Zahlen zur Filmfotografie

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Die analoge Fotografie auf Film hatte im Jahr 2000 mit 85 Millionen Aufnahmen pro Jahr ihren Höhepunkt.
Die Zahl der aufgenommenen Fotos insgesamt steigt weiter exponentiell. Es bleibt im analogen Bereich ein gewisser Markt für Enthusiasten und Professionelle. De facto hat die digitale Fotografie übernommen.

Statistik siehe PetaPixel

Photokina

Seit gestern läuft die Photokina, allerdings habe ich es auch noch nicht nach Köln geschafft und muss mich aus zweiter Hand informieren:

Hermann-Krone-Preis 2008 an Lichtdruck-Kunst Leipzig e.V.

Die Neue Photographische Gesellschaft in Sachsen e.V. (NPhG) würdigt damit die Qualität und das Engagement des Leipziger Vereins, der den Lichtdruck als photomechanisches Druckverfahren in seiner Werkstatt sowohl für hochwertige Reproduktionen als auch für künstlerische Originalgrafiken einsetzt. Von weltweit drei verbliebenen Werkstätten ist die Leipziger als einzige in Deutschland tätig.
Derzeit geben zwei erfahrene Drucker ihr Wissen an eine Auszubildende der renommierten Druckerei Offizin Andersen Nexö weiter. Ihr wird als Stellvertreterin der Preis überreicht werden.

Der Preis ist benannt nach dem insbesondere in Breslau, Leipzig und Dresden tätigen Hermann Krone (1827 – 1916) und wird zum dritten Mal verliehen. Hermann Krone zählt aufgrund seiner jahrzehntelangen experimentellen und vielgestaltigen Praxis zu den bedeutenden Photographen des 19. Jahrhunderts und hat nicht zuletzt 1870 den Lichtdruck in Sachsen eingeführt.

Der Jury gehörten außer dem Vorstand der NPhG die Direktoren des Kupferstich-Kabinetts der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und des Instituts für Angewandte Photophysik der Technischen Universität Dresden an.

PHOTOBOOK.PH Katalog 2007/2008

Ausgewählte Fotobücher der Jahre 2007 und 2008 fasst der bei Monochrom erhältliche Katalog zusammen:

Zum einen mit dem „PHOTOBOOK.PH Katalog 2007/2008“, der erstmals zum Kasseler Fotofrühling erschienen ist und mit 22 ausgewählten Büchern nebst der Begründung eines internationalen Experten von Martin Parr bis Catherine David einen wunderbaren Überblick über die aktuelle Fotobuchlandschaft gibt.

PHOTOBOOK.PH Katalog 2007/2008
Monochrom 2008, 48 Seiten, Fadenknotenbindung
ISBN 3-932187-66-0
mehr bei Monochrom

Corbis Museum: MofAA

Corbis hat ein virtuelles Museum eröffnet, das MoffAA. StockPhotoTalk hatte dazu im Juni einen längeren Beitrag: Museum of Art for the Arts is Virtually Open. Allerdings gibt es dort auch kritische Stimmen, die bemängeln, dass es am Ende doch nur wie jedes gewöhnliche Museum mit einer Eintrittskarte bzw. mit einem Klubausweis geht: Pino Granata: About The New Corbis Museum.

Each floor represents a different level of access for visitors. The first floor is general admission that is open to the public and features one exhibit. The second floor is open to members, or people who are registered with Corbis, and features additional exhibits and activities. The third floor, dedicated to benefactors, features additional exhibits and benefits for select clients.

ECPA macht dicht

Die ECPA (European Commission on Preservation and Access) wird nicht weiter gefördert. Ich habe regelmäßig den Bereich von SEPIA genutzt.

Schade, dass sich die besonders groß geförderten Projekte immer so schwer damit tun, ihr Arbeit zu verstetigen. Um Websites und Mailinglisten am Laufen zu halten braucht es etwas Technik und ein Häuflein engagierter Leute.

In der jetzt verbreiteten Mitteilung heisst es:

The websites of the ECPA will remain on air for some time, and all the information resources have been transferred to several other organizations, who will use them for their own activities. The mailing lists of the ECPA, EPIC-LST, Inkcorrosion-L, SEPIA-LST, and TAPE, will close at the end of July.

via Archivliste Marburg

Uptdate, 15.01.2011

Inzwischen sind überhaupt keine Inhalte mehr greifbar. Es wird alles auf www.knaw.nl umgeleitet, aber dort trifft die Suche gar nichts mehr. Die Google-Suche kennt zwar noch auf einige Unterseiten der Akademie, aber auch diese Links führen immer auf die Startseite.

Es ist eine Schande, wie klammheimlich solche Dinge begraben werden. Mal abgesehen vom Geld, warum können die damals beteiligten Institutionen die dort entstandenen Dokumente nicht weiter bereit stellen? Das wäre eigentlich ein Punkt für die EU-Vergabekriterien. Wer das nicht archiviert, zahlt einen Teil der Projektmittel zurück.

Società Italiana per lo Studio della Fotografia (SISF)

Die Website der Società Italiana per lo Studio della Fotografia (SISF) hat einen Relaunch erfahren: SISF.

Die Seite informiert über Tagungen, Ausstellung und Veranstaltung zur Fotogeschichte in Italien. Es Beiträge zu Wettbewerben, Stipendien und Ausbildungsmöglichkeiten, sowie den verschiedenen Untergruppen der Gesellschaft.

Schließlich werden über die Seite regelmäßig Rezensionen veröffentlicht.

Interessant der Beitrag von Sergio Leonardi: I fondi fotografici della fototeca del museo civico storico di Bari. Dieser Bestand soll bis Ende 2008 digital zugänglich sein.

Experten-Blog auf www.mediaconservation.org

Die Website des Studiengangs Konservierung Neuer Medien und Digitaler Information an der Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart hat einen Relaunch erfahren: www.mediaconservation.org.

Zusätzlich gibt es ein Experten-Blog, das allerdings erst einen Post aufweist. Bedauerlich nur, dass alles in Frames gequetscht ist, so dass es partout nichts zum Zitieren gibt. Ein RSS-Feed sollte inzwischen für ein Blog auch Standard sein.

Eine Fotografie aus dem 18. Jahrhundert?

Vor einigen Tagen wurde eine fotohistorische Diskussion entfacht. Anlass dafür ist die Fotografie eines Baumblattes, die am kommenden Montag (7.April 2008, 18 Uhr) bei Sotheby´s, New York, zum Verkauf angeboten werden soll. Datiert wurde das Bild um das Ende des 18. Jahrhunderts. Sollte diese Bewertung richtig sein, ist dieses Bild dreißig bis vierzig Jahre vor der bis jetzt ältesten bekanntesten Aufnahme aus dem Jahr 1827 entstanden.

Genaugenommen handelt es sich bei dem „Leaf“ weniger um eine Fotografie als um ein Fotogramm, also eine fotogenische Zeichnung. Bei dieser Aufnahmemethode wird ein Objekt auf ein mit Silbernitrat benetztes Stück Papier oder Leder gelegt. Auf diese Weise entsteht ein Negativ.

Das jetzt angebotene Blatt stammt aus einer Mappe mit insgesamt sechs fotogenischen Zeichnungen, welche ehemals Henry Bright of England gehörte und 1984 bei Sotheby´s in London verkauft wurde.

Damals ging man davon aus, dass die Aufnahmen von Henry Fox Talbot, einem der Urväter der Fotografie, stammten. Nun wurde allerdings in einer Ecke des Bildes ein „W“ entdeckt. Aufgrund der engen Kontakte, die die Bright Familie auch zu Thomas Wedgwood (britischer Fotopionier), Humphrey Davy (Professor für Chemie an der „Royal Institution“ in London und Wegbereiter der modernen Elektrochemie) und James Watt (Erfinder der modernen Dampfmaschine) hatte, vermutet man nun hinter einem der Männer den eigentlichen Urheber des Bildes. Auch der Talbot-Experte, Larry Schaaf ist zu dem Schluss gekommen, dass es sich bei den Aufnahmen nicht um Werke von Talbot handelt. Er stützt seine These zum einen auf die Tatsache, dass das Bild Talbot nicht ähnlich sehe. Desweiteren weist er auf die enge Verbindung der Bright Familie zu Wedgwood hin. Auch das eingangs schon erwähnte „W“ in einer der Ecken des Bildes könnte diese These stützen. Schließlich findet sich dieses „W“ auch auf vier anderen Aufnahmen des Albums.

Gegen die Urheberschaft Wedgwoods spräche allerdings, dass Davy, der einen Bericht über die Experimente Wedgwoods veröffentlichte, darin die Schwierigkeit beschreibt, das erzeugte Bild zu fixieren. Andererseits veröffentlichte Samuel Highly, ein Mitglied der Chemical Society und Herausgeber einer fotografischen Zeitschrift, 1885 einen Artikel, in welchem er angibt, Arbeiten von Wegdwood gesehen zu haben.

Davy dagegen pflegte sowohl zu Wedgwood, als auch zu Mitgliedern der Bright Familie engen Kontakt. In dem Besitz der Bright Familie sollten sich die Blätter später wiederfinden. Da Davy von den Experimenten Wedgwoods wusste, kommt er somit ebenso als Urheber für die Bilder in Frage.

Ein guter Freund von Richard Bright Jr. (Mitglied der erwähnten Bright Familie) und Humphrey Davy, welcher selber Experimente mit Fotografien anstellte, war der schon erwähnte James Watt. In einem Brief an Wedgwood dankt er diesem für gewisse Anweisungen bezüglich der Silberbilder, an welchen er einige Experimente durchzuführen gedenkt. Und schließlich beginnt sein Nachname mit einem „W“. Letztendlich wird die Aufnahme bei Sotheby´s nun unter „Photographer Unknown“ angeboten.

Das Blatt ist Teil der „Quillan Collection of Nineteenth and Twentieth Century Photographs“. Man geht davon aus, dass das Bild ca. 5 bis 7,5 Millionen US-Dollar (exklusive Kaufprämie) einbringen wird.

aus: photohist.fr Mails vom 29.03.2008 und 30.03.2008
http://antiques-collectibles-auction-news.com

http://www.cbsnews.com
http://www.sothebys.com (lot 43) oder hier (mit Login)

ARCHIVAR mit neuen Webauftritt

Die Zeitschrift ARCHVIAR hat einen neuen Webauftritt.

An der ebenfalls neugestalteten Druckausgabe gab es neulich schon einige Kritik auf Archivalia zu lesen.

Die Webseite bietet derzeit online Zugriff auf die Ausgaben bis einschließlich dem Jahr 2000. Allerdings ist das völlige Fehlen einer Suchfunktion doch etwas beschämend. Wenn schon keine Register vorhanden sind, hätten man doch zumindest eine Volltextsuche über die PDF-Dateien einrichten können.

2,4 Milliarden US-Dollar für Getty Images geboten

Wie heute auf heise-online zu lesen, bietet eine Beteiligungsgesellschaft 2,4 Milliareden US-Dollar für Getty Images:

Der Vorstand der US-amerikanischen Bildagentur Getty Images hat einem Übernahmeangebot der privaten Beteiligungsgesellschaft Hellman & Friedman zugestimmt. Die Anteilseigner sollen je Aktie 34 US-Dollar bekommen, heißt es in einer Mitteilung.
mehr bei heise-online

Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie das Angebot von Fotostoria nutzen. In den letzten Wochen und Monaten sind über Google-Reader immer mehr Abonnenten hinzu gekommen, so dass gestern die Marke von 1000 Abonnenten überschritten wurde. Für Ihr reges Interesse bedanke ich mich herzlich.

Da so viele Leser um Webdesign konsequent einen Bogen machen und die Seite einfach über ihren RSS-Reader konsumieren, ist auch in Zukunft sichergestellt, dass Fotostoria für alle werbefrei bleiben wird!

Im Vordergrund sollen weiterhin die Inhalte stehen, d.h. Nachrichten aus dem Bereichen Fotogeschichte und Fotoarchivierung, Informationen über historische Bildbestände und wissenschaftliche Arbeiten zum Thema.

Ankündigung neuer Fotozeitschriften

Für Anfang 2008 sind zwei neue englischsprachige Fotozeitschriften mit den Titeln „Photography and Culture“ und „Photographies“ angekündigt. Die Artikel sollen sowohl historische und wissenschaftliche Themen, aber auch technologische und kulturelle Aspekte der Fotografie umfassen.

Nähere Informationen zu den Inhalten und verschiedenen Schwerpunktsetzungen der Magazine via Actualités de la recherche en Histoire visuelle.

Historisches Filmmaterial über Amazon

Wie jetzt auf dvdbiblog zu lesen, vertreiben die National Archives and Records Administration (NARA) historisches Filmmaterial über Amazon.

Die Archive betonen, dass diese Kooperation mit Amazon keinesfalls exklusiven Charakter habe und dazu diene, das Material insgesamt zugänglicher zu machen. Wie man sich leicht denken kann, ist daran schon eine ordentliche Diskussion entbrannt. Das Material ist nämlich public domain.

mehr über dvdbiblog
weiterer Hinweis bei Archivalia