Historische Fotostudios

Eine Hinweis von Archivalia:

Auf genealogy.net gibt es jetzt eine wichtige fotohistorische Datenbank: Historische Fotostudios und Fotografen.

Die Recherche ist über eine Namens- und eine Ortsliste möglich. Erfasst sind Studios in Deutschland, der Schweiz und Österreich, Polen mit Schlesien und Ostpreußen, vereinzelt auch Großbritannien und Frankreich.

Ich habe den Link auch zu meiner Liste fotohistorischer Datenbanken hinzugefügt.

1 Millionen Bilder der Library of Congress

Die Library of Congress feiert einen Meilenstein beim Aufbau der digitalen Bildsammlung. 1 Millionen Bilder sind jetzt online verfügbar.

Für alle Sammlungen steht mit dem Prints & Photographs Online Catalog eine zentrale Rechercheplattform zur Verfügung.

In ihrer Ankündigung verweist die LOC auf die bedeutende bildjounalistischen Bestände der George Grantham Bain Collection, eine Sammlung von über 50.000 Aufnahmen.

Eine weitere Sammlung, die PH Filing Series Photographs umfassen rund 2.500 Aufnhamen , darunter herausragende Fotografen von Bernice Abbott bis zu Harvey Zipkin.

Die Bestände umfassen ferner bedeutende Bestände aus der NS-Zeit, die Third Reich Collection.

Quelle: H-Museum

Nützlich, süß und museal – das fotografierte Tier

Zur laufenden Ausstellung in Essen zwei Presseartikel:

Die Mimik der Tiere titelt der Spiegel und hebt vor allem die Gegensätzlichkeit der gezeigten Exponate hervor, mit denen der Betrachter sich auseinander setzen muss.

Herr und Hund und Hirsch titelt Klaus Honnef in der Welt. Neben menschlichem Machtanspruch, der sich vor allem in Jadgfotografien fassen lässt, geht er der Psychologie des wissenschaftlichen Blicks auf die Tierwelt nach.

Essen, Museum Folkwang, bis 15. Januar

PHOTHEREL

Am 31. Oktober wurde das von der EU geförderte PHOTHEREL-Projekt abgeschlossen.
Auf der PHOTHEREL-Website heisst es dazu:

„PHOTHEREL is a European e-learning project on the conservation and dissemination of photographic heritage via a „justified“ digitization. The basic assumption of PHOTHEREL is that the digitization of photographic heritage cannot be reduced to a strictly technical process, but should also include a cultural, historical and contextual framing of the image. An image is not only an object to be „seen“, but also – and most of all – an object that has to be interpreted and understood. This portal site offers links to the PHOTHEREL methodology and to demonstrations of the use of this methodology.“

Die Seite bietet nützliche Literaturhinweise und Links zum Thema Digitalisierung und Konservierung von fotografischem Kulturerbe.

Es gibt eine Reihe theoretischer Überlegungen zur Analyse von Bildern. Hier kam mir allerdings die Frage, wie diese historischen und medientheoretischen Überlegungen zur Fotografie auf Digitalisierungsprojekte zurückwirken können und müssen. Welche Mittel haben wir mit Hilfe von Metadaten und Datenbanken den Kontext einer Fotografie angemessen zu dokumentieren? In diesem Punkt stehen die Antworten noch aus.

Dass die Seite mit PLONE realisiert wurde, hat mich natürlich gefreut. Die Qualitäten dieses CMS konnte ich schon bei einer Reihe von Projekten einsetzen.

Ein Presse-Rundgang über die Messe „Paris Photo“

Zum Ausklang der „Paris Photo“ noch der Hinweis auf einige Artikel aus der internationalen Presse:

Lebensglück als Schnappschuß: Ein Rundgang über die Messe „Paris Photo“ titelt die FAZ in ihrem Artikel. Der Autor geht mit der jüngsten Fotoproduktion durchaus kritisch ins Gericht. Doch war auf der Paris Photo durchaus Klassiches vertreten: etwa bei dem New Yorker Hans P. Kraus, der Werke des britischen Foto-Pioniers Roger Fenton ausstellte.

Photos That Don’t Capture Reality, but Change It titelte die New York Times (Login, aber gratis). Der Autor nimmer die zeitgenössische Produktion näher unter die Lupe. Mehr als die Dokumentation sei die (digitale) Veränderung und Manipulation der Aufnahme das Mittel der Wahl, etwa in der Fotomontage „Ghost Ship“ von Anthony Goicolea, die verlassene Boote in einer Buch zeigt, perspektivisch und motivisch verfremdet.

Man Ray und der Atompilz titelt der Wiener Standard. Hier legt der Autor den Fokus auf den Markt und die Preise für klassische Fotografie: Roger Fenton, Edward und Brett Weston, László Moholy-Nagy, Rudolf Koppitz und Man Ray.

Deutsch-Polnische Geschichte 1939 –1945 im Spiegel der Fotografie

Jan Brüning berichtet auf der Seite H-Soz-u-Kult über eine von deutschen und polnischen Einrichtungen organisierte Tagung zum Thema Deutsch-Polnische Geschichte 1939 –1945 im Spiegel der Fotografie.

Veranstalter:
Deutsch-Polnische Akademische Gesellschaft e.V.
in Zusammenarbeit mit:
der Polnischen Akademie der Wissenschaften,
der Polsko-Niemieckie Towarzystwo Akademickie Krakau und
der Deutschen Gesellschaft für Photographie e.V.

Formen fotografischer Dokumentation

Das Museum für Fotografie im Hamburger Bahnhof veranstelt eine eintägige Veranstaltung zum Thema Formen fotografischer Dokumentation.

Samstag 03.12.2005

14:00-14:30 Uhr Ludger Derenthal, Berlin: Die Dokumentation der Zeche Zollern 2. Vortrag
14:30-15:30 Uhr Diethart Kerbs, Berlin: Fotografie und Gedächtnis, ABZ-1992-1997. Vortrag

16:00-17:00 Uhr Barbara Steiner und Frank-Heinrich Müller, Leipzig: Stadt Land Ost.
EAST – Eine fotografische Sammlung der Verbundnetz Gas AG Leipzig. Vortrag
17:00-18:00 Uhr Diskussion

Ort der Veranstaltung
im Hamburger Bahnhof, Aktionsraum (Hinter dem Café)
Museum für Gegenwart – Berlin
Invalidenstraße 50-51
10557 Berlin

Programm (unter „Veranstaltungen“)

Willy Ronis und Paris

Die International Herald Tribune widmet dem Fotografen Willy Ronis anlässlich der im Hôtel de Ville eröffneten Ausstellung einen längeren Artikel. Bis zum 18. Februar sind dort noch Fotografien aus dem Paris der 1930er bis 1960er Jahre zu sehen.

Ronis erlangte mit der von Edward Streichen Anfang der 50er Jahre organisierten Ausstellung „Five French Photographers“ im Museum of Modern Art in New York internationale Anerkennung, wo seine Aufnahmen mit denen von Brassaï, Cartier-Bresson, Izis und Doisneau zu sehen waren.

United States Holocaust Memorial Museum (USHMM) – Photo-Archives

Elisabeth Angermair rezensiert in H-Soz-u-Kult das Webangebot mit der Bilddatenbank des United States Holocaust Memorial Museum:

„Der Hauptbestand umfasst derzeit etwa 80.000 historische Fotos, angefangen von Aufnahmen, die jüdisches Leben in Europa vor 1933 zeigen, bis zu Aufnahmen aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg, die sich mit dem Leben der Displaced Persons (DP), also der überlebenden Opfer, und mit der gerichtlichen Aufarbeitung der Verbrechen des Holocaust beschäftigen. Aus diesem Bestand sind 14.000 Fotos, also rund ein Sechstel, im Online-Katalog einsehbar. Eine weitere Bestandsgruppe erschließt Fotos vom Museum und seinem Programm (insgesamt 15.000, davon 700 online). Darüber hinaus stellt eine kleine Gruppe von Fotos in einer dritten Kategorie einzelne Sammlungsgegenstände vor.“

Vorbildcharakter hat in diesem Webabgebot meiner Meinung nach vor allem die Verbindung von Datenbank und redaktionellen Texten.

Das Diasec® Verfahren – Schäden, Stabilität, Konservierung und Restaurierung

Die als PDF vorliegende Arbeit von Sabine Zorn setzt sich mit dem patentierten Diasec® Verfahren sowie verwandten „Diasec“-Verfahren auseinander.

Beim Diasec® Verfahren werden großformatige (Farb-) Fotografien bzw. Inkjet Ausdrucke bildseitig dauerhaft mit einem transparenten Trägermaterial (Acrylglas u.a.) verbunden werden. Neber der Geschichte und die Technologie des Verfahrens, wird auf häufige Schäden an „Diasec“, auf deren Ursachen und auf das Lichtalterungs-verhalten bzw. die Langzeitstabilität des Verfahrens eingegangen. Des weiteren werden einige Möglichkeiten zur Behandlung von Schäden getestet und die wichtigen Punkte im Umgang mit „Diasec“ diskutiert.

Der anhaltenden Kritik an der Stabilität von Diasec® begegnet die Firma Grieger mit dem Hinweis auf ein neues Gutachem vom 13.05.2005.

weitere Informationen bei

Bilder. Ein (neues) Leitmedium?

Bilder haben Konjunktur: Technisch-apparative Erfindungen wie die Fotografie haben dazu beigetragen, dass Bilder in der westlichen Welt eine erstaunliche Erfolgsgeschichte aufweisen können und andere Medien wie die Schrift langsam zu verdrängen scheinen. Die aktuellen Visualisierungstendenzen werden jedoch nicht nur positiv aufgenommen, sondern lösen ebenso auch Besorgnis aus. Mit der Frage „Bilder. Ein (neues) Leitmedium?“ befasst sich eine Vorlesungsreihe an der Universität Göttingen, zu der das Zentrum für komparatistische Studien im Wintersemester 2005/2006 einlädt. Die Reihe wird am 20. Oktober 2005 eröffnet.

Vorlesungsreihe
Georg-August-Universität Göttingen
Zentrum für komparatistische Studien
Käte-Hamburger-Weg 3, 37073 Göttingen

gefunden in www.uni-protokolle.de