MAPHO  Museum für Architekturphotographie

MAPHO  Museum für Architekturphotographie Hombroich e.V. heisst ein neues Probjekt, das im November der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Im Kirkeby-Pavillon nahe der Insel Hombroich stellten die Initiatoren Rolf Sachsse und Tomas Riehle das Konzept für das geplante Museum vor. Den Vorentwurf für den gläsernen Museumsbau präsentierte der Architekt Joachim Schürmann.

Das Museum wird weltweit das erste seiner Art sein:

Photographie ist in Architekturmuseen gesammelt worden und Architekturbilder sind in Photomuseen archiviert, aber ein eigenes Museum für dieses Genre hat es bislang nicht gegeben. Die Bedeutung der Architekturphotographie als eigenständiges Bildschaffen zwischen Design und Kunst ist noch nicht genügend gewürdigt worden; jetzt ist es an der Zeit, und das neue Museum für Architekturphotographie wird dieses Verständnis fördern.

Architektur wird geplant, gebaut und besucht wie betrachtet – nur ist die notwendige körperliche Anwesenheit oft nicht möglich. Seit rund zwei Jahrtausenden werden Bilder gebraucht, um aus alter Architektur neue zu machen. Kommunikation über und mit Architektur ohne Bilder ist fast nicht denkbar. Architekturmuseen sind eine relativ neue Erfindung. Binnen drei Jahrzehnten hat sich eine größere Zahl von ihnen etabliert, in Deutschland ebenso wie in Europa und den USA. Zeitgleich sind Museen für Photographie gegründet worden, die inzwischen populär und gut besucht sind. Beide Museumstypen entstanden aus der Einsicht, dass die Nachlässe von Architekten wie Photographen außerordentlich gefährdet sind: Sie wurden nicht als Kunst, sondern lediglich als Arbeitsgrundlagen angesehen. Heute werden Photographien wie Zeichnungen hoch gehandelt, je in ihrer Art.