kreisheimatpfleger Friedhelm Ackermann (1934–2005) – Ein Praxisbericht
    von Michael Gosmann
  • Konzept, Realisierung und Nutzen einer bestandsübergreifenden Fotoerschließung
    von Anja Gussek-Revermann
  • Digitale Bilder im Archiv
    von Peter Worm
  • Urheber- und andere Schutzrechte an Bildern im Archiv
    von Mark Alexander Steinert
  • Gute Umgangsformen – Grundlagen der Konservierung von Fotobeständen
    von Birgit Geller

Corso di formazione tecnica per catalogatori di beni fotografici

Die Region Lombardei bietet einen Kurs für die Katalogisierung in Fotosammlungen nun schon in der neunten Auflage an: Corso di formazione tecnica per catalogatori di beni fotografici .

Auf dem Programm stehen dabei u.a. der Umgang mit digitalen Bilddaten, der italienische Standard für die Erfassung von Fotografien (scheda F), sowie Rechtefragen in Bildarchiven.

via S-fotografie

Basic metadata

Auf der Seite der American Society of Media Photographers (ASMP) gibt es einen guten Einstieg in den Umgang mit Metadaten von digitalen Bildern: Basic metadata: a photographers best friend.

Neben einführenden Informationen erhält der Leser Hinweise auf wichtige Websiten und Ressourcen im Web, Software zur Erstellung und Bearbeitung von Metadaten sowie verbreitete Metadatenstandards wie IPTC.

via stockphototalk

Call for Papers für die Konferenz „Archiving 2008“

Die Organisation IS&T und das Imaging & Media Lab der Universität Basel veranstalten in der Zeit vom 24. bis 27. Juni 2008 die Konferenz “Archiving 2008” zu folgenden Themenschwerpunkten:

  • Creating and Managing Digital Collections
  • Imaging and Image Workflow Processes
  • Digital Preservation Strategies

via arbido-newsletter
Ankündigung der Veranstalter

Internationaler Kongress zur digitalen Langzeitarchivierung in Den Haag

Im Jahre 1998 wurde das gemeinschaftliche Projekt NEDLIB (Networked European Deposit LIBrary) der europäischen nationalen Bibliotheken zur digitalen Langzeitarchivierung ins Leben gerufen.

Die Verabschiedung des Initiators und Projektkoordinators Johan Steebakers in den Ruhestand wird mit dem Kongress „Tools und Trends“ (1.-2. November 2007, Veranstalter: Koninklijke Bibliotheek Den Haag) verbunden, der den gegenwärtigen Stand des Projekts sowie aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Langzeitarchivierung zusammenfasst.

Internationale Referenten berichten über die neuesten Entwicklungen und Möglichkeiten der langfristigen Bewahrung von historischen und wissenschaftlichen Objekten.