Untersuchungsberichte des britischen Geheimdienstes von 1945 zur Agfa-Produktion in Wolfen

Über die DEMUSEUM-Liste werden derzeit Dokumente des britischen Gemeindienstes angeboten:

1. Investigations of Film Production and Methods AGFA Film Fabrik Plant, Wolfen, Germany
Reported By Cmdr. P.M. Chancellor, U.S.N.R., NavTecMisEu
CIOS Target No. 9/133
June 1945
Physical and Optical Instruments and Devices
Combined Intelligence Objectives Sub-Committee
G-2 Division, SHAEF (Rear) APO 143

2. AGFA FILM FACTORY WOLFEN
Reported by: S/Ldr. G. C. Brock, M.A.P.
CIOS Target No. 9/133.
Physical and Optical Instruments & Devices
Combined Intelligence Objectives Sub-Committee
G-2 Division, SHAEF (Rear) APO 413
ca. 1945, 28 Seiten hektographiert mit Pappeinband

3. I.G. Farbenindustrie Aktiengesellschaft: Veröffentlichungen des wissenschaftlichen Zentral-Laboratoriums der Photographischen Abteilung AGFA BAnd 1, Hirzel Leipzig, 1930
Mit einer Abbildung von Geheimrat Dr. Franz Oppenheim, 155S. und zahlreichen Fachartikeln

zur Mail im Archiv von DEMUSEUM

George Eastman House

Die Seite American Heritage empfiehlt einen Besuch des George Eastman House in Rochester um digitalkameraverwöhnten Kids die Sache mit den Filmrollen wieder näher zu bringen: Travel: See How Photography Was Born and Grew.

Der Gründer der Firma Kodak machte sich zunächst mit der Entwicklung seiner Trockenplatten einen Namen, dann kam der Rollfilm auf Papierbasis hinzu, der später aus Zelluloid hergestellt wurde.

Eastmans größtes Verdinest war es, die Fotografie massentauglich zu machen, indem er einfach zu bedienende Kameras und den Service für die Filmentwicklung unter die Leute brachte. „You Press the Button, We Do the Rest“ .

Wikipedia zu George Eastman

Impressed By Light: British Photographs from Paper Negatives. (1840-1860)

Auf der Seite visual-media.eu ist eine neue Publikation angekündigt: Impressed By Light: British Photographs from Paper Negatives. (1840-1860). Der Ausstellungskatalog behandelt Technik und Geschichte der Kalotypie.

Ausstellung
Metropolitan Museum of Art
Galleries for Drawings, Prints and Photographs and The Howard Gilman Galleries
25. September 2007 – 31. Dezember 2007

Anleitung zum Kohledruck

Der sog. „Carbroprint“ oder Kohledruck ist ein historisches Edeldruckverfahren. Über die Herstellung informieren die Seiten:

Letztere enthält eine umfangreiche Übersicht, über die technischen Fachbegriffe.

beide Links via photohist.fr

Dann noch mal in diesem Zusammenhang der Hinweis auf:

Fototechnische Patente

Zur Recherche von fototechnischen Patenten gabe es jetzt einige gute Hinweise auf der Liste photohist.fr:

Hierzu kann man noch ergänzen:

Optische Industrie und Bildwissen(schaften)

Ihr neuntes „Treffen der Photohistoriker und Photographicasammler“ veranstaltet die Neue Photographische Gesellschaft in Sachsen e.V. vom 23. bis 25. Mai 2008 in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Schiller-Universität (Lehrstuhl für Volkskunde – Empirische Kulturwissenschaft) und dem Verein Technik-Geschichte in Jena e.V. Die Besichtigungen und Vorträge legen – den bedeutenden Traditionen und Sammlungen sowie gegenwärtigen Geschehen am Veranstaltungsort gemäß – ihren Fokus auf Optische Systeme. Ist der Forschung und Entwicklung die Frage nach ihrem jeweiligen Nutzen erkenntnisleitend einbeschrieben, so thematisieren die photohistorischen Beiträge und die Künstlerpräsentation von anderer Warte das Verhältnis von Technik und Bild.

23.05.2008 – 25.05.2008
in Jena und Umgebung:
Carl-Zeiss-Archiv, Institut für Spezielle Zoologie und Phyletisches Museum, Optisches Museum, Altes Schloss Dornburg, Zeiss-Planetarium, Observatorium Tautenburg
Programm über photo.dresden.de

Das historische Rezept: Lichtbilder auf Papier ohne Silbersalze

Ueber Anfertigung positiver Lichtbilder auf Papier ohne Silbersalze
Vom Herzog von Luynes

1) Photographisches Papier wird auf einer Seite getränkt auf einem Bade von krystellisirtem salpetersauren Uranoxyd, das in zweifachem Gewichte Wasser gelöst ist und von Chlorlösung, die 10° an Beaumé’s Uräometer zeigt; beide Lösungen werden zu gleichen Volumtheilen gemischt. Man läßt das Papier im Dunkeln eine Stunde lang trocknen, dann vollständig durch Erwärmen. Das Bild zeigt sich braun auf gelbem Grunde; wenn man sodann das Blatt in reinem oder mit Salzsäuren angesäuertem Wasser wäscht, erhält das Bild einen etwas ziegelfarbigen Sepiaton.

2) Man legt das Papier mit einer Seite auf folgendes Bad: Eisenchloridläsung von 10° Beaumé, Goldchloridlösung von derselben Stärke, beide zu gleichen Volumen gemischt. Man lässt die Schatten trocknen, dann vollständig durch Wärme. Man belichtet unter einem Negativ 3/4 bis 1 Stunde lang. Das Bild erscheint braun. Man wäscht in mit Salzsäure angesäuertem und dann in gewöhnlichem Wasser.

3) Man tränkt Papier auf einer Seite einige Minuten lang auf einem Bade, welches von Platinchlorid von 10° und Eisenchlorid von9 9° Beaumé, zu gleichen Volumentheilen gemischt besteht. Man trocknet im Schatten, dann durch Wärme. Man belichtet unter einem Negativ 2 bis 3 Stunden lang. Das Bild erscheint weiß auf hellem Grunde. Das Blatt wid dann auf eine Chlorgoldlösung von 5 oder 6° Beaumé gelegt. Das Bild zeigt sich unmittelbar in scharzer Farbe. Man wäscht vorerst in mit Salzsäure angesäuertem, dann in gewöhnlichem Wassser (Horn’s photogr. Journ. 1860 Nro. 5).

aus:
Allemeines chemisch-technisch-ökonomisches Recept-Lexikon. Eine Sammlung praktischer Erfahrungen, ganz neuer Entdeckungen und Beobachtungen in der technischen Chemie, Gewerbskunde, Gärtnerrei, Land- und Hauswirtschaft. Zum Gebrauche für Fabrikanten, Gewerbetreibende, Künstler, Gärtner, Oekonomen sowie für alle Haushaltungen, A.R. Percy (Hrsg.), Nürnberg 1866, S. 864.

Der Herzog von Luynes war allerdings nicht der Erfinder des Verfahrens, sondern verantwortlich für die Ausschreibung eines Wettbewerbs, der das Ziel hatte eine billige Kopiermethode für dauerhafte Bilder zu finden. Luynes war Archäologe und versprach sind von dauerhaft haltbaren Bildern viel für sein eigenes Fach. 8000 Francs schrieb er beim Wettbewerb für die Erfindung einer photomechanischen Drucktechnik, die restlichen 2000 Francs für eine Erfindung, die zu haltbaren Bildern führen würde. Den Preis gewann Poitevin mit dem Verfahren der Kallotypie.

Vgl. dazu auch

Das historische Rezept: Recycling von Edelmetallen

Das Recycling der im fotografischen Verfahren eingesetzten Edelmetalle war schon in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein Thema. Hier dazu das Rezept:


Photographie, Verfahren das Gold und Silber aus der beim Photographiren benutzen Flüssigkeit wieder zu gewinnnen
Man bringt in die Flüssigkeit, welche gewöhnlich alkalisch und sehr verdünnt ist, ein Stück Zinkblech und läßt es 24 Stunden lang darin, wobei das Gold und das Silber sich metallisch niederschlagen. Man untersucht, ob dieß vollständig geschehen ist, indem man eine Probe der Flüssigkeit mit Salzsäure kocht. Es entsteht dabei eine Trübung von Schwefel, welche nach Zusatz einiger Tropfen Salpetersäure verschwinden muß; wenn man auch Silber in der Flüssigkeit wäre, so würde der Niederschlag, da er in diesem Falle aus Chlorsilber bestände, nicht vollständig wieder verschwinden. Das ausgeschiedene schwarze Pulver von Silber und Gold wird mit etwas verdünnter Schwefelsäure in Berührung gebracht und dann auf einem Filter gesammelt und gewaschen; man fügt ihm den Theil, welcher durch Abbürsten des Zinkblechs noch erhalten wird, hinzu. Man verbrennt nachher das Filter und erhitzt die Metalle mit etwas Soda und Borax in einem Tiegel zum Glühen, so daß sie zu einem Klumpen zusammenschmelzen. Diesen kann man nachher mit Salpetersäure behandeln, wobei das Silber sich auflöst und das Gold als Pulver zurückbleibt. Dieses Verfahren ist von Péligot, nach dem „Bullet. de la soc. de photographie“ vom polyt. Centralbl. mitgetheilt.

aus:
Allemeines chemisch-technisch-ökonomisches Recept-Lexikon. Eine Sammlung praktischer Erfahrungen, ganz neuer Entdeckungen und Beobachtungen in der technischen Chemie, Gewerbskunde, Gärtnerrei, Land- und Hauswirtschaft. Zum Gebrauche für Fabrikanten, Gewerbetreibende, Künstler, Gärtner, Oekonomen sowie für alle Haushaltungen, A.R. Percy (Hrsg.), Nürnberg 1866, S. 859.

Die meisten der heute eingesetzten Fotopapiere, dürften allerdings bei einem solchen Verfahren kaum noch Silber hergeben. Zwar bemerkt ein Analyst, dass die Digitalfotografie die größte Gefahr für den Silberpreis bedeutet, (vgl. What Impact Will Digital Photography Have on Silver?), aber der Silbergehalt der Papiere ist heute nur noch minimal.

Nebenbei weise ich alle Experimentatoren und Köche darauf hin, dass die eingesetzten Chemikalien ordnungsgemäß entsorgt gehören.

Panoramafotografie

Die Seite macnews.de hat ein Special zum Thema Panoramafotografie:

Es beleuchtet die historischen Anfänge der Panoramafotografie mit den riesigen, begehbaren Panorama des 19. Jahrhunderts, die noch gemalte Panoramaansichten präsentierten und wirft einen Blick auf die ersten Panorama-Kameras.

Die Möglichkeiten der digitalen Fotografie machen es für den Laien inzwischen sehr einfach Panoramen zu erstellen und diese auch als Quicktime VR zu animieren.

Heinrich Ernemann – Fotoindustrie und Bilderwelten

Ab dem 14. Juni 2007 gibt die Ausstellung zu Heinrich Ernemann in Dresden erstmals Einblick in die restaurierten Direktionsräume der Foto- und Filmfirma Ernemann – einem historisch bedeutendem dresdener Industriezweig. Von hier aus leitete der Gründer, Heinrich Ernemann, das Unternehmen.

Das Unternehmen, 1889 als kleine Kameratischlerei gegründet, konnte sich rasch als eine der erfolgreichsten Firmen der feinmechanisch-optischen Industrie Europas etablieren.

Die Präsentation ist Teil des Ausbaus einer neuen, technik- und medienhistorisch orientierten Dauerausstellung der technischen Sammlungen. Gezeigt werden Fotoapparate, frühe Filmkameras und -projektoren, Dokumente und Produktwerbung. Doch richtet sich der Blick nicht nur auf die Geräte, sondern auch auf die Bilder, die mit ihnen gemacht wurden. Hierzu gehörten etwa Amateure wie die Missionarin Amy Albrecht, der Dokumentarfilmer Hans Schomburgk, der Theaterfotograf Hans Böhm oder der Künstler Marcel Duchamp.

Technische Sammlungen. Museen der Stadt Dresden
Junghansstraße 1-3
01277 Dresden

Am 30. Juni gibt es zudem die Tagung Bilder | Maschinen. Fotografie und Film mit Geräten der Firma Heinrich Ernemann

Programm der Tagung und mehr Informationen zur Ausstellung via photo.dresden.de

Ambrotypien nach dem nassen Kollodium-Verfahren

Workshop zur Herstellung von Ambrotypien nach dem nassen Kollodium-Verfahren mit Mark Osterman und France Scully-Osterman

In diesem Workshop werden die Teilnehmer lernen, wie man Positive auf Glasträger (Ambrotypien) nach den nassen Kollodium-Verfahren herstellt. Die Teilnehmer erhalten Gelegenheit zur Herstellung von Stilleben und Selbstportraits mit einer Kamera des 19. Jahrhunderts. Nach einer Vorführung werden sie Schritt für Schritt durch den Prozess begleitet, vom Zuschneiden des Glases bis zum Firnissen des fertigen Bildes.

Termine

19./20 Juli 2007
Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart
http://www.mediaconservation.abk-stuttgart.de/index-Dateien/Info_Veranst.htm

27./28. Juli 2007
Fachhochschule für Technik und Wirtschaft, Berlin
www.f5.fhtw-berlin.de/krg

via Liste DEMUSEUM

History and Practice of Photographic Printing

Zu Technik und Geschichte von Albumin Prints gibt es eine gute Seite im Angebot der University Stanford: Albumen Photographs: History, Science and Preservation.

In diesem Angebot besonders hervorzuheben die elektronische Publikation:
The Albumen Salted Paper Book
THE HISTORY AND PRACTICE OF PHOTOGRAPHIC PRINTING 1840 – 1895
von James M. Reilly

Und natürlich werden auf der Seite auch Eier aufgeschlagen.

via lista s-fotografie

Noch ein Film: Fuji Velvia 50 kommt wieder

Fujifilm wird den Farbumkehrfilm Velvia 50 wieder einführen und folgt damit dem Wunsch vieler Fotografen. Anfang 2005 hatte das Unternehmen angekündigt, wegen „Problemen bei der Beschaffung wichtiger Rohmaterialien“ die Produktion einzustellen.

Da der Film aber weiter nachgefragt wurde, hat Fuji die ursprünglichen Rohmaterialien durch andere zu ersetzt und neue Produktionstechnologien entwickelt.

Der Fujichrome Velvia 50 ist ein Diafilm mit hoher Farbsättigung und hohem Kontrast und besonders beliebt bei Landschafts- und Naturfotografen.

via dasauge®.de

Photogravure.com – The Art of the Photogravure

Der Kunst der Photogravüre ist die Seite Photogravure.com gewidmet. Die Photogravüre hat dem Medium Fotografie schon früh die Möglichkeit der Verbreitung und Reproduktion gesichert. Die Seite von Mark Katzman informiert über Geschichte und Technik der Photogravüre, gibt Hinweise auf weitere Resourcen und betreibt auch ein eigenes Blog. Eine nicht ganz kleine Beispielsammlung kann in einer Datenbankabfrage recherchiert werden.

Die Welt in Farbe

nur noch bis zum 14. Januar

Vor genau 70 Jahren (1936) brachten Agfa und Kodak die ersten industriell produzierten Dreischichtfarbfilme auf den Markt und vor ziemlich genau 100 Jahren (1904) stellten die Brüder Lumière die Autochrom-Platten vor. Eine Ausstellung in Braunschweig zeigt jetzt Autochrome der Braunschweiger Fotografin Käthe Buchler aus den Jahren 1913 bis 1930.

Braunschweig
Museum für Photographie

via photoscala.de