Deutschsprachige Wikipedia startet Bilderwettbewerb

Am 1. Juni startet die deutschsprachige Wikipedia ihren ersten Bilderwettbewerb. Neben dem Spaß für alle Beteiligten soll die Aktion vor allem die Bilderqualität in der Wikipedia verbessern.

Bilder werden in verschiedenen Kategorien nominiert: Personen (Porträt, städtisches Leben, Akt), Natur (Pflanzen, Tiere, Landschaften), Technik (Gegenstände, Maschinen, Fahrzeuge), Architektur (markante und wichtige Bauwerke, Neubauten der letzten Zeit, Schlösser, Statuen), Grafik (Grafiken, Diagramme, Karten, auch in Verbindung mit Fotos, Animationen), Bildbearbeitung (Verfremdungen, Bildmontagen, Restaurierung und Retusche von PD-alt-Bildern) sowie für einen Sonderpreis (besonders innovative, enzyklopädisch wertvolle oder sonstwie hervorstechende Leistung). Außerdem wird ein Zuschauerpreis vergeben.

Teilnahmeberechtigt sind Bilder, die zwischen dem 1. Juni und 31. Juli 2006 in die Wikipedia hochgeladen werden, der eigentliche Wettbewerb startet am 1. Juli.

Die Wettbewerbsregeln finden sich auf:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Bilderwettbewerb

via Newsletter Fotografie

Vom Farbdiaarchiv zu Online-Datenbank – „Führerauftrag Monumentalmalerei“

Zum Online Angebot des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München, dem Farbdiaarchiv Mitteleuropäische Wand- und Deckenmalerei ist ein Artikel von Stephan Klingen in Aviso – Zeitschrift für Wissenschaft & Kunst in Bayern – erschienen.

Der Aufsatz beschreibt ausführlich Entstehung und Durchführung dieser ersten großen Fotodokumentation in Farbe. Von 1943 bis zur endgültigen Niederlage hielten Fotografen und Propagandaministerium an dieser Dokumentation fest und fotografierten bis die Bomben fielen, noch am 12. April 1945 gingen Bilder beim Ministerium ein.

Die Farbdias selbst wurden in den letzten Kriegstagen und -wochen in Sicherungsdepots verbracht und anschließend auf verschiedene Einrichtungen zerstreut, bevor sie im Webangebot wieder zusammengeführt werden konnten. Die Digitalisierung der Dias sichert die vom Farbverfall bedrohten Aufnahmen.

via Archivalia

Time and Again

Der Fotograf Peter Feldstein hat 1984 die Menschen im dem kleinen Ort Oxford in Iowa fotografiert. Er bat die Leute sich so zurecht zu machen, wie sie es für einen Samstag Nachmittag täten. Dann kam er im vergangenen Jahr zurück und fotografierte dieselben Personen noch einmal.

Das Projekt Time and Again ein eine fotografisch herausragende Sozialdokumentation der Menschen auf dem Lande.

World War One Color Photos

Die Seite World War One Color Photos hat eine Zusammenstellung von Farbfotografien des Ersten Weltkriegs, die aus der Sammlung der Bibliotèque nationale de France stammen, und die der Autor über Gallica zusammengetragen hat.

Das Autochrome Farbverfahren war 1903 von den Brüdern Lumière erfunden und 1907 zum Patent angemeldet worden.

ein Tipp von Ehrensenf

Leider sind die Bilder in der Datenbank der BnF nicht mehr zu finden. Nach längerem Recherchieren kommt mir der Verdacht, dass sie mit juristischen Argumenten gestrichen worden sind, jedenfalls heisst es auf der Seite FAQ:

Pourquoi ne trouve-t-on pas plus de documents d’auteurs du XXe siècle ?
La BnF se doit évidemment de respecter la législation en vigueur concernant la protection de la propriété intellectuelle. Il lui est donc impossible de proposer des documents non libres de droit, ce qui élimine schématiquement toute édition postérieure à la première guerre mondiale. Les quelques exceptions à cette règle de base concernent des documents ayant pu faire l’objet d’un accord spécifique entre l’ayant droit et la BnF.

Womit der Wissenschaft mal wieder ein echter Bärendiest erwiesen worden wäre. Und das alles für ein paar schlechte Popsongs.

Meine Fotos, deine Fotos, unsere Fotos….

Anja Martin berichtet im aktuellen Heft von foto MAGAZIN (Nr. 6, Mai 2006) über den boomenden Markt der Fotoportale und Fotoblogs.
Auch wenn die handwerkliche Qualität sich nicht immer mit den Profis messen kann, setzen Flickr und Co. doch zunehmend Trends. Allein auf www.photoblogs.org sind derzeit 17.000 Fotoblogs in über 100 Ländern verzeichnet.

Ihre Highlights:

Google Earthquake: Visualisierung des Bebens von 1906 ist online

Wie heise online gestern berichtete, hat die geologische Abteilung des US-Innenministeriums (U.S. Geological Survey, USGS) anlässlich des naherückenden 100. Jahrestags des Erdbebens in und um San Francisco eine aufwendige virtuelle Erdbebentour ins Web gestellt.

Die Präsentation bedient sich der Technik von Google Earth. Um die historischen Fotografien der Bancroft Library in ihrem geografischen Kontext navigieren zu können, muss auf dem Rechner Google Earth installiert sein.

Das Erdbeben von San Francisco

Das Erdbeben, das am 18. April 1906 die Stadt San Francisco heimsuchte, war eine der erste Naturkatastrophen, die fotografisch umfassend dokumentiert wurden.

Über 15.000 Aufnahmen, die die Zerstörungen verschiedener Erdbeben dokumentieren, befinden sich heute in der Karl V. Steinbrugge Collection des National Information Service for Earthquake Engineering (NISEE) an der University of California in Berkeley. Die Sammlung ist digitalisiert und online zugänglich.

Das dort recherchierbare Material zum Erdbeben von San Francisco ist zu einem guten Teil anonymes Material. Dokumentierte Fotografen sind: Arnold Genthe (vgl. die Sammlung Genthe bei der LoC), Doc Rogers, Walter L. Huber (vgl. die Huber Collection der University of Berkeley) und John Casper Branner.

via BAPLA News

Picturebâle präsentiert historische Fotografien

Picturebâle hat als jüngste Erweiterung des online Angebots das Projekt Historische Fotos aufgelegt.

Die in Basel ansässige Agentur hat einen starken regionalen Fokus. Sie übernimmt Bildbestände aus der Zeit zwischen 1968 und 1990 und macht diese auf ihrer Website recherchierbar.

Mit diesem Projekt will Picturebâle nicht nur historische Bilder der Öffentlichkeit zugänglich machen, sondern auch die Nachlässe älterer für die Agentur tätiger Fotografen sichern helfen.

via visuell 02/06

Agence Roger Viollet bei Ullsteinbild

Die Agence Roger Viollet hat eine neue Website. Zudem ist die Sammlung nun auch über Ullsteinbild recherchierbar. Die Bilder sind dort mit englischen Captions versehen.

Die Agence Roger Viollet besitzt einen historischen Bestand von 500.000 Bildern. Als Appetizer der Hinweis auf die folgenden Themengebiete:

  • Paris während des 2. WK unter deutscher Besatzung („roger viollet paris occupation“)
  • die Befreiung von Paris 1945 („roger viollet liberation“)
  • die Rückkehr der ausgelagerten Kunstschätze in den Louvre („roger viollet louvre“)
  • das Pariser Fundbüro in den 20er Jahren („roger viollet office“)
  • Ländliche Fotodokumentation im Nièvre, Savoyen („savoy“), Finistère und Sologne.
  • Neapel in Aufnahmen des späten 19. Jhs. bis hin zu aktuellen Reproduktionen dortiger Kunstwerke in Frabe
  • Bilder von italienischen Filmdrehs in den 60er Jahren („roger viollet film shooting“)

Ferdinand Schmutzer

Hier noch eine Fotosamlung, auf die ich via visuell aufmerksam wurde:

Die Wiener Agentur Anzenberger hat in ihrem Webangebot Bilder des Fotografen Ferdindand Schmutzer. Zum Fotografen heisst es in der Datenbank von Anzenberger lediglich: Ferdinand Schmutzer (1870-1928) was a well-known Viennese etcher engraver and portraitist.

Die fotohistorische sehr interessante Portraitsammlung von 583 Aufnahmen bietet alles was in Wien Rang und Namen hatten, von Richard Strauss, über Einstein und Freud bis zu Kaiser Karl I.

Eine kurze Bildübersicht gibt es auf der Anzenberger-Seite unter Stories – History. Über die Suchfunktion sind die Bilder mit „ferdinand schmutzer“ direkt suchbar.

Mehr über Schmutzer in Bildarchiv Austria.