Werner Bischof 1916-1954 – Retrospektive

Gestern hat am Suermondt-Ludwig-Museum die Ausstellung Werner Bischof 1916-1954 – Retrospektive eröffnet.

Die rund 100 Arbeiten umfassende Retrospektive zeigt das beeindruckende Lebenswerk des Schweizer Fotografen Werner Bischof (1916-1954), das in weniger als 20 Jahren entstand.

An der renommierten Zürcher Kunstgewerbeschule ausgebildet, fand Bischof über die Mitarbeit für die legendäre Zeitschrift Du zum Fotojournalismus. 1949 trat er als einer der ersten Fotografen neben den Gründungsmitgliedern Robert Capa, David Seymour, Henri Cartier-Bresson und George Rodger der Fotografenvereinigung MAGNUM bei. Bischofs Arbeiten dokumentierten zunächst das Nachkriegseuropa und führten ihn dann immer wieder nach Asien und Amerika. Aufträge für Paris-Match, englische Zeitschriften und eine in dem amerikanischen Magazin Life publizierte Reportage über Indien machten ihn 1951 international bekannt.

Aachen
Suermondt-Ludwig-Museum
10.02. – 06.05.2007

Kluge Köpfe! Porträts von Adolf Clemens

Am Sonntag startet in Münster die Ausstellung Kluge Köpfe! Porträts von Adolf Clemens

Die Ausstellung besteht aus 90 Fotografien mit Porträts prominenter Künstler und Intellektueller aus Deutschland, aufgenommen von dem langjährig an der FH Dortmund lehrenden Fotografen Professor Adolf Clemens.

Adolf Clemens, der bei Otto Steinert an der renommierten Folkwangschule in Essen studierte und als einer der profiliertesten deutschen Porträtfotografen seiner Generation gilt, hat diese Arbeiten in der Zeit von 1965 bis 2005 geschaffen. Dargestellt sind Persönlichkeiten wie Joseph Beuys, Heinrich Böll, Karl Heinz Stockhausen, Marion Gräfin Dönhoff, Joseph Ratzinger oder Marcel Reich-Ranicki.

Die Ausstellung wird von einem repräsentativen Bildband begleitet, der mit einführenden Beiträgen und 96 Bildtafeln in das Oeuvre und die Arbeitsweise des Fotografen einführt.

Münster (Westf.)
Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
11. Februar – 29. April 2007

Wir sind nun alle Fotografen!

Am Musée d l’Elysée in Lausanne eröffnet jetzt die Ausstellung TOUS PHOTOGRAPHES ! die sich ausschließlich mit digitaler Fotografie – genauer mit den rasanten Veränderungen der Amateurfotografie im digitalen Zeitalter – beschäftigt.

Als das Handy die Kamera verschluckte, stand (beinahe) jedem Telefonierer auch jederzeit die Aufnahmetechnik zur Verfügung. Die laufende Dokumentation des eigenen Lebens und der Austausch von Bildern über Plattformen und das Internet sind wesentliche Bestanteile der aktuellen Amateur-Fotokultur. Folgerichtig sind bei dieser Ausstellung auch Amateure zur Beteiligung aufgerufen.

via lista S-fotografie

Ausstellungen im Stadtmuseum Münster: deutsche Tourismusgeschichte und die Wunderjahre

Das Stadtmuseum Münster kann momentan mit zwei Ausstellung aufwarten:

Heute startet die Ausstellung Die Reisen von Fräulein F. von 1939 bis 1990, die sich mit der Geschichte des deutschen Tourismus befasst. Zu sehen sind die Fotoalbum der Münsteranerin Irmgard F., die die reiselustige Dame seit den 1930er Jahren angelegt hat.

Die Ausstellung Die Wunderjahre – Münster in Fotos 1950 bis 1958 dokumentiert die Zeit des Wiederaufbaus, den Alltag der Menschen und die damals verbreitete zuversichtliche Stimmung.

Stadtmuseum Münster
Die Reisen von Fräulein F. von 1939 bis 1990
12. Januar 2007 bis 22. April 2007
Die Wunderjahre – Münster in Fotos von 1950 bis 1958
31. Oktober 2006 bis 22. April 2007

Die Welt in Farbe

nur noch bis zum 14. Januar

Vor genau 70 Jahren (1936) brachten Agfa und Kodak die ersten industriell produzierten Dreischichtfarbfilme auf den Markt und vor ziemlich genau 100 Jahren (1904) stellten die Brüder Lumière die Autochrom-Platten vor. Eine Ausstellung in Braunschweig zeigt jetzt Autochrome der Braunschweiger Fotografin Käthe Buchler aus den Jahren 1913 bis 1930.

Braunschweig
Museum für Photographie

via photoscala.de

Lee Miller: Lässig in Hitlers Badewanne

Im Angebot vonFAZ.NET folgender Artikel zur aktuellen Ausstellung in Wolfsburg: Fotografin Lee Miller: Lässig in Hitlers Badewanne.

1930 wechselte das Fotomodell Lee Miller hinter die Kamera. Sie lernte ihre Handwerk bei Man Ray in Paris, wurde dessen Geliebte und arbeitete schließlich als Kriegskorrespondentin für die amerikansiche Vogue. Damit schaffte sie den stilistischen Wechsel von stilisierten zu schonungslos dokumentarischen Aufnahmen.

Kunstmuseum Wolfsburg
noch bis 21. Januar 2007
Katalog 14,90 Euro

Wahr-Zeichen. Fotografie und Wissenschaft

Noch bis Mitte Febraur 2007 läuft in Dresden die Ausstellung
Wahr-Zeichen. Fotografie und Wissenschaft

Seit ihrer Erfindung im frühen 19. Jahrhundert hat die Fotografie in den naturwissenschaftlichen Disziplinen eine zentrale Rolle gespielt und maßgeblich zu deren moderner Herausbildung beigetragen, sei es als Instrument und Gegenstand der Forschung oder als Mittel zu ihrer Dokumentation. Die Beziehung zwischen fotografischem Bild und Wissenschaft steht im Zentrum des Ausstellungsprojektes „Wahr-Zeichen. Fotografie und Wissenschaft“.

Der Ausstellungsteil in der ALTANAGalerie ist – verbunden mit einem historischen Rückblick – fotografischen Positionen der internationalen Gegenwartskunst gewidmet, die im Grenzbereich zwischen Kunst und Wissenschaft verortet sind.

Der technisch-apparative Aspekt steht im Mittelpunkt der Ausstellung in den Technischen Sammlungen, kombiniert mit einigen ausgewählten künstlerischen Arbeiten. Ausgehend von Hermann Krones Ende des 19. Jahrhunderts zusammengestelltem „Historischen Lehrmuseum für Photographie“ werden hier die Themenfelder Astronomie, Röntgentechnik, Geowissenschaften und Kunstreproduktion sowohl in historischer als auch in aktueller Perspektive vorgestellt und der Zusammenhang von Technologie und fotografischem Bild erläutert.

Zwei Welten – Annet van der Voort

Noch bis zum 28. Januar 2006:
Zwei Welten – Annet van der Voort

Gezeigt werden Portraits junger in Deutschland lebender Ausländer mit kurzen persönlichen Interviewaussagen. Annet van der Voort konzentriert sich auf die Gruppe der 15- bis 20-Jährigen. Ihre Erwartungen an die Zukunft sind stets auch von Erinnerungen aus dem jeweiligen Herkunftsland geprägt.

Ausstellungsseite des Stadtmuseums

„Die Wunderjahre“ – Münster in Fotos 1950 bis 1958

Die Ausstellung „Die Wunderjahre“ – Münster in Fotos 1950 bis 1958 im Stadtmuseum Münster (Westf.) zeigt die Stadt des Neuanfangs und Wirtschaftswunders in 200 Fotografien. Zur Ausstellung gibt es einen Bildband.

Bis 22. April 2007 im Stadtmuseum Münster, Salzstraße 28; Eintritt frei;
Bildband (16,80 Euro) mit Beiträgen von Wibke Becker, Bernd Haunfelder
und Axel Schollmeier.

via Internet-Portal „Westfälische Geschichte“ (Mail vom 27.10)
leider nichts auf der Seite des Stadtmuseums

Alinari National Museum of Photography

Alinari kündigt via Newsletter die Eröffnung des Alinari National Museum of Photography an:

Das Museum wird dieses Wochenede in Florenz an der Piazza Santa Maria Novella eröffnet. Dazu gibt es eine Ausstellung Vu d’Italie, 1841-1941. The great Masters of Italian photography in the Alinari collections. Ab Sonntag ist das Museum für die Öffentlichkeit zugänglich.

Alterazioni – digitale und analoge Fotografie

Mit der Ausstellung Alterazioni geht das Museo di Fotografia Contemporanea den verschiedenen fotografischen Techniken – analog wie digital – in der Fotografie von den 1970er Jahren bis heute nach.

Museo di Fotografia Contemporanea
Villa Ghirlanda, via Frova 10
20092 Cinisello Balsamo – Milano
8. Oktober 2006 – 4. Februar 2007

am 7. Oktober gibt es zudem einen Studientag

Der Blick in die Ferne

In einem Buch- und Ausstellungsprojekt hat das Westfälische Museumsamt ethnographische Bildsammlung in Westfalen erforscht: Die Ferne im Blick. Westfälisch-lippische Sammlungen zur Fotografie aus Mission und Kolonien. Die Wanderausstellung eröffnet morgen, Donnerstag den, 21. September 2006.

Vetreten sind in dem Projekt neun fotografische Sammlungen aus Westfalen-Lippe. Zeitlicher Schwerpunkt ist die deutsche Kolonial- und Missionsgeschichte zwischen 1884 und 1918 mit einigen Ausblicken aus den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts. Ausstellung und Begleitbuch stellen in 150 Bildbeispielen westfälisch-lippische Sammlungen zur Fotografie aus Mission und Kolonien vor und lenken den Blick auf eine gezielte Auswahl aus Archiven und Museen, bieten aber auch eine beschreibende und erklärende Kommentierung dieser Bilder.

Eröffnung:
Donnerstag den, 21. September 2006, 19.30 Uhr
im Museum Forum der Völker – Völkerkundemuseum der Franziskaner
Melsterstr. 15 59457 Werl
Ausstellungsdauer:
21.09.2006 bis 19.11.2006

Weitere Ausstellungsstationen in Bad Berleburg, Brakel, Billerbeck, Lemgo, Minden-Lübbecke, Bergkamen und Datteln.

Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch zum Preis von 24 Euro erschienen (erhältich über wma.info@lwl.org oder an der Museumskasse).

Die Ferne im Blick
Westfälisch-lippische Sammlungen zur Fotografie aus Mission und Kolonien

Günter Bernhardt

aus dem Inhalt

Eine Reise in Bildern
Missionsinspektor Walther Trittelvitz in Ostafrika, 1904 bis 1905
Julia Besten

Bilder aus der ostafrikanischen Mission
Tanga – Vom Fischerdorf zur Hafenstadt
Heidemarie Koch

Die „sprechenden“ Fotos aus dem Missionsgebiet der Herz-Jesu-Missionare
Helmuth Steenken

Die Franziskanermission in Shandong, Ostchina
Der fotografische Blick
Gudrun Wilms-Reinking

Konstruktion von Ethnizität und christlichem Glauben der Maasai in der Zeit von 1886 bis 1914
Katrin Schäfer

Konzeptionen katholischer und evangelischer Missionsphotographie
Bilder aus der südwestafrikanischen Herero-Mission und der nordbrasilianischen Mundurukú-Mission
Andreas Eckl

Vor und hinter der Kamera
Zur protestantischen Missionsfotografie vor 1914
Paul Jenkins

*Fortschritt im Tropenland“ – Koloniale Fotografie aus Westafrika
Eine Sammlung von Glasdiapositiven im Lippischen Landesmuseum Detmold
Ulrich Menter

Andenken an Sumatra
Die Kaufleute Johannes und Ernst Neubourg und ihr fotografischer Nachlass
Jürgen Scheffler

Zu Land, zu Wasser und in der Luft
Unbekannte Welten in Bild- und Schriftzeugnissen deutscher Asienreisender zu Beginn des 20. Jahrhunderts
Barbara Geilich

Der Kolonialismus der Bilder
Das deutsche Beispiel
Horst Gründer

via Mailing www.westfaelische-geschichte.de

Natur und Industrie – Christian Angenendt im Umspannwerk Recklinghausen

Christian Angenendt vertritt als Fotograf in der fünften Generation einen Namen, der sich spätestens seit den 1920er Jahren zu einem Markennamen für qualitativ hochwertige Kunst- und Gebrauchsfotografie entwickelt hat. Als Gebrauchsfotograf liegen seine Arbeitsschwerpunkte in der Industrie- und Architekturfotografie. In seinen freien Arbeiten konzentriert Angenendt sich auf die Fotografie der Industrielandschaft des Ruhrgebietes und auf die Natur- und Landschaftsfotografie.

Geboren am 17. Januar 1956 in Dortmund, studierte Christian Angenendt an der Ruhr-Universität Bochum Germanistik und Publizistik und absolvierte danach an der Fachhochschule Dortmund den Studiengang „Foto-Design“, den er als Diplom-Foto-Designer abschloß. Er lebt in Dortmund und ist als freiberuflicher Fotograf tätig.

Sein fotografisches Auge richtete sich zum Beispiel auf die verlassenen Anlagen des Thyssen-Hüttenwerks in Duisburg-Meiderich, auf das Hoesch-Stahlwerk Phoenix in Dortmund-Hörde, aber auch auf das Felsenmeer bei Hemer oder eine Hauswand in Tecklenburg. Angenendt macht eine besondere Ästhetik sichtbar, die den Industriebrachen, aber auch den Naturdetails eine gewisse Symbolik verleiht. Weil Angenendt neben seiner freien künstlerischen Tätigkeit auch im Auftrag der RWE technische Anlagen wie Umspannanlagen oder Kraftwerke fotografiert hat, entstand die Idee, ihm eine besondere Ausstellung in Recklinghausen zu widmen. Angenendt zeigt eine spezielle Sicht auf ehemalige Arbeitsstätten, die vielfach dem Rost und dem Verfall überlassen sind.

via geschichtskultur-ruhr – Mailliste

Christian Angenendt – Natur und Industrie
Umspannwerk Recklinghausen
3. September bis 15. Oktober 2006

Mensch!

Nachdem das Folkwangmuseum in Essen sich dem fotografierten Tier zugewandt hatte, präsentiert das Kupferstich-Kabinett in Dresden derzeit eine Ausstellung zur Fotografie des Menschen.

Am Dresdener Kupferstich-Kabinett hatte dessen Leiter Max Lehrs bereits am Ende der 1890er Jahre eine Abteilung für künstlerische Fotografie begründet, entspechend umfassend ist das Material, das den Kuratoren der Ausstellung , Wolfang Hesse und Andreas Krase, zur Verfügung stand.

Die beiden Kuratoren entwerfen ein Panorama künstlerischer und gesellschaftspolitischer Interpretationen des Menschen in den Themenbereichen Körper, Zeit und Identität.

Die gezeigten Fotografien stammen zu einem großen Teil aus der Sammlung der Kupfersteich-Kabinetts, ferner aus der Deutschen Fotothek Dresden, aus Sammlungen der Stadt Dresden wie dem Militärhistorischem Museum, dem Archiv des Landeskriminalamtes, den Technischen Sammlungen und dem Institut für Pathologie.

Das Spektrum umfasst dokumentarische wie auch künstlerische Fotografien aus einem Zeitraum von 170 Jahren. Neben Portraits, Dokumentationen und Sozialstudien sind naturwisssenschaftliche und medizinische Aufnahmen des Menschen zu sehen.

Mensch!
Kupferstich-Kabinett
Staatliche Kunstsammlungen
Dresden, Residenzschloß
Eingang Sophienstraße
noch bis zm 28. August 2006

Begleitend zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen:

Mensch! Photograpien aus Dresdner Sammlungen
Ausstellungskatalog, hrsg. von Wolfgang Hesse und Katja Schumann
für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Kupferstich-Kabinett
Jonas Verlag Marburg
2006, 288 S., 300 Abb. in Schwarz-Weiß und Farbe, Pappband
ISBN 3-89445-370-2
Preis: 29,80 €

via Photopresse, 13. Juli 2006

Heinrich Heidersberger: New York – Kuba

SPIEGEL ONLINE berichtet über eine aktuelle Publikation und Ausstellung zum 100. Geburtstag des Fotografen Heinrich Heidersberger: die Reise von New York nach Kuba auf der MS Atlantic im Jahre 1954.

Heidersberger war als Industrie- und Architekturfotograf u.a. für Osram, Janaer Glaswerke und VW tätig. Die Aufnahmen entstanden im Rahmen seiner Tätigkeit als Bordfotograf.

Knapp 300 Aufnahmen sind gegenwärtig noch im Museum für Photographie in Braunschweig zu sehen. Zur Ausstellung ist ein Bildband erschienen: MS Atlantic. New York – Cuba 1954.

Zum Fotografen existiert eine eigene Website, in der in Kürze auch Recherchen möglich sein sollen. Die Nutzungsrechte vertritt die Agentur Artur, in deren Webangebot die Fotografien von Heidersberger bereits recherchiert werden können.

weiter: Hinweis zu Heidersbergers 99. Geburtstag in diesem Weblog.

(Tat)Orte – Odermatt/Weegee/Metinides, LA Police Archive

Die zuvor in Zürich gezeigt Ausstellung mit Tatorbildern aus dem Los Angeles Police Archive (The Art of the Archiv), über die ich hier bereits berichtet hatte, ist bis zum 6. August in erweiterter Fassung im NRW-FORUM Kultur und Wirtschaft in Düsseldorf zu sehen. Unter dem Titel (Tat)Orte sind neben den Fotografien aus der Schweizer Ausstellung Arbeiten von Weegee, Arnold Odermatt und Enrique Metinides zu sehen.

Alle Bilder erfahren mit der Ausstellung einen grundlegenden Wandel ihres ursprünglichen Funktionszusammenhangs. Auch wenn die künstlerischen Qualitäten der Fotografien absolut unbestreitbar sind, stammen sie doch ganz anderen Zusammenhängen: dem Archiv einer Polizeibehörde oder dem eines Pressefotografen.

Die Aufnahmen von Arnold Odermatt hatten diesen Schritt bereits zuvor getan, indem sie von Harald Szeemann für die Biennale in Venedig (2001) zusammengestellt wurden. Natürlich hatte auch Weegee The Famous Talent und Selbstbewusstsein genug gehabt, um seine Ausstellung über Pressekreise hinaus mit dem Buch Naked City berühmt zu machen.

Die Bilder lassen gut die verschiedenen Blickrichtungen und Aufgaben der Fotografen erkennen, hier der nüchterne Blick und die mitunter strenge Sachlichkeit des Polizeifotografen, dort die sensationalistische Dramatik des Pressefotografen.

Was diese Ausstellung auszeichent, ist nicht allein das Unverbrauchte der Bilder (Szeemann), sondern die Fähigkeit der Kuratoren, sie ästetisch neu zu lesen und damit auch die alltäglich gegenwärtigen Bilder von Krieg und Gewalt in einen neuen Zusammenhang zu stellen.

Begleitende zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen:

(Tat)Orte. Mit Beiträgen von Werner Lippert, Ronald Berg, Marion G. Müller und Klaus Honnef. NRW-Forum Kultur und Wirtschaft 2006. 96 Seiten.

(Tat)Orte
Odermatt/Weegee/Metinides, LA Police Archive
01.06.2006 – 06.08.2006

NRW-Forum Kultur und Wirtschaft
Ehrenhof 2, 40479 Düsseldorf
www.nrw-forum.de
Tel 0211-8926690

Dienstag bis Sonntag von 11 – 20 Uhr
freitags bis 24 Uhr

Time and Again

Der Fotograf Peter Feldstein hat 1984 die Menschen im dem kleinen Ort Oxford in Iowa fotografiert. Er bat die Leute sich so zurecht zu machen, wie sie es für einen Samstag Nachmittag täten. Dann kam er im vergangenen Jahr zurück und fotografierte dieselben Personen noch einmal.

Das Projekt Time and Again ein eine fotografisch herausragende Sozialdokumentation der Menschen auf dem Lande.